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Der Enzkreis liegt im Herzen Baden-Württembergs
Der Enzkreis liegt im Herzen Baden-Württembergs
Er ist begehrter Wirtschaftsstandort und beliebter
Wohnplatz zugleich.
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Leitbild für den Enzkreis

Zielkaskade
Zielkaskade

Das Leitbild des Enzkreises wurde in seiner ursprünglichen Form 2001 vom Kreistag beschlossen. 2007 wurde die aktuelle Fassung verabschiedet, da die Verwaltungsstrukturreform 2005 und die zunehmenden Herausforderung aufgrund der demografischen Entwicklung eine Fortschreibung notwendig machten.

Die aktuelle Fassung beinhaltet die Präambel, in der wichtige Grundlagen festgehalten sind, sowie die zehn Zielfelder, in denen der Enzkreis aktiv ist.

Präambel

Der Enzkreis, 1973 im Zuge der Kreisreform aus den ehemaligen Landkreisen Pforzheim, Vaihingen, Leonberg und Calw entstanden, liegt mit seinen 28 Städten und Gemeinden auf einer Fläche von 574 Quadratkilometern im Herzen Baden-Württembergs. Zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Karlsruhe leben hier nahezu 200.000 Menschen. Die Stärke des Enzkreises liegt in seiner Vielfalt. Der Enzkreis ist begehrter Wirtschaftsstandort und beliebter Wohnplatz. Dazu trägt auch sein kultureller und landschaftlicher Reichtum bei.

Der ökonomische und der strukturelle Wandel in unserer Gesellschaft beeinflussen nachhaltig Politik und Verwaltung eines Landkreises. Am Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir vor tiefgreifenden Veränderungen und vielfältigen neuen Herausforderungen.

Das Leitbild für den Enzkreis will deshalb Weichen stellen und Raum geben, sich frühzeitig auf wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen einzustellen, durch innovative und kreative Ideen neue Entwicklungen in Gang zu setzen und zukunftsorientiert zu handeln. Es richtet sich in erster Linie an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung.

Das Leitbild für den Enzkreis will auch die Einwohner des Kreises einbeziehen. Es schafft Transparenz über Aufgaben und Selbstverständnis des Enzkreises. Mit diesem Beitrag zum „Wir“-Gefühl sind alle Beteiligten eingeladen, an der Gestaltung der Zukunft des Enzkreises mitzuwirken.

Mit dem Leitbild für den Enzkreis gibt der Kreistag des Enzkreises sich und der Verwaltung einen Handlungsrahmen für die Zukunft. Er fühlt sich ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet. Sein Planen und Handeln dient dem Ziel, die Lebenswelt der Menschen im Kreis positiv mitzugestalten und zu verbessern.

Basis für das gemeinsame handeln sind die Werte unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Wir wollen jeden Menschen in seiner Eigenheit akzeptieren und ihn als vollwertiges Glied unserer Gesellschaft anerkennen, unabhängig von seiner kulturellen oder sozialen Herkunft und seinen geistigen und körperlichen Fähigkeiten.

Das Leitbild für den Enzkreis folgt dem Grundsatz der Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit im Enzkreis bedeutet „Lebensvielfalt in einer gesunden Umwelt“. Sie zu fördern und weiterzuentwickeln, einen intakten Lebensraum für künftige Generationen zu erhalten, ist Ziel und Verpflichtung.

Der Kreistag hat das Leitbild für den Enzkreis in seiner ursprünglichen Form am 5. November 201 beschlossen. Die Verwaltungsstrukturreform in Baden-Württemberg zum 1. Januar 2005 sowie die zunehmenden Herausforderungen im Zuge der demografischen Entwicklung machten es notwendig, das Leitbild fortzuschreiben. Der Kreistag hat diese Fassung am 23. Juli 2007 verabschiedet.

