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Bevölkerungsschutz

Unser Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger vor Schadensereignissen zu schützen, durch welche das Leben oder die Gesundheit der Menschen, erhebliche Sachwert oder die lebensnotwendige Versorgung gefährdet werden könnten.

Unter den Unterteilungen Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz finden Sie weitere Informationen.

Aufsichtsbehörde für das Feuerwehrwesen

Das Sachgebiet Bevölkerungsschutz ist beim Amt für Baurecht, Naturschutz und Bevölkerungsschutz angesiedelt und für die Aufsicht über das Feuerwehrwesen in den Gemeinden und den Betrieben mit Werkfeuerwehr im Enzkreis zuständig.

Jede Gemeinde in Baden-Württemberg hat gemäß Feuerwehrgesetz eine, den örtlichen Verhältnissen entsprechende, leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten. Werkfeuerwehren sind von einem Betrieb zum eigenen Schutz eingerichtet und von der Aufsichtsbehörde anerkannt oder angeordnet, wenn von einem Betrieb eine erhöhte Gefährdung ausgeht.

Feuerwehren im Landkreis:

Feuerwehrtechnische Angelegenheiten

Feuerwehrtechnische Angelegenheiten

Alle feuerwehrtechnischen Angelegenheiten des Landratsamts werden durch das Sachgebiet Bevölkerungsschutz bearbeitet. Dies sind vor allem die Koordination der Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg sowie die Alarmierung und Koordination der Einsätze der Feuerwehren, welche im Enzkreis durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Pforzheim-Enzkreis in Pforzheim durchgeführt werden. Betreiber der Integrierten Leistelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sind das Deutsche Rote Kreuz Pforzheim-Enzkreis, die Stadt Pforzheim und der Enzkreis in gemeinsamer Trägerschaft.

    
Außerdem steht das Sachgebiet Bevölkerungsschutz den Gemeinden bei der Beschaffung von Ausrüstung und bei der Einsatzplanung beratend zur Seite. Die Feuerwehren erhalten für Beschaffungen von Fahrzeugen, Geräten und Baumaßnahmen im Feuerwehrbereich Zuwendungen nach der Verwaltungsvorschrift (VwV Z-Feu) des Innenministeriums und für Feuerwehrfahrzeuge mit überörtlichem Einsatzcharakter noch zusätzlich eine Förderung durch den Enzkreis. Hierunter fallen z. B. Rüstwagen, Großtanklöschfahrzeuge, Drehleitern, etc.


Das Sachgebiet Bevölkerungsschutz steht im ständigen und intensiven Kontakt mit dem Kreisfeuerwehrverband Enzkreis e.V. Dieser hat u. a. die Aufgabe das Feuerwehrwesen zu fördern und die Interessen der Feuerwehren zu vertreten.

Untere Katastrophenschutzbehörde

Als Untere Katastrophenschutzbehörde werden vom Sachgebiet Bevölkerungsschutz Planungen für Großschadenslagen, Krisen- und Katastrophenfälle erstellt und laufend aktualisiert.

Um in diesen Fällen schnell entscheiden zu können, wird im Landratsamt in Pforzheim bei Bedarf ein Verwaltungsstab, bestehend aus den Führungskräften der Verwaltung, eingerichtet. Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, finden regelmäßig Übungen statt. Das entsprechende Pendant auf Seiten der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr bildet der Führungsstab. Dieser verfügt über ständig einsatzbereite Räumlichkeiten mit modernster Technik. Betrieben wird der Führungsstab durch engagierte Mitglieder von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, dem Malteser Hilfsdienst sowie dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr. 

Eine Katastrophe ist rechtlich definiert als ein Unglücksereignis, welches so außergewöhnlich und bedrohend ist, dass alle Maßnahmen unter der einheitlichen Führung der Katastrophenschutzbehörde stattfinden müssen. Aber auch schon unterhalb dieser Schwelle gibt es Großschadensereignisse und Krisensituationen bei denen die vorbereiteten Maßnahmen für Katastrophen hilfreich und zielführend sind.

 Zum einen werden Vorbereitungen für das interne Krisenmanagement des Landratsamts getroffen, andererseits werden aber auch die Gemeinden und die Organisationen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr bei Ihren Planungen unterstützt.

Katastrophenschutz

Das Sachgebiet Bevölkerungsschutz hat die Aufgabe vorbereitende Maßnahmen für große Schadenslagen und Katastrophen zu treffen. In Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, den Hilfsorganisationen, dem THW und der Bundeswehr werden entsprechende Pläne konzipiert und diese anhand von Übungen (Stabsrahmenübungen und Vollübungen) getestet. Während Stabsrahmenübungen als Planübungen ohne übende Einheiten durchgeführt werden, werden bei Vollübungen Patienten und dergleichen realistisch dargestellt und die Einheiten üben dementsprechend „echt“.


