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Inhalt

Wildtierbeauftragter

Der Wildtierbeauftrage beantwortet Ihnen gerne Fragen zu den Wildtieren im Enzkreis. Aber auch im Falle eines Konfliktes zwischen Mensch und Tier, steht er Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Die Aufgaben des Wildtierbeauftragten

Wildtiere im Enzkreis

Im Wildtierportal Baden-Württemberg erhalten Sie in sehr gut aufbereiteten Tierprofilen Informationen zu unseren Wildtieren in Baden-Württemberg.

Allgemeines Wissen zum Thema Wildtiere gibt es auch auf den folgenden Internetseiten:


Wildtiere im Siedlungsraum

Wolf

Wolf






Der Wolf in Baden-Württemberg. Fragen und Antworten

Hier PDF Herunterladen

War hier ein Wolf?

https://www.fva-bw.de/fileadmin/user_upload/Abteilungen/FVA-Wildtierinstitut/Riss_Merkblatt_150622_barrierefrei.pdf 

Infofaltblatt Mensch und Wolf

https://www.fva-bw.de/fileadmin/user_upload/Abteilungen/FVA-Wildtierinstitut/Wissenswertes_zum_Wolf_barrierefrei.pdf

Ein Portfolio aller Infomaterialien finden Sie hier:

https://www.fva-bw.de/top-meta-navigation/fachabteilungen/wildtierinstitut/luchs-wolf/infomaterial

Was sollten Bürgerinnen und Bürger beachten?

  • Bei einem Aufeinandertreffen mit einem Wolf begegnen Sie ihm mit Respekt (wie bei anderen Wildtieren auch), halten Sie Abstand und gehen Sie nicht auf die Tiere zu und bedrängen sie diese nicht.
  • Wölfe dürfen auf keinen Fall angelockt oder gar gefüttert werden.
  • Hundebesitzer sollten ihre Tiere im Wald immer an der Leine führen.

Für den Fall, dass ein Wolf ein auffälliges Verhalten zeigt, dass er sich zum Beispiel ohne Scheu Menschen in aggressiver Weise nähert, kann das Tier gefangen oder sogar geschossen werden. Derartige notwendige Maßnahmen können auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes unverzüglich umgesetzt werden. Die naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zum Abschuß eines auffälligen Wolfes erteilt die Höhere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium.

Weitere Informationen

An wen kann ich mich wenden, wenn ich etwas beobachtet habe?

Wer einen Wolf gesichtet zu haben glaubt, kann sich an die Forstliche Versuchsanstalt (FVA) in Freiburg wenden unter Tel. 0761 4018-274 oder per E-Mail an felix.boecker@forst.bwl.de

Wichtig: Bitte geben Sie bei Meldungen Ihre Kontaktdaten (zumindest in Form einer Telefonnummer) an, damit im Falle von Nachfragen mit Ihnen Kontakt aufgenommen werden kann.

Ansprechpartner im Enzkreis ist der Wildtierbeauftragte Bernhard Brenneis, E-Mail Bernhard.Brenneis@enzkreis.de, Tel. 0172 7617624.

Welche Maßnahmen wurden bislang ergriffen?

Im Mai hat das Umweltministerium eine Förderkulisse "Wolfsprävention" eingerichtet. In diesem Gebiet werden Präventions-Maßnahmen zum Schutz vor Schäden durch den Wolf gefördert. Die Förderkulisse umfasst alle Gemeinden, die in einem 30 km-Radius um den Mittelpunkt der von der FVA ausgewerteten Wolfsnachweise im wahrscheinlichen Aufenthaltsgebiet des residenten Einzelwolfes liegen.

Im Enzkreis liegen die Gemeinden Straubenhardt, Engelsbrand und die Stadt Neuenbürg im Wolfsland. In diesem Gebiet erhalten die Halter von Ziegen, Schafen und Gehegewild für vorbeugende Maßnahmen wie z.B. wolfssichere Zäune, Elektrozaungeräte, Erdungsstäbe 90% der Materialkosten erstattet.

Informationen für Nutztierhalter/innen

Zum Herdenschutz gibt es vor allem zwei Möglichkeiten. Dies ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts von Landesschafzuchtverband und NABU-BW.

1. Schutz durch Zäune und Netze

Zäune und Netze sollten folgende Anforderungen erfüllen:
  • Elektrifizierbare Zäune müssen fest im Boden verankert sein und stabil stehen
  • Mindesthöhe 90 cm, die erste stromführende Litze bei max. 20 cm
  • durchgehende elektrische Spannung von mind. 3000 Volt, in diesem Zusammenhang muss auf geeignete Erdung und Weidezaungeräte geachtet werden
  • Festzäune brauchen mind. 120 cm Höhe mit zusätzlichem Untergrabungsschutz
  • Litzensysteme mind. 5 Litzen mit den Höhen 20/40/60/90/120

2. Schutz durch Herdenschutzhunde

Hier sind folgende Hinweise zu beachten:
  • Einweisung durch erfahrenen Halter von Herdenschutzhunden wird empfohlen
  • Einsatz von gut ausgebildeten erwachsenen Hunden
  • Zukauf nur von seriösen Züchtern
  • vor Anschaffung eines Hundes unbedingt beim Veterinäramt Genehmigung einholen

Ersatz von Nutztierrissen durch den Wolf

“Anforderungen für den Ersatz von Nutztierrissen durch den Wolf“

Weitere Informationen

Weitergehende Informationen enthält der 107-seitige Abschlussbericht zum Projekt “Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen in der Weidetierhaltung in Baden-Württemberg“, der auch auf der Homepage des Landesschafzuchtverbandes (www.schaf-bw.de) heruntergeladen werden kann.