Der demografische Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit und betrifft nahezu alle Handlungsfelder der Kreispolitik. Kreistag und Verwaltung wollen hierzu fachübergreifende Konzepte entwickeln und Maßnahmen umsetzen, die sich an der Lebenssituation der Menschen und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Altersgruppen orientieren.

Die Verwaltungsstrukturreform unter dem Motto „Leistungsstark und bürgernah – Baden-Württemberg schafft die moderne Verwaltung des 21. Jahrhunderts“ bedeutet für uns eine besondere Verantwortung in der Wahrnehmung staatlicher Verwaltungsaufgaben.

Das Leitbild für den Enzkreis ist ein Auftrag zum Handeln. Für seine Umsetzung sind Weitblick, Fortschrittlichkeit und zukunftsorientierte Arbeit erforderlich, sind Visionen gleichermaßen von Bedeutung wie pragmatische Entscheidungen im Einzelfall. Das erfordert Flexibilität, Anstrengung, Mut und Fantasie und schließt die Bereitstellung ausreichender personeller und finanzieller Ressourcen ein.

Das Leitbild für den Enzkreis formuliert in zehn Kapiteln grundsätzliche Zielsetzungen. Es ist Aufgabe des Kreistags und der dort vertretenen politischen Gruppierungen, der Verwaltung, aber auch der Einwohner, auf dieser Grundlage einzelne Handlungsfelder abzuleiten und konkrete Projekte umzusetzen. Das Leitbild für den Enzkreis ist in diesem Sinne dynamisch und bei Bedarf fortzuschreiben.


gezeichnet


Winfried Scheuermann
Fraktionsvorsitzender CDU

Jochen Protzer
Fraktionsvorsitzender SPD

Karlheinz Oehler
Fraktionsvorsitzender FDP

Frank Kreeb
Fraktionsvorsitzender FWV

Gerda Langohr
Graktionsvorsitzende Bündnis '90/Die Grünen

Karl Röckinger
Landrat

Landkreis mit Zukunft

Mit unseren Gemeinden ergänzen wir uns in der Aufgabenerfüllung und entwickeln neue Ansätze der Zusammenarbeit.

Wir stellen uns der Verantwortung in der Zukunftsregion Nordschwarzwald und kooperieren mit allen Nachbarkreisen, insbesondere der Stadt Pforzheim.

Wir setzen uns für eine Angleichung der Strukturen von Verbänden und Organisationen an den Verwaltungsgrenzen ein (zum Beispiel Sportkreise, Sängerkreise, Handwerkerschaften).

Der europäische Gedanke und die Pflege unserer Partnerschaften in Europa (Provincia di Reggio Emilia/Italien; Mysłowice, Imielin, Chelm Słaski/Polen; Komitat Györ-Moson-Sopron/Ungarn) haben für uns einen hohen Stellenwert.

Wir unterstützen den internationalen Jugendaustausch (zum Beispiel Internationales Jugendcamp, Sprachkurse und Berufspraktika).

Der Kreistag gibt die politischen Leitlinien und langfristigen Ziele vor. Er lässt dem Landrat und der Verwaltung bei der Umsetzung angemessenen Gestaltungsspielraum.

Durch eine solide Haushaltspolitik, insbesondere die Vermeidung und den Abbau von Schulden, schaffen wir finanzielle Spielräume für neue Aufgaben und eine Basis für künftige Generationen.

Rechtzeitige und umfassende gegenseitige Information, auch durch Einsatz neuer Medien, sind Grundlage und Voraussetzung unserer Zusammenarbeit.

Wir unterstützen frauenspezifische Maßnahmen (zum Beispiel Frauen in Führungspositionen) und die Aspekte der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Gleichstellungspolitik sehen wir als Querschnittsaufgabe. Die Geschlechterperspektive soll in alle Politikfelder und Verwaltungsbereiche einbezogen werden, um die unterschiedlichen Situationen, Prioritäten und Bedürfnisse von Frauen und Männern auf allen Ebenen systematisch und im Vorfeld zu berücksichtigen (Gender Mainstreaming).

