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Coronavirus: Informationen zur Erkrankung, Schutzmaßnahmen und der Situation im Enzkreis

Um eine Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland zu verzögern und einzudämmen, haben Bund und Land umfangreiche Beschränkungen erlassen. Zentrale Botschaft: die eigenen Sozialkontakte auf ein Minimum reduzieren und Hygienemaßnahmen konsequent einhalten. In Läden und im ÖPNV (Busse & Bahnen) muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.

Die jeweils aktuelle Fassung der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO) finden Sie im Kasten unten rechts "Externe Links".

Unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Corona-Hotline stehen Ihnen Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr, am Dienstag von 8 Uhr bis 18 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 07231/308-6850 bzw. per Mail an corona@enzkreis.de zur Verfügung. 

Auf dieser Seite finden Sie ständig aktualisiert Antworten auf die häufigsten Fragen zu Corona und COVID 19.

Wie ist die Situation bei uns in der Region?

Inzidenz 23-09
Inzidenz 23-09
7 Tage 23-09
7 Tage 23-09

Aktuell gibt es in der Region 31 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19. In Pforzheim wurden seit Beginn der Testungen Anfang März 622 Corona-Fälle registriert, im Enzkreis 828.

Inzwischen gelten 585 Menschen in Pforzheim und 774 im Enzkreis als genesen; sie waren positiv getestet worden. Derzeit noch krank oder infiziert sind in Pforzheim 29 Personen, im Enzkreis 31.

Ab August 2020 stellt das Gesundheitsamt Enzkreis –Stadt Pforzheim monatlich einen Lagebericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie zum Download zur Verfügung.

Den Lagebericht August September können Sie hier downloaden: 

Wo bekomme ich Auskünfte?

Die Hotline des Gesundheitsamts für Fragen zu Virus, Schutz und Erkrankung ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr erreichbar unter der Nummer 07231 308-6850.

Die zentrale E-Mail-Adresse für schriftliche Anfragen aller Art rund um das Corona-Virus lautet corona@enzkreis.de. Bitte geben Sie bei Anfragen Ihre Wohn-Gemeinde und Rückrufnummer an.

Was soll ich tun, wenn ich fürchte, mich angesteckt zu haben?

Zunächst Ruhe bewahren. „Die allermeisten Erkrankungen bei uns verlaufen milde“, sagt Dr. Brigitte Joggerst, Leiterin des Gesundheitsamts. „Wer krank ist, bleibt zu Hause, hat möglichst wenig Kontakt zu anderen Menschen und versucht, sich – wie bei einer Virusgrippe – zu erholen. Nur wer wirklich krank ist und sich nicht selbst versorgen kann, muss stationär ins Krankenhaus.“

Sie kennen eine Person, die positiv getestet wurde? Dann finden Sie weitere Informationen auf dem 

Sie haben selbst Symptome? Dann kann Ihnen vielleicht die 

weiterhelfen.

Wo soll ich in diesem Fall anrufen?

Wenden Sie sich telefonisch an den Hausarzt oder Kinderarzt oder die lokale Corona-Hotline des Gesundheitsamts (Tel. 07231/308-6850), abends und am Wochenende an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. "Gehen Sie in keinem Fall unangemeldet in die Praxis oder in die Notaufnahme der Kliniken. Der Arzt oder das Krankenhaus treffen in einem begründeten Verdachtsfall Vorkehrungen, damit keine anderen Patienten angesteckt werden“, sagt Joggerst.

Was müssen Reiserückkehrer beachten?

Informationen rund um das Thema "Reiserückkehrer" finden Sie auf der entsprechenden Info-Seite des Gesundheitsamts für Reiserückkehrer.

Alternativ können Sie auch oben links in der Box die Seite per Klick auf "Informationen für Reiserückkehrer" öffnen. 

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Die meisten Infektionen werden über die Atemluft übertragen. Die klassische Tröpcheninfektion und eine Ansteckung über Aerosol ist möglich.

Tröpfcheninfektionen sind uns vertraut, dies ist der wichtigste Übertragungsweg der Virusgrippe. Auch Tröpfchen, die SARS-CoV-2 enthalten, werden beim Husten und Niesen ausgestoßen. Sie sind meist größer als 5 Mikrometer, das entspricht dem Durchmesser eines Blutkörperchens. Die Größe und das Gewicht lassen die Tröpfchen schnell absinken, eine Distanz von 1,5 oder 2m überwinden sie nicht.

Aerosole sind feinste, luftgetragene Tröpfchenkerne. Der Durchmesser liegt meist unter 5 Mikrometer. Besonders viele geben wir beim Schreien und Singen ab, einige auch beim normalen Atmen und Sprechen. Aerosole verteilen sich im Raum, eine Übertragung wird auch über 2m und mehr Distanz möglich.

Möglich ist auch die Übertragung über den direkten Kontakt, z.B. beim Händeschütteln. Auch die Oberflächen in der direkten Umgebung von an SARS-CoV-2 erkrankten Menschen sind mit infektionsfähigen Viren kontaminiert. Diese können auf die Hände und von da auf die Schleimhäute des Gesichtes übertragen werden.

Urin enthält kein SARS-CoV-2. Der Stuhlgang infektiöser Menschen kann vermehrungsfähige Viren enthalten, die - beim Verzicht auf gründliches Händewaschen - die Schleimhäute des Gesichtes erreichen.

