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Impressionen aus der
Vergangenheit

Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ist vielfältig und schwerpunktorientiert. Hier finden Sie eine Übersicht über vergangene, abgeschlossene Projekte und Veranstaltungen des Gleichstellungsbüros.

Frauenwirtschaftstag am 14. Oktober 2021 in Mühlacker

„Challenge Vereinbarkeit – Führung auf Distanz“


Auch in diesem Jahr präsentierte sich der Frauenwirtschaftstag live und digital aus dem Großen Ratssaal im Rathaus Mühlacker.  Barbara Haag, Geschäftsführerin von AHEAD Academy und AHEAD Business, referierte zum Thema „Challenge Vereinbarkeit – Führung auf Distanz“.

Homeoffice sei aus dem Alltag vieler Frauen nicht mehr wegzudenken. Es gehöre heute in vielen Positionen dazu, aus der Ferne ein Team zu führen oder sich mit der Führungskraft abzustimmen.   

Wie das Arbeiten von zu Hause in der Rolle der Führenden und der Geführten gelingen kann, zeigte Barbara Haag in ihrem Vortrag auf. Die Referentin hinterfragte Fallstricke und beleuchtete Chancen des Homeoffice und präsentierte dabei  Lösungen und Tipps, wie es in digitalen Zeiten gelingen kann, effizient zusammen zu arbeiten und dabei engagiert und motiviert zu bleiben.


Flyer Frauenwirtschaftstage 2021 zum Download



Frauenpolitischer Sommerabend

Am 25.06.2021 fand im Rahmen der frauenpolitischen Seminarreihe „Mitmischen – Einmischen – Aufmischen“ der Frauenpolitische Sommerabend in digitalem Format statt. Obwohl der Abend nicht wie üblich in Präsenz stattfinden konnte, wurde dennoch ein buntes Programm geboten.


Die Aktivistin und Moderatorin Ida Marie Sassenberg hielt einen Vortrag zu ihrer medienwirksamen Kampagne „Verbietet #Upskirting in Deutschland!" und zu feministischem Aktivismus im digitalen Zeitalter.






Der Abend wurde von einem musikalischen Programm umrahmt und auch der persönliche Austausch der Teilnehmerinnen, für die im Vorfeld  „Wundertüten“ mit Leckereien und weiteren „wundervollen“ Kleinigkeiten zusammengestellt wurden, kam nicht zu kurz.





 

Podcast-Reihe "Women of Vision protraitiert starke Frauen* aus dem Enzkreis

Im Fokus des Podcasts "Women auf Vision" stehen Vorbilder, sogenannte „role models“ aus dem Kreis und der Stadt, die andere inspirieren sollen. In Gesprächen mit den role models möchten wir Einblicke in das Leben interessanter weiblicher oder diverser Persönlichkeiten geben. Wer sind sie und welche Erfahrungen möchten sie weitergeben?

Unser Ziel ist die Ermutigung und gegenseitige Stärkung auf dem Weg zu unserer Vision, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen* in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Familie zu fördern.

Jedes „role model“ stellt uns ihr ganz persönliches „IT-Piece“ vor. Ein Gegenstand das für die jeweilige Person unverzichtbar im Leben ist. Was das zum Beispiel sein kann, erfahren Sie im Podcast.

Die aktuellen Podcast-Folgen sowie "Steckbriefe" zu unseren "role models" und zu unseren Moderatorinnen finden Sie unter www.womenofvision.de.
Die Podcast-Folgen sind außerdem auf allen gängigen Podcast-Plattformen abrufbar.

Aufgenommen haben wir die Folgen mit der Unterstützung von „Bild-Ton-Schau“ im EMMA Kreativzentrum.



Über die nächsten Monate sind weitere Podcast-Folgen mit spannenden Persönlichkeiten aus dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim geplant.

Online-Vortrag: Frauen mit Behinderung besser vor Gewalt schützen!

Frauen mit Behinderung erleben sehr viel häufiger Gewalt als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt (in der eigenen Wohnung und in Einrichtungen der Behindertenhilfe). Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht. Was können wir konkret tun, um den Gewaltschutz zu verbessern?

