Sprungziele
Inhalt

Impressionen aus der
Vergangenheit

Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ist vielfältig und schwerpunktorientiert. Hier finden Sie eine Übersicht über vergangene, abgeschlossene Projekte und Veranstaltungen des Gleichstellungsbüros.

Märchenabend

Die Gleichstellungsbeauftragte des Enzkreises veranstaltete in Kooperation mit dem Haus der Familie in Straubenhardt am 22. September 2022 um 18 Uhr einen besonderen Märchenabend. Denn Märchen sind keineswegs nur etwas für Kinder. 

Annette Volz erzählte Märchen aus vielen Ländern in denen starke Frauen mit Ihrer List, Klugheit, Mut,Selbstbewusstsein und ihrem weiblichen Charme ihr Leben meisterten. 

Musikalisch wurde der Abend von Olga Rühle auf ihrem Akkordeon begleitet.


Frauenpolitischer Sommerabend

Die Veranstaltung hat im Rahmen der Seminarreihe „Mitmischen – Einmischen – Aufmischen“ am 8. Juli 2022 im Reuchlinhaus stattgefunden, die sich an politisch interessierte Frauen richtet.


Das Kabarett-Duo FRAUENGOLD war zu Gast und die Gleichstellungsbeauftragten Susanne Brückner und Kinga Golomb haben einen Vortrag gehalten. 

Vortrag zum Thema Stalking

Am 02. Juni 2022 hat ein Vortrag zum Thema "Stalking - Wenn aus Zuneigung eine Straftat wird" im TeleGIS Innovationscenter in Sternenfels stattgefunden. Dabei ging es um folgende Fragen und Inhalte:

Wo fängt Stalking an?
Was sind typische Verhaltensweisen von Stalker*innen?
Wie können Betroffene sich schützen?

Die Übergänge zwischen nichterbetener Kontaktaufnahme, Belästigung und direkter Bedrohung sind fließend. Stalking ist kein einmaliges Geschehen, sondern ein Prozess. Stalker*innen betreiben ihre Taten nach Art von zwanghaften Verhalten und sind Argumenten und Wünschen der Betroffenen gegenüber nicht wirklich offen. Betroffene müssen sich glücklicherweise aber nicht allein zu Wehr setzen.

Gesetzliche Grundlagen, sowie Hilfsorganisationen unterstützen Betroffene das Stalking zu beenden.
Die Referentin, Janett Fichtner (Ehrenamtliche Mitarbeiterin Weißer Ring e.V.), verdeutlicht anhand verschiedener Beispiele aus dem täglichen Leben die oft unterschätzte Gefahr und stellt die „NO STALK-App“ des Weißen Rings vor, die es Betroffenen erleichtert Stalking u.a. für Zwecke der Strafverfolgung zu dokumentieren

Referentin: JANETT FICHTNER, Volljuristin und Rechtsanwältin, Ehrenamtliche Mitarbeiterin des Weissen Rings, Jugendbeauftragte des Weissen Rings für Baden-Württemberg, Referentin für die Weisse Ring-Akademie

Seminar "Gewusst wie?! Grundlagen der Kommunalpolitik"

Das Seminar innerhalb der Seminarreihe "Mitmischen – einmischen - aufmischen“ hat am 06. Mai 2022 stattgefunden.

In diesem Grundlagen-Seminar ging es um die Basics der kommunalpolitischen Arbeit. Die Teilnehmenden erhielten Grundlagenwissen und Argumente für Ihre Rechte und Pflichten als Ortschafts-/Gemeinde-/Stadt- oder Kreisrätin.

Inhalte des Seminars waren:

  • Wer hat Rede- und Antragsrecht? Was gehört in die öffentliche und was in die nicht-öffentliche Sitzung?
    • Aufgaben, Rechte und Pflichten aus der Gemeindeordnung
  • Wieviel Geld für was und woher?
    • Grundbegriffe des Kommunalen Haushaltsrechts
  • Ein Rat wie der andere?
    • Gemeinsames und Unterschiede in Ortschaftsrat, Gemeinde-/Stadtrat und Kreistag
  • Mit- und/oder Gegeneinander?
    • Tipps bei unterschiedlichen Interessen innerhalb von Fraktion, Ausschuss, Plenum, Verwaltung, Medien, „Volk“
  • Was tun bei Gewissenskonflikten?
    • Tipps für Abwägungen vor Abstimmungen

Den interaktiven Vortrag hat die Politikwissenschaftlerin, Soziologin und systemische Moderatorin Dagmar Wirtz gestaltet . Die freiberufliche Trainerin unterstützt gesellschaftliches Engagement mit Seminaren zu Politischer Kommunikation und Ehrenamt. Sie hält Vorträge zu aktuellen politischen Themen und moderiert interaktive Diskussionsveranstaltungen, die mehr Beteiligung ermöglichen.