Die wichtigsten Ziele des Katastrophenschutzes sind der Schutz von Leib und Leben von Mensch und Tier, die Sicherung von Sachwerten mit erheblicher Bedeutung sowie die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung und der Schutz der Umwelt.

Im Auftrag des Landratsamtes bilden die Hilfsorganisation sogenannte Module. Es besteht die Möglichkeit, dass in Einsatzsituationen, in denen die Kapazitäten des regulären Rettungsdienstes überstiegen werden, diese Module einzeln oder als gesamte Einsatzeinheit alarmiert werden. Während das Modul „Erstversorgung“ die rasche medizinische Versorgung von mehreren Patienten übernimmt und durch die Komponente „Transport“ deren Einlieferung in ein Krankenhaus ermöglicht wird; kümmert sich das Modul „Betreuung“ um Betroffene, die körperlich unverletzt sind. Ergänzend unterstützt das Modul „Führungsgruppe“ mittels eines Einsatzleitwagens den Leitenden Notarzt und den Organisatorischen Leiter vor Ort und übernimmt den Funkverkehr, die Dokumentation sowie weitere übertragene Aufgabe. Die Komponente „Technik und Sicherheit“ kümmert sich um Aufträge wie Beleuchtung und Stromversorgung an der Einsatzstelle

Zivil-militärische Zusammenarbeit

Im Sachgebiet Bevölkerungsschutz werden auch die Militärangelegenheiten des Enzkreises bearbeitet. Hierzu gehören vorwiegend die Informationen der Gemeinden und andere Dienststellen über Manöver der Bundeswehr und anderer Streitkräfte, sowie die organisatorische Vorbereitung der Kreisverwaltung auf den Verteidigungsfall.
 
Das Sachgebiet Bevölkerungsschutz ist in engem Kontakt mit dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr. Hierdurch wird die zivil-militärische Zusammenarbeit bei großen Unglücksfällen und Katastrophen gewährleistet. Das Kreisverbindungskommando ist eine aus Reservisten bestehende Einheit der Bundeswehr, die der Landkreisverwaltung zur militärischen Beratung zur Verfügung steht.

Sondereinheiten und -aufgaben

Gefahrstoffzug

Für den Einsatz bei Gefahrenlagen in Verbindung mit radiologischen, biologischen und chemischen Stoffen hält der Enzkreis einen Gefahrstoffzug vor. Diese Einheit ist personell und ausstattungstechnisch in besonderer Weise befähigt, Stoffe, von denen bei Herstellung, Verwendung, Lagerung und Transport besondere Gefahren ausgehen können, zu erkennen und den Gefahren mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken. Für Einsätze in Verbindung mit diesen Gefahrstoffen verfügen die Angehörigen des Gefahrstoffzuges neben der allgemeinen Ausrüstung über eine Sonderausrüstung. Diese Sonderausrüstung (z. B. Atemschutz, Körperschutz, Dosismess- und –warngeräte) darf nur von den dafür zusätzlich ausgebildeten Einsatzkräften eingesetzt werden. Der Gefahrstoffzug des Enzkreises ist mit den entsprechenden Einsatzmitteln als Teileinheiten bei den Feuerwehren in Niefern-Öschelbronn und in Illingen untergebracht. Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach und Rennerod untergebracht. Zusätzlich zur örtlich zuständigen Feuerwehr kommt je nach Szenario auch der Gefahrstoffzug zum Einsatz. Dies erfolgt entweder auf Anforderung des örtlichen Einsatzleiters oder bereits initial durch die Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis.

Standort Gerätewagen-Gefahrgut                 :           Niefern-Öschelbronn                                                                                   

CBRN-Erkundungskraftwagen, Dekon-P     :           Illingen

 

Notfallseelsorge und Einsatzkräftenachsorge

Notfallseelsorge                                                                                                                                                                         

Die Notfallseelsorge leisten sozusagen „Erste Hilfe für die Seele“. Das bedeutet, sie steht Personen bei, die sich in einer akuten Krisensituation befinden. Dies kann z.B. das Beobachten eines Unfalls oder die Notsituation bzw. der Tod eines Angehörigen sein. Notfallseelsorge offeriert das Angebot, Menschen seelsorglich beizustehen, die sich in einer akuten Krisensituation (z.B. durch einen Unfall oder durch Verletzung und Tod von Angehörigen) befinden. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den BOS-Organisationen und in der unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Nähe zum auslösenden Ereignis.