Diverse Berichte und Studien belegen, dass Frauen mit Behinderungen besonders von Gewalt in jeglicher Form betroffen sind und jede dritte bis vierte Frau mit Behinderung in ihrer Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erfahren hat. Frauen mit Behinderung sind vielfältigen Formen von Diskriminierung und struktureller Gewalt ausgesetzt und sie erfahren laut einer Studie der Universität Bielefeld fast doppelt so häufig körperliche Gewalt. Sexuelle Gewalt erleben sie demnach sogar drei Mal so häufig wie Menschen ohne Behinderung. Es ist dringend notwendig, dass der Schutz von Frauen mit einer Behinderung gewährleistet wird. Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht. Deshalb sind auch die staatlichen Institutionen in der Verantwortung, einen bedarfsgerechten Gewaltschutz und entsprechende Hilfs- und Beratungsangebote für Opfer von Gewalt, ganz besonders Frauen mit Behinderung, ausreichend und verlässlich finanziell zu unterstützen. 

Für die Gleichstellungsbeauftragten Kinga Golomb und Susanne Brückner sowie für die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung des Enzkreises - Anne Marie Rouvière-Petruzzi - und der Stadt Pforzheim - Mohamed Zakzak - ist das Thema Gewalt gegen Frauen mit einer Behinderung ein wichtiges Anliegen.

Für den 29.04.2021 war es der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis gelungen, Frau Martina Puschke für einen Online-Vortrag zu diesem besonderen Thema als Referentin einzuladen. Martina Puschke vertritt mit ihrem Verein „Weibernetz e. V.“ bundesweit das politische Interesse von Frauen mit Behinderung. Sie setzt sich für den Bereich der Anti-Diskriminierungspolitik ein und sie ist selbst von einer Behinderung betroffen.

Der Vortrag wurde in einfacher Sprache gehalten und zusätzlich die ganze Veranstaltung in Gebärdensprache übersetzt.



Fahnenaktion zum Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2020

In diesem Jahr wurde der Aktionstag als Kooperation zwischen der Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises, Kinga Golomb, dem Bürgermeister der Gemeinde Tiefenbronn und der Kreisrätin Stähle durchgeführt.
Gemeinsam haben die drei Veranstaltenden die "frei leben ohne Gewalt" - Fahne von Terre des femmes bereits am Vortag am Rathaus in Tiefenbronn gehisst, um ein Zeichen dafür setzen, dass Gewalt an Frauen im Enzkreis bekämpft wird.

Fahnenaktion 2020 in Tiefenbronn


Im anschließenden digitalen Aktionsaustausch betonte Kreisrätin Pina Stähle die Dringlichkeit des Themas.
Das lokale Hilfesystem stellte sich vor.
Bundeslandskoordinatorin von „Liebe ohne Zwang“ BW, Diana Secker, hielt einen Vortrag zum Thema Lover-Boy-Methode: Loverboys' sind junge Männer, die eine Liebesbeziehung zu einem Mädchen oder einer jungen Frau vortäuschen, um sie später in die Prostitution zu zwingen.
Referentin Diana Secker erklärte diese perfide Methode des Menschenhandels, der immer mehr Mädchen und junge Frauen in Deutschland zum Opfer fallen - und das quer durch alle Gesellschaftsschichten.


Mentoring Programm "Politik braucht Frauen"

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim, Susanne Brückner, und die damalige Gleichstellungsbeauftragte des Enzkreises, Martina Klöpfer, haben im Vorfeld der Kommunalwahlen 2019 kommunalpolitisch interessierte Frauen dazu aufgerufen, sich für das Mentoring–Programm „Politik braucht Frauen“ zu bewerben.

Unterstützt wurde das Mentoring-Programm durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg sowie durch die Pforzheimer Catharina Vierordt Stiftung.

Im Mentoring-Programm wurden drei Bausteine, Auftaktveranstaltung (29.09.2018) – Zwischenbilanz (24.11.2018) – Abschlussveranstaltung (02.02.2019), als Tages- bzw. Halbtagesseminare durchgeführt. 

Dokumentation Mentoring Programm

Slideshow zur Auftaktveranstaltung des Mentoring Programms

BoyZone und GirlZone

Das Projekt BoyZone  zur Lebenswegplanung und Berufsorientierung von Jungs fand von Juni bis Juli 2016 in Pforzheim und dem Enzkreis statt. 20 Jungs dreier Realschulen nahmen daran teil. Das Projekt und die Abschlussdokumentation wurden durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg unterstützt.

Das Projekt GirlZone zur Lebenswegplanung und Berufsorientierung von Mädchen der Klassen 7 und 8 an einzelnen Realschulen und Werkrealschulen fand 2015 in Pforzheim und dem Enzkreis statt. Das Projekt und die Dokumentation wurden durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützt. 