Ihr Anliegen ist die Stärkung der Demokratie durch Stärkung der Demokrat:innen, ihren Stand.Punkt souverän zu vertreten.

Lesung "Damaskusliebe"

Die Gleichstellungsbeauftragte hat am 8. April um 18 Uhr in die Musikschule Gutmann zu einer Lesung mit der Autorin Sabine Zeitler aus dem Buch "Damaskusliebe" eingeladen.

 

Zum Buch:
Die Deutsche Geschichtsstudentin Lisa geht Ende der 80er Jahre nach Damaskus, um Arabisch zu lernen. Dort wohnt sie zunächst bei einer christlichen arabischen Familie in der Damaszener Altstadt und lernt die Menschen und die Kultur kennen und schätzen.
Bald verliebt sie sich in den Studenten Hassan, der einen arabisch-muslimischen Vater und eine deutsche Mutter aus der DDR hat. Hassan und Lisa erleben stürmische Zeiten, mit allen emotionalen Spannungen aber auch Bereicherungen, die solch eine binationale Beziehung mit sich bringen kann.

Zur Autorin:
Sabine Zeitler hat selbst in den 80er Jahren in Damaskus gelebt und schreibt mit einem Augenzwinkern authentisch, wenn auch nicht autobiographisch, über den zwischenmenschlichen Alltag, wie er auch in Syrien war zu dieser Zeit.
Nebenbei erfährt man Vieles über Geschichte und Kultur des Nahen Ostens. Sie hat das Land sowie den Orient seither immer wieder bereist. Heute arbeitet sie als Dozentin, Mediatorin und Coach für Interkulturelles mit dem Schwerpunkt orientalische Länder.

Filmabend "Die Unbeugsamen"

Die Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim haben am 11. Februar 2022 in Kooperation mit dem Kommunalen Kino Pforzheim den Film "Die Unbeugsamen" gezeigt. Der Dokumentarfilm erzählt vom Kampf der Frauen in der Bonner Republik: Wie sie ihr Recht auf Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen erstreiten, wie sie sich dabei gegen Sexismus und Vorurteile behaupten müssen und dennoch mit enormem Durchhaltevermögen Pionierinnen-Arbeit leisten.
Im Anschluss an den Film haben Kommunalpolitikerinnen aus Pforzheim und dem Enzkreis in einer Diskussionsrunde über den Film und ihre eigenen Erfahrungen in der Politik gesprochen. 

Seminarreihe: Finanzbildung für Frauen

In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim bot Kinga Golomb im Oktober und November die online Seminarreihe "Finanzbildung für Frauen" an.  Interessierten Frauen aus Pforzheim und dem Enzkreis wurde Wissen rund um Finanzthemen vermittelt, das sie dazu befähigen soll, selbstbestimmte Finanzentscheidungen zu treffen. 

An drei Terminen führte die Referentin, Vermögensberaterin Simone Bußmann, die Teilnehmerinnen in unterschiedliche Finanzthemen ein. Im ersten Modul "Ohne Moos nix' los. Einstieg in die Finanzwelt" gab es eine erste Einführung in verschiedene Formen der Geldanlage (Sparbuch, Aktien, Fonds, ETF, etc.) und zahlreiche praktische Beispiele und Tipps. Das zweite Modul "Börse für Frauen" vertiefte das Thema Börse und die Teilnehmerinnen erfuhren, wie Aktienhandel funktioniert, welche Anlagestrategien es gibt und wie man konkret ein Depotkonto eröffnet und Aktien kauft. Im letzte Modul "Nachhaltige Geldanlage" ging es dann um nachhaltige Investmentfonds und Simone Bußmann erläuterte, welche Bewertungsmethoden ESG-Fonds zugrunde liegen und auf welchen Anlagegrundsätzen sie basieren. 