Die Notfallseelsorge im Enzkreis und der Stadt Pforzheim wird verantwortet von den katholischen Dekanaten Pforzheim und Mühlacker und den evangelischen Kirchenbezirken Pforzheim-Stadt, Pforzheim-Land, Mühlacker und Neuenbürg. Sie ist erreichbar über die üblichen Notrufnummern.

Für den Bereich Enzkreis und Stadt Pforzheim schließt sich die Notfallseelsorge mit den Kooperationspartnern von DRK (Kreisverband Pforzheim), Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst Kämpfelbach, Notärzten und der Polizei zusammen zur AG PSNV (Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung).

Das Angebot der Kooperationspartner steht allen Personen unabhängig von ihrer Konfession oder Weltanschauung offen.

 

Einsatzkräftenachsorge 

Ein besonderes Angebot für Einsatzkräfte der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen bildet das Einsatzkräftenachsorgeteam. Dies ist ein speziell geschultes Team, das den Einsatzkräften nach belastenden Einsätzen bei der Stressbewältigung und Auseinandersetzung mit diesem außergewöhnlichen Ereignis beisteht und hilft.

Einsatzkräfte wollen Menschen in Not helfen. Dabei können sie jeden Tag Leid und Tod begegnen. Viele Einsatzkräfte haben schützende Bewältigungsmechanismen gefunden. Manchmal wird es aber auch erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu viel und es treten Belastungsreaktionen auf. Innerhalb der BOS-Organisationen hat man sich schon lange von der Aussage “Wer das nicht wegsteckt, hat bei uns nichts verloren” verabschiedet. Belastungsreaktionen von Einsatzkräften nach besonders belastenden Einsätzen sind menschlich verständlich, wissenschaftlich nachgewiesen und gesellschaftlich anerkannt.

  • der Verletzung oder dem Tod eines Kollegen,
  • schweren Unfällen mit Kindern,
  • persönlicher Bekanntschaft mit Opfer
  •  schrecklicher Anblick von Verletzten und Toten,
  • starkem Medieninteresse, Großschadenslagen sowie
  • Gefahr für das eigene Leben und erlebter Todesangst.

Die Psychosozialen Fachkräfte und die Peers (engl. gleichrangig) unterstützen vertraulich, kollegial, ehrenamtlich und unabhängig. Ziel hierbei ist die Vorsorge durch Informationen der Einsatzkräfte über Stressbearbeitung sowie Entlastung der emotionalen Belastungen nach außergewöhnlichen Einsätzen. Das ENT wird nur auf Anfrage aktiv und drängt sich nicht auf. Die Durchführung einer Therapie bei einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung übersteigt die Möglichkeiten des ENT. Wo medizinische oder psychotherapeutische Hilfe notwendig erscheint, verweist das ENT an entsprechende Fachstellen.

Das Credo „Ein Einsatz ist nicht dann beendet, wenn die Fahrzeuge in der Halle stehen, sondern der Helfer versorgt ist“ wird auch in der Zukunft gewahrt werden. Das ENTS wird den Einsatzkräften beistehen, wenn es gebraucht wird.

Die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Psychosziale Notfallversorgung für die Stadt Pforzheim und den Enzkreis (Notfallseelsorge und Einsatzkräftenachsorge) befindet sich beim Sachgebiet Bevölkerungsschutz.

 

Führungsunterstützungseinheiten

An insgesamt fünf Standorten sind sog. Führungsunterstützungseinheiten im Enzkreis stationiert. Diese werden bei den Feuerwehren Eisingen, Keltern, Kieselbronn, Maulbronn und Mönsheim einsatzbereit vorgehalten. Eine Führungsunterstützungseinheit kommt dann zum Einsatz, wenn der örtliche Einsatzleiter feststellt, dass die Bewältigung eines Einsatzes einen erhöhten Koordinationsbedarf zur Folge hat und hierfür ein personeller Mehrbedarf notwendig ist. Die Führungsunterstützungseinheit unterstützt vor Ort den jeweiligen Einsatzleiter und untersteht diesem direkt. Als Aufgabengebiete an der Einsatzstelle sind u. a. die Abwicklung des Sprechfunkverkehrs, das Führen einer Lageübersicht sowie die Gestellung eines persönlichen Assistenten für den Einsatzleiter obligatorisch. Die fünf Führungsunterstützungseinheiten sind identisch ausgestattet. Bei bestimmten, vordefinierten Notfallgeschehen werden die Führungsunterstützungseinheiten bereits initial von der Integrierten Leitstelle (ILS) Pforzheim-Enzkreis mitalarmiert.