Gleichberechtigung - 20 Jahre Ergänzung Grundgesetzartikel 3 Abs. 2

Selbstverständlich war es nicht, dass der Gleichberechtigungsartikel in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurde. 1948/49 arbeiteten 65 Männer und Frauen im Parlamentarischen Rat an einer demokratischen Verfassung für den neuen deutschen Staat. Den wenigen Frauen im Parlamentarischen Rat – Dr. Elisabeth Selbert, Frieda Nadig, Helene Weber und Helene Wessel – als den „Müttern des Grundgesetzes“ ist es zu verdanken, dass unsere Verfassung Frauen die volle Gleichberechtigung garantiert.

 

Nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurde 1992 eine Gemeinsame Verfassungskommission zu Überarbeitung des Grundgesetzes eingesetzt. Politisch engagierte Frauen und Frauenverbände thematisierten hier die immer noch herrschenden Defizite in Sachen Gleichberechtigung. Sie forderten die konsequente Anstrengung aller politischen Kräfte zur Umsetzung von Artikel 3, Abs. 2. Nach langen Diskussionen wurde 1994 der Gleichberechtigungsartikel im Grundgesetz um einen Zusatz ergänzt:

 

„Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

 

Eine aktive Gleichstellungspolitik ist seitdem Verfassungsauftrag.

Festschrift zum Festakt am 15. November 2015

Frauen in Führung - Erfolgreiche Unternehmerinnen in der Region Nordschwarzwald

Immer mehr Frauen entscheiden sich in Deutschland dafür, ein Unternehmen zu gründen – ein Trend, der zum immer höheren Bildungsniveau der Frauen parallel verläuft. Hochqualifizierten Frauen eröffnet die Selbstständigkeit die Chance, ein höheres Einkommen als in abhängiger Beschäftigung zu erzielen sowie die eigene Arbeitszeit flexibler zu gestalten. Mittlerweile wird fast jedes fünfte Unternehmen im deutschen Mittelstand von einer Frau geführt. Rund 730.000 Unternehmen in Deutschland haben eine Frau an der Spitze.

Das Projekt „Frauen in Führung - Erfolgreiche Unternehmerinnen in der Region Nordschwarzwald“ soll zur Förderung weiblicher Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge beitragen, indem es gelungene Wege und unterschiedliche Beispiele hierfür exemplarisch aufzeigt. Zugleich soll es vorhandene Defizite bei der Frauenförderung in Unternehmen und Hindernisse für Frauen auf dem Weg in die Führungsetagen fokussieren.

„Frauen in Führung – Erfolgreiche Unternehmerinnen in der Region Nordschwarzwald“ ist ein Projekt der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Pforzheim, der Wirtschaftsförderung der Stadt Pforzheim und der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, der Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises, den Handwerkskammern Karlsruhe und Reutlingen, der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald und der Sparkasse Pforzheim Calw. Unterstützt wird es von der Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg.

Die Ausstellung „Frauen in Führung“ stellt Unternehmerinnen im Porträt vor, deren Betrieb in der Region Nordschwarzwald und somit in der Stadt Pforzheim bzw. einem der drei Kreise Calw, Enzkreis, Freudenstadt ansässig ist.

Drei Thementafeln informieren Interessierte ganz allgemein über das Thema Frauen in Führung, über das Projekt sowie über selbstständige Unternehmerinnen in der Region Nordschwarzwald. Insgesamt 20 Unternehmerinnen aus Industrie und Handwerk, Handel und Dienstleistung, präsentieren ihre persönlichen Erfolgsgeschichten. Sie haben aus den unterschiedlichsten Beweggründen die unternehmerische Selbständigkeit gewählt. Die insgesamt 20 Ausstellungstafeln verschaffen dem Betrachter oder der Betrachterin einen Überblick über Ideen zur Unternehmensnachfolge und Unternehmensneugründung. Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht dabei mit im Vordergrund.

Frauen in Führung - E-Book zum Download

Frauen in Führung im Reuchlinhaus
Frauen in Führung im Rathaus Mühlacker

25 Jahre Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im Enzkreis

Im Jahr 2012 feierte der Enzkreis 25 Jahre Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und gleichzeitig das 20-jährige Jubiläum der damaligen Amtsinhaberin Martina Klöpfer. 

25 Jahre Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im Enzkreis