Von welch großer Relevanz das Thema Finanzbildung und Vorsorge ist, zeigte die positive Resonanz. Rund 80 Teilnehmerinnen schalteten sich bei den Seminaren jeweils zu und lauschten den Ausführungen und Tipps von Simone Bußmann. 

Klausurtagung in Bad Urach

Frauen aus Pforzheim und dem Enzkreis vernetzen sich für mehr Mitbestimmung


Am Wochenende 12./13. November 2021 kamen auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim und des Enzkreises Kreisrätinnen, Stadträtinnen und weitere gleichstellungspolitisch interessierte Frauen aus Pforzheim und dem Enzkreis in Bad Urach zusammen. Die Kommunalpolitikerinnen tauschten sich dabei über ihre unterschiedlichen Erfahrungen aus und entwickelten in einer Ideenwerkstatt gemeinsame Zielsetzungen und Strategien, um insbesondere die Wahrnehmung und Mitbestimmung von Frauen in der Gesellschaft zu stärken. „Es ist mir ein besonderes Anliegen die kommunalpolitische Vernetzung von Frauen u.a. im Frauenbündnis Pforzheim Enzkreis parteienübergreifend zu fördern. Das Seminar in Bad Urach war ein Highlight und zugleich ein gelungener Abschluss unserer diesjährigen Seminarreihe „Mitmischen – Einmischen – Aufmischen“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim, Susanne Brückner. „In dem Seminar hatten wir den Raum und den Rahmen uns mit unseren gleichstellungspolitischen Zielsetzungen und Netzwerksstrukturen auseinanderzusetzen“, ergänzt die Gleichstellungsbeauftragte des Enzkreises, Kinga Golomb. Mitbestimmung brauche gute Vorbereitung, unterstreicht sie.


„Wir nehmen aus dem Empowerment-Wochenende vor allem auch mit, dass wir das Frauenbündnis Pforzheim Enzkreis noch bekannter machen möchten. Wir freuen uns über jede, die dabei mitgestalten und ihre Ideen für ein vielfältiges Angebot miteinbringen möchte,“ so Nicole Gaidetzka und Annkathrin Wulff, Sprecherinnen des Frauenbündnisses Pforzheim Enzkreis.

Fahnenaktion zum Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2021 in Sternenfels

Pünktlich zum  „Tag gegen Gewalt an Frauen“ hat Bürgermeisterin Antonia Walch die "Frei leben ohne Gewalt"-Fahne gehisst, um ein Zeichen dafür zu setzen, dass Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft keinen Platz hat.

Die Fahnenaktion hat im Enzkreis inzwischen eine lange Tradition, denn sie weht auf die Initiative der Gleichstellungsbeauftragten zum Aktionstag seit 2003 jährlich in einer anderen Enzkreisgemeinde. Dies geht zurück auf die Aktion des Vereins „Terre des femmes“, der es sich seit 40 Jahren zur Aufgabe gemacht hat, sich für ein freies Leben ohne Gewalt einzusetzen. „Unsere Fahnen wehen deswegen heute nicht nur im Enzkreis, sondern an vielen Orten in Deutschland und auf der Welt“, erklärt Sabine Zeitler, Koordinatorin der Terre des femmes Städtegruppe Pforzheim Enzkreis.

Ursprünglich sollte die Fahnenaktion in einer Abendveranstaltung mit einem Vortrag zum Thema „Stalking - Wenn aus Zuneigung eine Straftat wird“ münden, bei der sich auch alle Kooperationspartnerinnen aus dem Hilfenetzwerk vorstellen. Dass dies leider coronabedingt abgesagt werden musste, bedauern nicht nur die Mitglieder des Veranstaltungsteams, sondern auch die Unterstützerinnen der politischen Bundes- und Landesebene, Stephanie Aeffner, Stefanie Seemann und Katja Mast. „Die Corona-Pandemie hat die Situation von Frauen noch verschärft. Es ist eine Schande, dass es diese schlimme Gewalt in unserer Gesellschaft immer noch gibt“, sagt Katja Mast. Auch Stephanie Aeffner unterstreicht: „Der internationale Tag ist eine wichtige Gelegenheit, um für Aufmerksamkeit für dieses oft tabuisierte Thema zu sorgen. Seien wir alle in unserem Umfeld wachsam und stärken betroffene Frauen, aus der Isolation auszubrechen und sich Hilfe zu holen. Wir sagen "Nein".“