Kreistag und Verwaltung gestalten ihr Handeln transparent (zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerinformation) und nutzen moderne Kommunikationstechniken.

Wir wollen die Einwohner in wichtige Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Kreistag und Verwaltung sehen sich als „lernende Organisation“. Wir wollen Aufgabenerfüllung, Bürgerfreundlichkeit, Mitarbeiterzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen.

Das Landratsamt ist ein moderner Dienstleister und bezieht private und gemeinnützige Leistungserbringer in die Aufgabenerledigung ein (zum Beispiel in den Bereichen Soziales, Jugend, Schule, Abfallwirtschaft).

Wir erhalten unsere Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit, indem wir für motivierende Rahmenbedingungen für unsere älter werdende Belegschaft sorgen. Wir bieten gleichzeitig jungen Menschen eine Perspektive für eine berufliche Zukunft beim Landratsamt Enzkreis.

Der Enzkreis erhält den Wert und die Funktionsfähigkeit seiner Liegenschaften durch eine nachhaltige Gebäudeunterhaltung und achtet auf barrierefreie Zugänge.

Bürgergesellschaft

Bürgerschaftliches Engagement, auch von Unternehmen, fördern wir als Möglichkeit der solidarischen und selbstverantwortlichen Mitgestaltung der Bürgergesellschaft.

Wir setzen uns für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen des Ehrenamtes und der Freiwilligenarbeit ein (zum Beispiel durch Unterstützung bei der Mittelbeschaffung) und sorgen für die notwendige Anerkennung.

Wir initiieren und begleiten vielfältige Projekte und Prozesse im Rahmen der lokalen Agenda 21 auf Kreis- und Gemeindeebene.

Stiftungen und Sponsoring sind für uns ein besonderes Zeichen bürgerschaftlichen Engagements.

Bildung

Als aktiver Schulträger sorgen wir für eine bedarfsgerechte Vielfalt des Bildungsangebots an den kreiseigenen Schulen und in Zusammenarbeit mit weiteren kommunalen sowie privaten Schulträgern.

Wir unterstützen die Grund-, Haupt- und Realschulen auf ihrem Weg zu mehr Eigenverantwortlichkeit und einer an den Bedürfnissen des einzelnen Schülers orientierten Qualitäts-entwicklung. Dabei stehen wir sowohl Schulträgern als auch Schulleitern beratend zur Seite. Wir achten auf eine angemessene Unterrichtsversorgung.

Mit bedarfsgerechten Förderangeboten und integrativen Konzepten unterstützen wir sowohl benachteiligte als auch behinderte Kinder (zum Beispiel an den Förderschulen in Königsbach-Stein und Pforzheim, an Schulen für Geistigbehinderte in Ispringen und Pforzheim sowie an den Schulen für Körperbehinderte in Langensteinbach und Pforzheim).

Dabei richtet sich unser Augenmerk auf die gemeinsame Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung und auf den beruflichen Übergang, wenn möglich, auf den „ersten Arbeitsmarkt“. Für stärker behinderte Kinder und Jugendliche haben wir den Übergang in beschützte Arbeitsplätze im Blick.

Wir nehmen unsere Verantwortung für die berufliche Bildung wahr (zum Beispiel durch eine zeitgemäße sächliche Ausstattung und durch ein ständiges Bemühen um die Beschulung benötigter Berufe). Unsere beruflichen Schulen stehen den Fortbildungsnotwendigkeiten der Wirtschaft offen.

Wir fördern den Einsatz zeitgemäßer Medien an Bildungseinrichtungen und betreiben dafür das Medienzentrum Pforzheim-Enzkreis.

Wir brauchen ein breites und anspruchsvolles Angebot in der Erwachsenenbildung (zum Beispiel an den Volkshochschulen).