Ansprechpartner im Landwirtschaftsamt Enzkreis ist Christian Kutter, Tel. 07231 308-1830, E-Mail Christian.Kutter@enzkreis.de

Wichtig:

Das Umweltministerium erinnert daran, dass im Mai die Übergangsfrist für die Weidetierhalter in der Förderkulisse "Wolfsprävention" endet. Danach wird nur noch entschädigt, wenn die Tiere entsprechend eingezäunt wurden.

Managementplan Wolf

Handlungsleittfaden für Baden-Württemberg

Aktuelles vom Wolf im Nordschwarzwald

Die Geschichte von GW852m

Statusbericht 2022/2023

Wolfsmonitoring in Baden-Württemberg

Wildkatze

Die Wildkatze galt lange Zeit als ausgestorben. Nun kehrt sie zurück und erobert sich ihren Lebensraum zurück.

Wildkatzenmonitoring 2021 Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Unter Federführung des Naturparks Stromberg-Heuchelberg wurde im Frühjahr 2021 ein Wildkatzenmonitoring durchgeführt. Nachfolgend die Ergebnisse:

„Es wurden 38 Gebiete (insgesamt 109 Lockstöcke) verteilt über den gesamten Naturpark Stromberg-Heuchelberg zwischen Januar und März untersucht.

Die über 100 eingegangene Haarproben wurden zur genetischen Analyse an die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) geschickt.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Wildkatze erneut insgesamt siebenmal genetisch nachgewiesen werden konnte.

Erfreulich ist, dass sich die Nachweise auf alle vier Landkreisen verteilen. Darunter auch Gebiete, die in vorherigen Lockstockaktionen keine Nachweise lieferten wie beispielsweise in der Nähe von Oberderdingen, Sersheim oder Michelbach.

Allerdings hat diese Lockstockaktion auch gezeigt, dass die Lebensräume der Wildkatze von verwilderten Hauskatzen (sechs Nachweise) genutzt werden. Das wird durch Haarproben von Haus- und Wildkatzen an denselben oder benachbarten Lockstöcken deutlich. Dass eine Durchmischung von Haus- und Wildkatze in unserer Region vorkommt wird durch drei wahrscheinliche Hybridnachweise in diesen Gebieten erhärtet.“

Wildkatzenbericht

Wildkatzenbericht Baden-Württemberg 2021

Weitere Informationen zur Wildkatze finden Sie hier.

Waldschnepfe

Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) ist eine monotypische Vogelart aus der Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae). Sie ist etwa haustaubengroß mit einem

gedrungenen Körper, einem langen geraden Schnabel und kurzen Beinen. Das Gefieder ist braun, schwarz und weiß gemustert. Durch die Tarnung ist die Waldschnepfe, deren Lebensraum reich gegliederte Laub- und Mischwälder sind, im Freiland nur schwer auszumachen.

Sie trägt den Beinamen Der Vogel mit dem langen Gesicht. (Quelle: Wikipedia)

Waldschnepfenmonitoring

2023

Zwischen 1. Mai und 30. Juni findet zum vorerst letzten Mal die Kartierung der Waldschnepfe in Baden-Württemberg statt. Wie bereits in den letzten Jahren koordiniert das FVA-Wildtierinstitut die Erfassung im Citizen Science-Format. Dank dem Mitwirken einer Vielzahl an Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler hat sich die Kartierung in den letzten Jahren zu einem echten Erfolg entwickelt. Mit den gewonnenen Daten und Erfahrungen wird bis Jahresende ein Konzept fertiggestelllt, das die Grundlage für ein landesweites Monitoring liefern soll. Zunächst steht jedoch die letzte Kartiersaison des Projekts Methodenentwicklung für ein landesweites Waldschnepfen-Monitoring bevor.

An die Ergebnisse des letzten Jahres (über 300 kartierte Standorte) wollen wir anknüpfen und suchen deshalb erneut nach motivierten Teilnehmenden für die Kartierung 2023. Im Anhang schicke ich Ihnen eine Kurzübersicht zur Erfassung. Bitte nutzen Sie ihr Netzwerk vor Ort, um auf die Kartierung aufmerksam zu machen. Die Teilnahme steht allen Naturbegeisterten offen und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse.