Der Vortrag zum Thema „Stalking“ soll aber im Frühjahr des kommenden Jahres nachgeholt werden. „Denn es handelt sich hierbei um eine schreckliche Gewaltform, zu der es Aufklärungsarbeit bedarf“, unterstreicht Gleichstellungsbeauftragte Kinga Golomb. Wo fängt Stalking an? Was sind typische Verhaltensweisen von Stalker*innen? Wie können Betroffene sich schützen? – „All diese Fragen müssen thematisiert werden, um die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren und Betroffenen Hilfe anzubieten“, ergänzt Bürgermeisterin Walch.

 „Stalking spielt auch immer mal wieder in der Sexarbeit eine Rolle. Es beginnt oftmals, dass Kunden besonders häufig kommen, zuerst einmal die Woche, dann jeden Tag, Geschenke mitbringen, sich plötzlich verlieben und der Sexarbeiterin auch in die verschiedenen Arbeitsorte in unterschiedlichen Städten hinterher reisen und auch im Privatleben der Frau immer öfter auftauchen und überzeugt sind, dass sie eine Partnerschaft führen. Die Verfolgungen können Monate oder sogar Jahre andauern und haben für die Betroffenen massive Folgen im sozialen Bereich, aber auch für ihre Gesundheit. Aufgrund dessen finde ich es enorm wichtig zu diesem Thema zu sensibilisieren, kompetente Fachstellen für Betroffene bereit zu halten und selbst als Ansprechpartnerin in der Beratungsstelle Aspasia Unterstützung anzubieten“, berichtet Claudia Jancura aus ihrer Arbeitspraxis in der Beratungsstelle Aspasia für Menschen in der Sexarbeit.

Ein weiterer Baustein im lokalen Hilfenetz ist deswegen auch der Verein für soziale Rechtspflege, der u.a. „Trainings contra Gewalt“ für Täter*innen und Tatgeneigte anbietet. Die Fachbereichsleiterin für Gewaltprävention des Vereins, Gisela Davis, konnte während der Pandemie beobachten, wie die Anmeldezahlen in den angebotenen Kursen stiegen.

Ähnliche Beobachtungen von vermehrten Gewaltvorfällen machte auch die Leiterin der Fachstelle Häusliche Gewalt und des Ökumenischen Frauenhauses Pforzheim Enzkreis, Tanja Göldner. „Die Gewalttaten sind gestiegen, aber die Frauen kamen lange nicht bei uns in der Beratung an. Viel zu groß war die Kontrolle von Partnern in den Lockdown-Monaten“.

Das berichtet auch Sigrid Kleer-Geib von der Pro familia. „In unserer Beratugsarbeit mit Schwangeren, Müttern und Familien sind wir immer wieder mit Betroffenen und diesem Thema konfrontiert“ erklärt sie. Deswegen sei ihr die Prävention von Gewalt ein wichtiges Anliegen. Die Teilnahme an der Fahnenaktion für sie daher eine Selbstverständlichkeit.

„Wir müssen Betroffenen Mut machen und auch die Kinder und Jugendlichen, welche häusliche Gewalt zwischen ihren Eltern erleben, in den Blick nehmen. Hierfür haben wir in der Beratungsstelle Angebote geschaffen, welche spezifischen Unterstützungsbedarf bieten." ergänzt Diana Sebastian von der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Enzkreis.

„Wir müssen zeigen, dass es Hilfs- und Berstungsstellen gibt und vor allem müssen wir klarmachen, dass nichts und niemand das Recht hat gegenüber einem anderen Menschen gewalttätig zu werden“, sind sich alle Beteiligten einig. Die Landtagsabgeordnete und Frauenpolitische Sprecherin Stefanie Seemann fordert deswegen eindringlich: „Zur vollständigen Umsetzung der Istanbul-Konvention brauchen wir dringend den weiteren Ausbau der Unterstützungsangebote für von Gewalt betroffenen Frauen, insbesondere Frauenhausplätze und Fachberatungsstellen



Frauenwirtschaftstag am 14. Oktober 2021 in Mühlacker

„Challenge Vereinbarkeit – Führung auf Distanz“


Auch in diesem Jahr präsentierte sich der Frauenwirtschaftstag live und digital aus dem Großen Ratssaal im Rathaus Mühlacker.  Barbara Haag, Geschäftsführerin von AHEAD Academy und AHEAD Business, referierte zum Thema „Challenge Vereinbarkeit – Führung auf Distanz“.