Wir setzen auf Bildungskooperationen zwischen Eltern, Schulen, der Jugendhilfe, der offenen Jugendarbeit, Betrieben, Vereinen und freien Trägern.

Wir achten auf bedarfsgerechte Unterbringung unserer Schülerinnen und Schüler und sorgen für eine zeitgemäße Ausstattung.

Kultur

Das UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn steht beispielhaft für die Bedeutung der Kultur im Enzkreis.

Wir unterstützen die kulturelle Vielfalt in unseren Gemeinden und beteiligen uns insbesondere an gemeindeübergreifenden und regionalen Aktivitäten (zum Beispiel Nordschwarzwaldmuseum Neuenbürg, Konzertreihen und Ausstellungen, Kulturzentren in Mühlacker und Remchingen, Faustmuseum Knittlingen).

Die Vernetzung der örtlichen Kulturangebote auf Kreisebene ist eine wichtige Methode zu deren Förderung.

In Ergänzung zu den angeboten von Vereinen und privaten Einrichtungen vor Ort unterstützen wir die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen im musischen und gestalterischen Bereich.

Unser Verständnis einer lebendigen Kultur schließt auch die Heimat- und Denkmalpflege und Kunstförderung (zum Beispiel Kunstsammlung des Enzkreises) mit ein. Dabei kommt der Pflege der örtlichen Archive, des Archivs des Enzkreises und damit der regionalen und örtlichen Geschichte grundlegende Bedeutung zu.

Förderung und Integration

Wir knüpfen ein leistungsfähiges soziales Netz mit innovativen individuellen und bedarfsorientierten Leistungen.

Wir setzen auf wohnortnahe Angebote, umfassende Prävention sowie frühzeitige und gezielte Förderung und Entwicklung persönlicher Fähigkeiten.

Gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln wir zukunftsfähige und tragfähige Strukturen für bedarfsgerechte und flexible Angebote in der Behindertenhilfe (zum Beispiel ambulant betreutes Wohnen mit individuellen Betreuungsleistungen, erweiterte Entwicklungsförderung für Kinder und Jugendliche in Form von Nachmittagsbetreuung).

Durch den Ausbau verlässlicher Angebote zur Familienentlastung werden die Selbsthilfekräfte der Familien gestärkt.

Wir unterstützen die Integration von Ausländerinnen und Ausländern, Aussiedlerinnen und Aussiedlern (zum Beispiel durch Sprachförderung in Kindergärten, Programm SoBit für junge Aussiedler), um die gesellschaftliche Einbindung des wachsenden Bevölkerungsanteils mit Migrationshintergrund zu verbessern.

Wir fördern wohnortnahe Unterstützungsangebote in sämtlichen Lebensbereichen wie Wohnen, Arbeiten und Freizeit für Menschen mit Behinderung.

Wir unterstützen die Vernetzung und Weiterentwicklung der ambulanten sozialpsychiatrischen Versorgung für psychisch kranke Menschen.

Kinder, Jugend, Familie und Senioren

Wir übernehmen Verantwortung für Jugendliche, die keinen Einstieg in das Berufsleben finden.

Wir setzen auf ein breites Spektrum und vielfältige Formen der Jugendarbeit und unterstützen innovative Projekte (zum Beispiel über den Jugendfonds Enzkreis).

Jugendarbeit ist auch ein wichtiger Baustein in der politischen Bildung und der Vorsorge gegen Radikalismus.

Wir fördern die offene Jugendarbeit in den Gemeinden (zum Beispiel Jugendpflegeleasing, Personalkostenzuschüsse).

Wir wollen Kinder und Jugendliche an sie betreffenden Entscheidungen beteiligen (zum Beispiel durch Jugendhearings).

Der erzieherische Jugendschutz ist eine wichtige Ergänzung der Jugendarbeit (zum Beispiel Jugendmedienschutz).

Wir stärken Eltern, Kinder und Jugendliche mit Angeboten zur Sucht- und Gewaltprävention in Kindergärten, Schulen und Vereinen.