Welche präventiven Maßnahmen sind sinnvoll?

Wichtigste und effektivste Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung sind:

  1. Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

  2. Kontakte möglichst im Freien pflegen, Innenräume häufig für 3 -5 min durchlüften. Bei raumlufttechnischen Anlagen die Frischluftzufuhr maximieren.

  3. Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn Abstand nicht sicher eingehalten werden kann. Einmalprodukte bei Durchfeuchtung entsorgen, textile Masken bei 60° waschen. Hier finden Sie einen Link zum Gebrauch der Maske:

    https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/alltag-in-zeiten-von-corona/alltagsmaske-tragen.html

  4. Regelmäßiges gründliches Händewaschen, mindestens 30 Sekunden mit Wasser und Seife, insbesondere nach Naseputzen, Niesen, Husten und nach der Toilette.

  5. Husten und Niesen nur in die Armbeuge oder in ein Taschentuch, dieses danach entsorgen.

Die aktuellen Hinweise des Landes Baden-Württemberg zu diesem Thema finden Sie hier.

Wie ist das mit Masken und Mundschutz? Gibt es eine Befreiung von der Maskenpflicht?

Ein Mund-Nasen-Schutz kann andere vor einer Ansteckung durch mich schützen, indem er die Zahl der Tröpfchen in der Atemluft reduziert. Deshalb ist er in Baden-Württemberg in Ladengeschäften, im Bus und in der Bahn vorgeschrieben. 

Dabei sind fünf Punkte zu beachten:

1. Die Bedeckung muss eng anliegen.

2. Der Schutz ist über Mund und Nase zu tragen.

3. Bei Durchfeuchtung wechseln.

4. Beim Tragen nicht daran herumzupfen.

5. Vor dem Anziehen und nach dem Ablegen gründlich die Hände waschen.

Zuverlässiger Eigenschutz bieten nur Atemschutz-Masken, sogenannte FFP2- (oder FFP3-) Masken. Sie werden insbesondere von Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen getragen, die mit Corona-Positiven Menschen zu tun haben.

Für eine Befreiung von der Maskenpflicht aus medizinischer Sicht genügt derzeit ein haus-/fachärztliches Attest, aus dem plausibel die medizinische Begründung der Unzumutbarkeit des Tragens einer nicht-medizinischen Alltagsmaske oder einer vergleichbaren Mund-Nasen-Bedeckung gem. § 3 (1) CoronaVO hervorgeht. Dieses wäre mitzuführen als Nachweis darüber.

Die aktuellen Vorgaben zum Thema Maskenpflicht können Sie auf der Seite des Landes Baden-Württemberg nachlesen.

Weitere Hinweise zur richtigen Verwendung des Mund-Nasen-Schutzes finden Sie hier: 

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/alltag-in-zeiten-von-corona/alltagsmaske-tragen.html

Wie erstelle ich ein Hygienekonzept?

Eine Anleitung zum Erstellen eines Hygienekonzeptes für Ihren Verein oder Ihre Organisation finden Sie hier:

Was kann man sonst noch tun, um Infektionen vorzubeugen?

Die aktuellen Hinweise des Landes Baden-Württemberg zu diesem Thema finden Sie hier:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/sich-vor-corona-schuetzen/

Kinderleicht und auch noch nach Corona wichtig:

Kann man sich über Lebensmittel anstecken?

Eine Übertragung über Lebensmittel ist bisher nicht bekannt. Bei der Zubereitung von Obst und Gemüse sollten dennoch die allgemeinen Hygieneregeln beachtet werden, die gründliches Abwaschen von Lebensmitteln und häufiges Händewaschen während der Verarbeitung beinhalten. Antworten auf häufige Fragen zur Lebensmittelsicherheit finden Sie hier.

Wie werden Erkrankte behandelt?

Ein Medikament gegen COVID-19 gibt es noch nicht. Die Behandlung von Patienten erfolgt zumeist symptomatisch, das heißt entsprechend des Schweregrades der Symptome. Behandelt wird zum Teil mit antiviralen Medikamenten und solchen zur Linderung der Allgemein-Symptome wie Fieber, Husten und Schnupfen. Bei sehr schweren Erkrankungen, die eine Lungenentzündung nach sich ziehen, werden auch Antibiotika eingesetzt und falls notwendig beatmet. „Glücklicherweise ist dies aber nur sehr selten der Fall“, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes.

Ich habe Corona überstanden, wo kann ich Antikörper oder Plasma spenden?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Kriterien für eine Spende von Rekonvaleszenten-Plasma zusammengestellt und eine Liste von Blutspendediensten verlinkt.

Was ist die Aufgabe des Gesundheitsamts?

Das Gesundheitsamt koordiniert in enger Absprache mit den Kliniken, der Rettungsleitstelle und der Ärzteschaft. Es berät die Ärzteschaft sowie die Bürgerinnen und Bürger und unterstützt bei konkreten Maßnahmen, beispielsweise dem Aufbau von Infektpraxen oder Teststellen.

Hauptaufgabe des Gesundheitsamts ist die Nachverfolgung, also der Versuch, Kontaktpersonen zu ermitteln, um so Infektionsketten sehr frühzeitig zu unterbrechen.

Kann mein Haustier an Corona erkranken?

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat häufige Fragen zu diesem Thema zusammengefasst. Diese Informationen finden Sie hier.
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