Homeoffice sei aus dem Alltag vieler Frauen nicht mehr wegzudenken. Es gehöre heute in vielen Positionen dazu, aus der Ferne ein Team zu führen oder sich mit der Führungskraft abzustimmen.   

Wie das Arbeiten von zu Hause in der Rolle der Führenden und der Geführten gelingen kann, zeigte Barbara Haag in ihrem Vortrag auf. Die Referentin hinterfragte Fallstricke und beleuchtete Chancen des Homeoffice und präsentierte dabei  Lösungen und Tipps, wie es in digitalen Zeiten gelingen kann, effizient zusammen zu arbeiten und dabei engagiert und motiviert zu bleiben.


Flyer Frauenwirtschaftstage 2021 zum Download



Frauenpolitischer Sommerabend

Am 25.06.2021 fand im Rahmen der frauenpolitischen Seminarreihe „Mitmischen – Einmischen – Aufmischen“ der Frauenpolitische Sommerabend in digitalem Format statt. Obwohl der Abend nicht wie üblich in Präsenz stattfinden konnte, wurde dennoch ein buntes Programm geboten.


Die Aktivistin und Moderatorin Ida Marie Sassenberg hielt einen Vortrag zu ihrer medienwirksamen Kampagne „Verbietet #Upskirting in Deutschland!" und zu feministischem Aktivismus im digitalen Zeitalter.






Der Abend wurde von einem musikalischen Programm umrahmt und auch der persönliche Austausch der Teilnehmerinnen, für die im Vorfeld  „Wundertüten“ mit Leckereien und weiteren „wundervollen“ Kleinigkeiten zusammengestellt wurden, kam nicht zu kurz.





 

Podcast-Reihe "Women of Vision protraitiert starke Frauen* aus dem Enzkreis

Im Fokus des Podcasts "Women auf Vision" stehen Vorbilder, sogenannte „role models“ aus dem Kreis und der Stadt, die andere inspirieren sollen. In Gesprächen mit den role models möchten wir Einblicke in das Leben interessanter weiblicher oder diverser Persönlichkeiten geben. Wer sind sie und welche Erfahrungen möchten sie weitergeben?

Unser Ziel ist die Ermutigung und gegenseitige Stärkung auf dem Weg zu unserer Vision, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen* in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Familie zu fördern.

Jedes „role model“ stellt uns ihr ganz persönliches „IT-Piece“ vor. Ein Gegenstand das für die jeweilige Person unverzichtbar im Leben ist. Was das zum Beispiel sein kann, erfahren Sie im Podcast.

Die aktuellen Podcast-Folgen sowie "Steckbriefe" zu unseren "role models" und zu unseren Moderatorinnen finden Sie unter www.womenofvision.de.
Die Podcast-Folgen sind außerdem auf allen gängigen Podcast-Plattformen abrufbar.

Aufgenommen haben wir die Folgen mit der Unterstützung von „Bild-Ton-Schau“ im EMMA Kreativzentrum.



Über die nächsten Monate sind weitere Podcast-Folgen mit spannenden Persönlichkeiten aus dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim geplant.

Online-Vortrag: Frauen mit Behinderung besser vor Gewalt schützen!

Frauen mit Behinderung erleben sehr viel häufiger Gewalt als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt (in der eigenen Wohnung und in Einrichtungen der Behindertenhilfe). Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht. Was können wir konkret tun, um den Gewaltschutz zu verbessern?

Diverse Berichte und Studien belegen, dass Frauen mit Behinderungen besonders von Gewalt in jeglicher Form betroffen sind und jede dritte bis vierte Frau mit Behinderung in ihrer Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erfahren hat. Frauen mit Behinderung sind vielfältigen Formen von Diskriminierung und struktureller Gewalt ausgesetzt und sie erfahren laut einer Studie der Universität Bielefeld fast doppelt so häufig körperliche Gewalt. Sexuelle Gewalt erleben sie demnach sogar drei Mal so häufig wie Menschen ohne Behinderung. Es ist dringend notwendig, dass der Schutz von Frauen mit einer Behinderung gewährleistet wird. Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht. Deshalb sind auch die staatlichen Institutionen in der Verantwortung, einen bedarfsgerechten Gewaltschutz und entsprechende Hilfs- und Beratungsangebote für Opfer von Gewalt, ganz besonders Frauen mit Behinderung, ausreichend und verlässlich finanziell zu unterstützen. 