Wir unterstützen die Familien in ihrer Verantwortung für Erziehung und Bildung und tragen dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung. Bei Bedarf leisten wir geeignete individuelle Hilfen vorrangig im ambulanten Bereich, wo nötig aber auch außerhalb des Elternhauses.

In Zusammenarbeit mit Gemeinden und freien Trägern setzen wir auf differenzierte Tagesbetreuungsangebote für Kinder.

Wir treten für eine gewaltfreie und werteorientierte Erziehung ein und fördern Bildungsangebote für Eltern und werdende Eltern (zum Beispiel im Haus der Familie und in Volkshochschul-Angeboten). Der Schutz von Kindern vor Gewalttaten hat für uns eine hohe Bedeutung, auch in Zusammenarbeit mit freien Trägern.

Wir kümmern uns um die Erhaltung der Selbstständigkeit im alter und bauen auf die Kenntnisse und Erfahrungen älterer Menschen.

Wir unterstützen den Ausbau flexibler ambulanter Angebote, damit Menschen im Alter auch bei Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld leben können (zum Beispiel Wohnberatung, DemenzZentrum, Beratungsstellen für Hilfen im Alter).

Wir sorgen für wohnortnahe Pflegeheimplätze einschließlich Kurzzeit- und Tagespflege und unterstützen alle Bemühungen, Pflegekräfte – auch für die Pflege zu Hause – zu gewinnen.

Wir begleiten die Entwicklung neuer Wohnformen für das Leben im Alter (zum Beispiel für Mehrgenerationenwohnen).

Zur Erhaltung einer größtmöglichen Selbstständigkeit setzen wir uns für eine barrierefreie Infrastruktur ein.

Gesundheit und Verbraucherschutz

Wir streben eine ganzheitliche, regionale Gesundheitspolitik in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten des Gesundheitswesens an.

Die Enzkreis-Kliniken (Krankenhäuser Mühlacker und Neuenbürg, Geriatrische Rehabilitationsklinik Mühlacker) entwickeln wir im Verbund mit unseren Partnern in der Regionalen Kliniken Holding Neckar-Schwarzwald GmbH zu modernen Gesundheitszentren (zum Beispiel durch Integration ambulanter Angebote und einen Neubau am Standort Neuenbürg).

Wir sichern durch wirtschaftliches und qualitätsbewusstes Handeln eine wohnortnahe Versorgung durch die Enzkreis-Kliniken.

Wir tragen Mitverantwortung für das Kinderzentrum Maulbronn (Spezialklinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie).

Wir sorgen für differenzierte Präventions- und Beratungsangebote (zum Beispiel Aidsberatung, Selbsthilfegruppen).

Wir setzen auf Gesundheitsförderung und Prävention, um die Selbstständigkeit zum Beispiel im Alter zu fördern und zu erhalten.

Wir übernehmen Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Gewerbe und treffen im Sinne eines ökologischen Fortschritts und einer sozialen Verantwortung Vorsorge für den sicheren Betrieb von gewerblichen Anlagen.

Regionale Lebensmittel aus nachhaltiger Produktion garantieren uns Qualität und Lebensmittelsicherheit.

Tierartgerechte Haltungsformen und umweltgerechte pflanzliche Erzeugung sind Voraussetzung für eine nachhaltige Erzeugung.

Wir unterstützen die Entwicklung existenzfähiger landwirtschaftlicher Betriebe, unter anderem bei der Vermarktung (zum Beispiel Bauernmärkte, regionale Produkte in der Gastronomie und in Kreiseinrichtungen, Projekt PLENUM Heckengäu).

Umwelt

Zur Förderung des Umweltbewusstseins setzen wir auf Umweltbildung und beziehen dabei vor allem junge Menschen ein.