Die Anmeldung zur Kartierung ist bis zum 20. April möglich. Details zum Ablauf und zur Anmeldung sind auf der folgenden Seite zusammengefasst:

Anmeldung zur Waldschnepfen-Kartierung 2023 - Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt BW (fva-bw.de)

Walschnepfenmonitoring 2023

2022

Waldschnepfenmonitoring 2022

2021

In Baden-Württemberg sind insgesamt rund 300 Flächen bearbeitet worden. Auf ca. 60% wurden Waldschnepfen nachgewiesen. Im Vergleich zum Jahr 2020 (67%) ist das ein leichter Rückgang. Noch lässt sich nicht sagen, dass die Balzaktivität dieses Jahr geringer ausgefallen ist. Gut möglich, dass in diesem Jahr „schlechtere“ Flächen kartiert wurden oder die Witterungsbedingungen einen Einfluss auf die Zählergebnisse hatten. Insbesondere bei den Zählungen dürfte sich das schlechte Wetter bemerkbar machen. Es gab vermehrt Fälle, bei denen nur eine Zählung pro Fläche durchgeführt worden ist weil der zweite Termin ins Wasser fiel. Auch wurde teilweise bei ungünstigeren Bedingungen kartiert was dann vermutlich dazu geführt hat, dass nur bei 50% aller Zählungen Waldschnepfen beobachtet worden sind. 2020 waren es immerhin noch 58% der Zählungen.

Zusätzlich zu der Karte nachfolgend noch ein paar Zahlen (in Klammer jeweils der Wert aus 2020):

  • Flächen bearbeitet 14 (6)
  • Flächen mit mindestens einem Nachweise 11 (3)
  • Flächen ohne Nachweis 3 (3)
  • Durchgeführte Zählungen 40 (12)
  • Zählungen mit mindestens einem Nachweis 22 (6)
  • Zählungen ohne Nachweis 18 (6)
  • Anzahl der notierte Waldschnepfenbeobachtungen 104 (29)

Waldschnepfenberichte


 

Feldhase

Der Feldhase ist in ganz Baden-Württemberg anzutreffen.

Er ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger und verbringt seine Ruhephasen in sogenannten „Sassen“.

Das sind leichte Vertiefungen im Boden.

Leider wird seit vielen Jahren eine starke Abnahme der Feldhasen festgestellt.

Dieser Rückgang hat verschiedene Ursachen:

Massive Lebensraumveränderungen vor allem durch die Intensivierung in der Landwirtschaft haben zu dramatischen Bestandesrückgängen geführt.

Mangelnde Nahrung und fehlende Deckungsstrukturen wie Hecken, Gebüsche, Brachflächen erschweren das Überleben der Feldhasen.

Bei vielen Räubern und sinkender Hasenpopulation erhöht sich der Einfluss der sogenannten Prädatoren enorm.

Im Rahmen des Projektes „Allianz für Niederwild“ wird versucht, in der  nationalen und internationalen Agrargesetzgebung Rückzugsräume für Nahrung und Deckung zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Dazu gehört auch ein Monitoring mittels Scheinwerferzählung, um genauere Daten über die Population zu erhalten.

Feldhasenzählungen

Feldhasenzählung 2023

Feldhasenzählung 2020

Feldhasenzählung 2019

Aktionen zum Feldhasen

Osteraktion 2022

Wildtierberichte

Der Wildtierbericht ist ein umfangreiches Nachschlagewerk zu 46 Wildtierarten, deren Lebensräume, der Wildtierforschung und des Wildtiermonitorings in Baden-Württemberg.

Hier finden Sie den aktuellen und alle Wildtierberichte der vergangenen Jahre.

Wildtiermonitoring für den Enzkreis 2018

Es wurden 33 Meldungen im Enzkreis von der zuständigen Stelle, der FVA in Freiburg-Forstliche Versuchs-und Forschungsanstalt- überprüft und nach internationalen Kriterien ( SCALP) bewertet.

Alle Vorkommnisse werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und wie folgt gesondert in Kuchendiagrammen dargestellt:

Hier sehen Sie die Verteilung von insgesamt 33 Meldungen bezogen auf die Wildart.

Hier sehen Sie die Verteilung von insgesamt 33 Meldungen bezogen auf die Wildart

Hier sehen Sie die Verteilung von 27 Wolfsmeldungen

Hier sehen Sie die Verteilung von 27 Wolfsmeldungen.

Hier sehen Sie die Verteilung von 10 Rissmeldungen

Hier sehen Sie die Verteilung von 10 Rissmeldungen

Ein eindeutiger Nachweis für einen Wolf (C1) konnte durch eine DNA-Analyse am 08. Januar 2018 in Wiernsheim erbracht werden.

Bei den 10 vermeintlichen Wolfsrissen konnte festgestellt werden, dass 5 eindeutig von wildernden Hunden verursacht wurden.

Einen eindeutigen Nachweis für eine Wildkatze gab es leider durch einen Totfund am 02.09.2018 im Bereich Stromberg. 

Veranstaltungen zum Thema Wildtiere


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