Für die Gleichstellungsbeauftragten Kinga Golomb und Susanne Brückner sowie für die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung des Enzkreises - Anne Marie Rouvière-Petruzzi - und der Stadt Pforzheim - Mohamed Zakzak - ist das Thema Gewalt gegen Frauen mit einer Behinderung ein wichtiges Anliegen.

Für den 29.04.2021 war es der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis gelungen, Frau Martina Puschke für einen Online-Vortrag zu diesem besonderen Thema als Referentin einzuladen. Martina Puschke vertritt mit ihrem Verein „Weibernetz e. V.“ bundesweit das politische Interesse von Frauen mit Behinderung. Sie setzt sich für den Bereich der Anti-Diskriminierungspolitik ein und sie ist selbst von einer Behinderung betroffen.

Der Vortrag wurde in einfacher Sprache gehalten und zusätzlich die ganze Veranstaltung in Gebärdensprache übersetzt.



Fahnenaktion zum Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2020

In diesem Jahr wurde der Aktionstag als Kooperation zwischen der Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises, Kinga Golomb, dem Bürgermeister der Gemeinde Tiefenbronn und der Kreisrätin Stähle durchgeführt.
Gemeinsam haben die drei Veranstaltenden die "frei leben ohne Gewalt" - Fahne von Terre des femmes bereits am Vortag am Rathaus in Tiefenbronn gehisst, um ein Zeichen dafür setzen, dass Gewalt an Frauen im Enzkreis bekämpft wird.

Fahnenaktion 2020 in Tiefenbronn


Im anschließenden digitalen Aktionsaustausch betonte Kreisrätin Pina Stähle die Dringlichkeit des Themas.
Das lokale Hilfesystem stellte sich vor.
Bundeslandskoordinatorin von „Liebe ohne Zwang“ BW, Diana Secker, hielt einen Vortrag zum Thema Lover-Boy-Methode: Loverboys' sind junge Männer, die eine Liebesbeziehung zu einem Mädchen oder einer jungen Frau vortäuschen, um sie später in die Prostitution zu zwingen.
Referentin Diana Secker erklärte diese perfide Methode des Menschenhandels, der immer mehr Mädchen und junge Frauen in Deutschland zum Opfer fallen - und das quer durch alle Gesellschaftsschichten.


Mentoring Programm "Politik braucht Frauen"

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim, Susanne Brückner, und die damalige Gleichstellungsbeauftragte des Enzkreises, Martina Klöpfer, haben im Vorfeld der Kommunalwahlen 2019 kommunalpolitisch interessierte Frauen dazu aufgerufen, sich für das Mentoring–Programm „Politik braucht Frauen“ zu bewerben.

Unterstützt wurde das Mentoring-Programm durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg sowie durch die Pforzheimer Catharina Vierordt Stiftung.

Im Mentoring-Programm wurden drei Bausteine, Auftaktveranstaltung (29.09.2018) – Zwischenbilanz (24.11.2018) – Abschlussveranstaltung (02.02.2019), als Tages- bzw. Halbtagesseminare durchgeführt. 

Dokumentation Mentoring Programm

Slideshow zur Auftaktveranstaltung des Mentoring Programms

BoyZone und GirlZone

Das Projekt BoyZone  zur Lebenswegplanung und Berufsorientierung von Jungs fand von Juni bis Juli 2016 in Pforzheim und dem Enzkreis statt. 20 Jungs dreier Realschulen nahmen daran teil. Das Projekt und die Abschlussdokumentation wurden durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg unterstützt.

Das Projekt GirlZone zur Lebenswegplanung und Berufsorientierung von Mädchen der Klassen 7 und 8 an einzelnen Realschulen und Werkrealschulen fand 2015 in Pforzheim und dem Enzkreis statt. Das Projekt und die Dokumentation wurden durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützt. 