Für eine ökologisch orientierte Landschaftsentwicklung setzen wir auf die Partnerschaft zwischen Naturschützern und Naturnutzern, den Gemeinden sowie der Land- und Forstwirtschaft.

Die artenreiche, kleinstrukturierte Kulturlandschaft in Stromberg, Heckengäu, Schwarzwald und Kraichgau wollen wir für Mensch und Tier erhalten und befürworten einen sanften Tourismus.

Wir setzen uns mit den Gemeinden für Biotopvernetzung und Landschaftspflege ein (zum Beispiel Erhaltung von Trockenmauern und Obstbaumwiesen) und entwickeln Konzepte zum Arten-, Biotop- und Bodenschutz.

Wir beteiligen uns an der Weiterentwicklung der Naturparke Stromberg-Heuchelberg und Schwarzwald Mitte/Nord sowie der umfangreichen unter Schutz gestellten Flächen (zum Beispiel NATURA 2000, Naturschutzgebiete) und berücksichtigen dabei Entwicklungsperspektiven für die betroffenen Gemeinden.

Wir gewährleisten einen flächendeckenden Grundwasserschutz und befürworten die Versorgung mit Trinkwasser in kommunaler Verantwortung.

Naturnahe Gewässer wollen wir erhalten oder wiederherstellen, und wir leisten einen Beitrag zum Hochwasserschutz (zum Beispiel durch Rückhalteräume).

Im Hinblick auf den beginnenden Klimawandel und die absehbare Erschöpfung der fossilen Energievorkommen setzen wir uns für die Verwendung erneuerbarer Energien aus der Region wie Wasserkraft, Erdwärme, Biomassen und Sonnenenergie ein.

In kreiseigenen Liegenschaften wollen wir den Einsatz erneuerbarer Energien weiter vorantreiben (zum Beispiel Holzpelletheizung in der Kreisberufsschule in Mühlacker).

Für das Landratsamt Enzkreis streben wir eine Reduktion der CO2-Emissionen um 25 Prozent bis 2020 und Klimaneutralität bis 2050 an.
CO2 soll wo möglich
  1. vermieden
  2. vermindert
  3. ausgeglichen (kompensiert)
werden.

Wir stellen Holz aus artenreichen Wäldern als nachwachsenden Rohstoff und zur Energiegewinnung zur Verfügung.

Wir fördern die positiven Auswirkungen des Ökosystems Wald auf Wasser, Boden, Klima, Luft sowie Pflanzen und Tiere.

Wir erhalten den Wald als ortsnahen Erholungsraum, der den unterschiedlichen Bedürfnissen der Besucher angemessen Rechnung trägt.

Wir wollen die haushaltsnahe Entsorgung für die Bürgerinnen und Bürger sichern und Forderungen nach einem fairen Wettbewerb unter kommunaler Gesamtverantwortung unterstützen.

Wir organisieren eine umweltschonende, wirtschaftliche und bürgerfreundliche Abfallwirtschaft und sind auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung für die Beibehaltung unserer Holsysteme (zum Beispiel Grüne Tonne „flach“ und „rund“).

Unsere Entsorgungssysteme entwickeln wir ständig weiter und unterstützen Maßnahmen zur Müllvermeidung (zum Beispiel durch Abfallberatung).

Verkehr und Straßenbau

Wir betreiben eine integrierte Verkehrsplanung und achten dabei auf den alters- und behindertengerechten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

Wir treten für eine weiter Vernetzung des Individualverkehrs mit dem ÖPNV ein.

Durch Verlagerung auf ÖPNV und nicht motorisierten Verkehr wollen wir den motorisierten Individualverkehr reduzieren (zum Beispiel durch Mobilitätsberatung).

Wir sorgen für die Erhaltung und weitere Verbesserung unserer gut ausgebauten Kreisstraßen und beachten dabei ökologische Gesichtspunkte.

