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RADVERKEHR

Das Radnetz des Enzkreises verfügt über flächendeckende Verbindungen, welche auf einzelnen Strecken noch nicht oder nur teilweise ausgebaut sind.Die aktive Förderung des Radverkehrs durch eine systematische Verbesserung der Radinfrastruktur und den Ausbau des Radwegenetzes hat im Enzkreis eine langjährige Tradition. Die Erfolge der bereits im Jahr 2001 eingerichteten Radwegekommission, in der Fraktionsvertreter des Kreistages, Vertreter der Polizei und gegebenenfalls der Kommunen, Mitglieder des Landratsamtes und des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie der Fahrradverbände vertreten sind, sind in der im Juli 2015 neu erschienen Radwanderkarte Enzkreis/Stadt Pforzheim dokumentiert.



Radschnellverbindung
Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen (Enz) Stand: Juni 2019

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Konzeption und Umsetzung von Radschnellverbindungen und fördert lokale Machbarkeitsuntersuchungen zu potenziell geeigneten Radschnellverbindungen mit einer Förderquote von 80 %. Zuwendungen für die Durchführung von Machbarkeitsuntersuchungen werden dabei nur gewährt, wenn nachgewiesen wird, dass es sich bei der vorgesehenen Radschnellverbindung um eine potenziell wichtige Verbindung handelt, bei der ein großes Verlagerungspotenzial vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf den Radverkehr erzielt werden kann und ein hohes Aufkommen an Alltagsradverkehr zu erwarten ist.

Im Enzkreis trifft dies für den Korridor Pforzheim - Mühlacker – Kreisgrenze und im weiteren Verlauf bis Vaihingen/Enz zu. Die Trasse wurde im Auftrag der Stadt Pforzheim, des Landkreises Ludwigsburg und des Enzkreises untersucht.

Mit der Erarbeitung dieser Machbarkeitsstudie knüpfen die Projektpartner klar an die Strategie der letzten Jahre an und setzen ein starkes Signal für die Radverkehrsförderung in der Region und in Baden-Württemberg.
Mit Pforzheim, Niefern-Öschelbronn, Mühlacker, Illingen und Vaihingen/Enz sind fünf Kommunen direkt beteiligt. Die Streckenfindung, die Festlegung der Bewertungskriterien sowie die daraus resultierende Wahl der Vorzugstrasse fanden in mehreren Beteiligungsrunden unter Beteiligung der betroffenen Akteure, insbesondere den Kommunen statt.

Für die Vorzugstrasse wurden Maßnahmen entsprechend der landesweiten Qualitätsstandards konzipiert und deren Kosten für Bau, Planung sowie möglichen Grunderwerb abgeschätzt. Entsprechend der Gesamtlänge von rd. 24 km und Gesamtkosten von rd. 26,2 Mio. Euro beträgt der durchschnittliche Kostensatz im Zuge der Trasse Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen/Enz 1,09 Mio. Euro je Kilometer.

Radschnellverbindungen bedeuten i.d.R. einen hohen Investitionsaufwand, weshalb die Anlage erst ab einem mittleren Wert von durchschnittlich circa 2.000 Nutzern pro Tag als sinnvoll erachtet wird.

Unter Berücksichtigung verschiedener Annahmen kann von einem Potenzial der Radschnellverbindung Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen (Enz) zwischen 700 und 2.300 Radfahrenden ausgegangen werden.

Laut Machbarkeitsstudie lässt sich grundsätzlich eine Empfehlung zur Realisierung der Radschnellverbindung ableiten. Diese sollte zwischen den beiden zentralen Orten Pforzheim und Mühlacker - ggf. in einer ersten Stufe nur bis Niefern-Öschelbronn - den Radschnellverbindungsstandard erhalten.

Den Abschlussbericht zur Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen/Enz finden Sie hier