Gleichberechtigung - 20 Jahre Ergänzung Grundgesetzartikel 3 Abs. 2

Selbstverständlich war es nicht, dass der Gleichberechtigungsartikel in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurde. 1948/49 arbeiteten 65 Männer und Frauen im Parlamentarischen Rat an einer demokratischen Verfassung für den neuen deutschen Staat. Den wenigen Frauen im Parlamentarischen Rat – Dr. Elisabeth Selbert, Frieda Nadig, Helene Weber und Helene Wessel – als den „Müttern des Grundgesetzes“ ist es zu verdanken, dass unsere Verfassung Frauen die volle Gleichberechtigung garantiert.

 

Nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurde 1992 eine Gemeinsame Verfassungskommission zu Überarbeitung des Grundgesetzes eingesetzt. Politisch engagierte Frauen und Frauenverbände thematisierten hier die immer noch herrschenden Defizite in Sachen Gleichberechtigung. Sie forderten die konsequente Anstrengung aller politischen Kräfte zur Umsetzung von Artikel 3, Abs. 2. Nach langen Diskussionen wurde 1994 der Gleichberechtigungsartikel im Grundgesetz um einen Zusatz ergänzt:

 

„Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

 

Eine aktive Gleichstellungspolitik ist seitdem Verfassungsauftrag.

Festschrift zum Festakt am 15. November 2015

Frauen in Führung - Erfolgreiche Unternehmerinnen in der Region Nordschwarzwald

Immer mehr Frauen entscheiden sich in Deutschland dafür, ein Unternehmen zu gründen – ein Trend, der zum immer höheren Bildungsniveau der Frauen parallel verläuft. Hochqualifizierten Frauen eröffnet die Selbstständigkeit die Chance, ein höheres Einkommen als in abhängiger Beschäftigung zu erzielen sowie die eigene Arbeitszeit flexibler zu gestalten. Mittlerweile wird fast jedes fünfte Unternehmen im deutschen Mittelstand von einer Frau geführt. Rund 730.000 Unternehmen in Deutschland haben eine Frau an der Spitze.

Das Projekt „Frauen in Führung - Erfolgreiche Unternehmerinnen in der Region Nordschwarzwald“ soll zur Förderung weiblicher Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge beitragen, indem es gelungene Wege und unterschiedliche Beispiele hierfür exemplarisch aufzeigt. Zugleich soll es vorhandene Defizite bei der Frauenförderung in Unternehmen und Hindernisse für Frauen auf dem Weg in die Führungsetagen fokussieren.

„Frauen in Führung – Erfolgreiche Unternehmerinnen in der Region Nordschwarzwald“ ist ein Projekt der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim, der Wirtschaftsförderung der Stadt Pforzheim und der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, der Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises, den Handwerkskammern Karlsruhe und Reutlingen, der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald und der Sparkasse Pforzheim Calw. Unterstützt wird es von der Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg.

Die Ausstellung „Frauen in Führung“ stellt Unternehmerinnen im Porträt vor, deren Betrieb in der Region Nordschwarzwald und somit in der Stadt Pforzheim bzw. einem der drei Kreise Calw, Enzkreis, Freudenstadt ansässig ist.

Drei Thementafeln informieren Interessierte ganz allgemein über das Thema Frauen in Führung, über das Projekt sowie über selbstständige Unternehmerinnen in der Region Nordschwarzwald. Insgesamt 20 Unternehmerinnen aus Industrie und Handwerk, Handel und Dienstleistung, präsentieren ihre persönlichen Erfolgsgeschichten. Sie haben aus den unterschiedlichsten Beweggründen die unternehmerische Selbständigkeit gewählt. Die insgesamt 20 Ausstellungstafeln verschaffen dem Betrachter oder der Betrachterin einen Überblick über Ideen zur Unternehmensnachfolge und Unternehmensneugründung. Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht dabei mit im Vordergrund.

Frauen in Führung - E-Book zum Download

Frauen in Führung im Reuchlinhaus
Frauen in Führung im Rathaus Mühlacker

25 Jahre Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im Enzkreis

Im Jahr 2012 feierte der Enzkreis 25 Jahre Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und gleichzeitig das 20-jährige Jubiläum der damaligen Amtsinhaberin Martina Klöpfer. 

25 Jahre Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im Enzkreis