 

Führungsstab

Komplexe und umfangreiche Schadenslagen benötigen eine zentrale Führungsstruktur. Gerade wenn Einsätze immense Dimensionen entwickeln, Gemeindegrenzen überschreiten und verschiedene Organisationen beteiligt sind, ist eine einheitliche Führung durch geschultes Personal unabdingbar. Der Führungsstab koordiniert und veranlasst die operativ-taktischen Maßnahmen. Er legt hierfür insbesondere die Einsatzschwerpunkte sowie die Ordnung des Raumes, der Kräfte, der Zeit und der einsatzbezogenen Informations- und Kommunikationswege fest. Der Führungsstab ist zugleich Technische Einsatzleitung im Sinne des Landeskatastrophenschutzgesetzes. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, verfügt der Enzkreis im Landratsamt über modern ausgestattete Räumlichkeiten, die bei Notwendigkeit mit dem erforderlichen Personal bestückt werden können. Betrieben wird der Führungsstab im Einsatzfall durch Mitglieder aus allen Organisationen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, THW, Bundeswehr, DRK, MHD, DLRG), die sich auch regelmäßig zu Fortbildungen treffen.

Der Führungsstab ist folgendermaßen gegliedert:

Einsatzleiter / Leiter des Stabs

Sachgebiet 1 - Personal / Innerer Dienst (S1)

  • Bereitstellen der Einsatzkräfte (inkl. Alarmierung, Kräfteübersicht, Hilfskräfte

besorgen, Lotsen für Ortsunkundige, Bereitstellungsräume etc.)

  • Innere Organisation des FüS (Räume, Ausstattung, Geschäftsablauf)

 

Sachgebiet 2 - Lage (S2)

  • Lagefeststellung (Informationsbeschaffung, Lageerkundung organisieren)
  • Lagedarstellung (Lagekarte, Einsatzübersichten, Schadenskonten führen)
  • Vorbereiten von Lagebesprechungen und Lagemeldungen
  • Information an Einsatzleitung, Behörden, Warnung Bevölkerung
  • Dokumentation (Einsatztagebuch)

 

Sachgebiet 3 - Einsatz (S3)

  • Lagebeurteilung
  • Einsatzschwerpunkte und Maßnahmen festlegen
  • Einweisen von Führungskräften (z.B. Einsatzabschnittsleiter)
  • Ordnen des Schadensraumes (Verletztensammelstelle, Bereitstellungsräume
  • Zusammenarbeit mit Behörden
  • Einsatzbefehle erteilen und Durchführung kontrollieren

 

Sachgebiet 4 - Versorgung (S4)

  • Anfordern weiterer Einsatzmittel
  • Heranziehen weiterer Hilfsmittel
  • Sicherstellen von Verbrauchs- und Einsatzmitteln (Wasserversorgung,

Kraftstoffe, Atemschutz)

  • Verpflegung
  • Rettungsmittel & Unterkünfte für Einsatzkräfte bereitstellen

 

Sachgebiet 5 - Presse und Medienarbeit (S5)

  • Presse- und Medieninformationen
  • Presse- und Medienbetreuung
  • Presse- und Medienkoordination
  • Presse- und Medieneinbindung in die Schadenbekämpfung

 

Sachgebiet 6 - Information und Kommunikation (S6)

  • Planen des Informations- und Kommunikationseinsatzes
  • Durchführen des Informations- und Kommunikationseinsatzes
  • Fernmeldebetriebsstelle

 Fachberater (Sanitätswesen/Rettungsdienst, THW, Kreisverbindungskommando Bundeswehr, DLRG, Feuerwehr, Polizei, etc.)

 

 Höhenrettungsgruppe

Die Höhenrettungsgruppe (HöRG) ist eine Sondereinheit für Rettungs- und Hilfeleistungseinsätze mit speziellen Rettungstechnologien für Höhen und Tiefen.
Sie führt Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen (SRHT) durch und sichert dabei auch eine medizinische Erstversorgung. Die HöRG ist bei der Feuerwehr in Keltern stationiert und wurde  2010 gegründet. Sie kommt im gesamten Enzkreis auf Anforderung des dortigen Einsatzleiters zum Einsatz, wenn die normalen Mittel der örtlichen Feuerwehren nicht mehr ausreichend sind. Die HöRG kann auch von den umliegenden Landkreisen im Rahmen der Überlandhilfe angefordert werden.