Bund und Land fordern wir auf, ihrer Verantwortung für Straße und Schiene gerecht zu werden (zum Beispiel durchgängiger Ausbau der A 8, ausreichende Finanzmittel für die Unterhaltung der Bundes- und Landesstraßen).

Wir optimieren das überörtliche Radwegenetz.

Wir setzen auf Verkehrserziehung (zum Beispiel Jugendverkehrs-schulen, mobile Geschwindigkeitsanzeigen), bauliche Maßnahmen (zum Beispiel Kreisverkehre, Fahrbahnteiler) und Verkehrsüberwachung.

Für die bedarfsgerechte Unterhaltung des klassifizierten Straßennetzes gewährleisten wir einen modernen und wirtschaftlichen Straßenbetriebsdienst.

Für unsere Gemeinden sind wir kompetente Ansprechpartner in Fragen der örtlichen Verkehrsgestaltung (zum Beispiel verkehrsberuhigte Bereiche, Geschwindigkeitsbeschränkungen).

Im Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) sorgen wir für zukunftsorientierte Angebote und attraktive Fahrpreise.

Wir verbessern die Rahmenbedingungen für die Fahrgäste (zum Beispiel Park and Ride (P + R), Übergänge zu anderen Verkehrsträgern, Abstellmöglichkeiten, Ausstattung der Haltestellen, Fahrgastinformationen).

Wir setzen uns für eine verstärkte Nutzung des ÖPNV im Freizeitverkehr ein und sichern damit auch die finanziellen Grundlagen.

Wir sind offen für neue Schienenprojekte und arbeiten mit den Gemeinden zusammen beim Ausbau der Zubringerverkehre.

Bei der Schülerbeförderung setzen wir auch bei zurückgehenden Schülerzahlen auf attraktive Angebote und binden dadurch junge Manchen an den ÖPNV.

Die Zusammenarbeit mit benachbarten Verkehrsverbünden (zum Beispiel durchgängige Fahrkarten) ist mit dem Ziel gleichwertiger Angebote in allen Gemeinden weiter auszubauen. Dabei sind wir offen für eine Neuordnung der Verbundstrukturen.

Wirtschaft, Arbeit und Wohnen

Unsere Gemeinden unterstützen wir bei einer zukunftsorientierten Bauleitplanung, die die Reduzierung des Flächenverbrauchs und den demografischen Wandel besonders berücksichtigt (zum Beispiel Flächenrecycling, Innenentwicklung).

Wir befürworten ökologische Bauweisen im Bestand und beim Neubau (zum Beispiel Solarberechnungen, Information und Beratung von Bauherren).

Die Synergieeffekte der Verwaltungsstrukturreform nutzen wir für die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und verbessern dadurch den Service für die Wirtschaft, die Bürger und die Gemeinden.

Wir führen das Liegenschaftskataster als flächendeckenden und aktuellen Nachweis aller Flurstücke (circa 260.000) und Gebäude (über 125.000) im Enzkreis.

Wir leisten einen Beitrag zur Strukturpolitik für die ländlichen Gebiete.

Wir gestalten ein funktionelles Wege- und Gewässernetz in der Feldflur (zum Beispiel durch den Plan über gemeinschaftliche und öffentliche Anlagen).

Wir verbessern die Lebensbedingungen im Dorf (zum Beispiel durch naturnahe und dorfgerechte Grünzonen sowie Wegeverbindungen).

Wir betreiben aktive Wirtschaftsförderung und setzen auf regionale und interkommunale Zusammenarbeit (zum Beispiel im Rahmen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Zukunftsregion Nordschwarzwald und der Tourismusorganisation).

Durch gezielte Verbesserung der Rahmenbedingungen und die Ansiedlung innovativer und zukunftsorientierter Betriebe sowie Kompetenzzentren (zum Beispiel TeleGIS Innovationscenter Sternenfels) wollen wir bestehende Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen.

Wir brauchen eine enge Verzahlung aller Beteiligten für eine regionale Beschäftigungspolitik.