Kreisbrandmeister

Leiter des Bevölkerungsschutzes ist Carsten Sorg, der als hauptamtlicher feuerwehrtechnischer Beamter nach dem Feuerwehrgesetz bestellt ist.

Zur Vertretung des Kreisbrandmeisters bei Einsätzen und repräsentativen Terminen sind im Enzkreis drei Stellvertreter als Ehrenbeamte berufen.

Die Stellvertreter sind

  • Manfred Wankmüller, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neuenbürg
  • Michael Szobries, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Niefern-Öschelbronn
  • Martin Irion, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Straubenhardt

Einsatzleitung bei Feuerwehreinsätzen

Grundsätzlich obliegt die technische Einsatzleitung dem Feuerwehrkommandanten (oder einem von ihm betrauten Person) des Einsatzortes und die organisatorische Oberleitung dem/der Bürgermeister/in.

Der Kreisbrandmeister kann die Technische Einsatzleitung übernehmen. Er kann bei Einsätzen außerdem unmittelbar Weisungen erteilen und die organisatorische Oberleitung übernehmen.

Zur Unterstützung der Einsatzleitung bestehen auf Kreisebene fünf Führungsunterstützungseinheiten der Feuerwehr (Eisingen, Keltern, Kieselbronn, Maulbronn und Mönsheim) und ein Führungsstab.

Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis (ILS)

Die Landkreise haben Leitstellen zu schaffen und zu betreiben. Leitstellen sind für die Feuerwehr, den Katastrophenschutz und den Rettungsdienst als Integrierte Leitstellen in gemeinsamer Trägerschaft zu organisieren. In kooperativer Zusammenarbeit betreiben das Deutsche Rote Kreuz, die Stadt Pforzheim und der Enzkreis die Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis, um das Zusammenwirken von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst zu koordinieren. Das Deutsche Rote Kreuz und die Feuerwehr Pforzheim stellen das für den Betrieb der ILS erforderliche Personal. Die ILS hat im Oktober 2015 die Aufgaben der früher getrennten Leitstellen für die Feuerwehr und den Rettungsdienst übernommen. 

ILS
ILS

Die Integrierte Leitstelle ist für die Stadt Pforzheim mit fast 126.000 Einwohnern und den Enzkreis mit 28 Gemeinden und rund 200.000 Einwohnern zuständig. Insgesamt wird eine Fläche von 672 km² (Pforzheim 98 km²) versorgt.

Die ILS Pforzheim-Enzkreis ist mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik 24 Stunden rund um die Uhr im Einsatz und mit mindestens vier Disponenten besetzt, je zwei vom Deutschen Roten Kreuz und je zwei von der Feuerwehr Pforzheim.

Die Integrierte Leitstelle (ILS) hat folgende Aufgaben:

  • Abfrage des Euronotrufs 112 und der Servicenummer für den Krankentransport 19222
  • Umsetzen des Notrufinhaltes in Alarmstichwörter gemäß Alarm- und Ausrückeordnung
  • Setzen von Prioritäten bei gleichzeitigem Eingang mehrerer Alarme
  • Alarmierung von Einsatzmitteln und Einsatzkräften der Stadt Pforzheim und der 28 Enzkreisgemeinden
  • Alarmierung und Einsatzsteuerung des Rettungsdienstes in der Stadt Pforzheim und im Enzkreis
  • Alarmierung und Verständigung von anderen Ämtern, Organisationen oder Fachfirmen
  • Unterstützung der Einsatzleitung z. B. bei der Raumordnung auf der Anfahrt oder Informationsrecherche im Gefahrguteinsatz 
  • Führen einer Lageübersicht der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr
  • Dokumentation der Einsätze
  • Aufsicht über den Sprechfunk
  • Datenpflege des Einsatzleitsystems
  • Bearbeitung von Brandmelde- und Störmeldealarmen
  • Bearbeitung von Wetter- bzw. Unwetterwarnungen
  • Bearbeitung von Hochwassermeldungen
  • Bearbeitung von Störmeldungen der Gas-, Wasser-, Strom- und Fernwärmeversorgung für die Stadtwerke Pforzheim
  • Vermittlung des kassenärztlichen Notdienstes unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 116117
Logo ILS
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Beteiligung der Feuerwehr im Baugenehmigungsverfahren

Das Sachgebiet Bevölkerungsschutz wird gemäß der Verwaltungsvorschrift über die brandschutztechnische Prüfung im baurechtlichen Verfahren (VwV Brandschutzprüfung) zu den Belangen der Feuerwehr angehört. Insbesondere sind folgende Punkte durch das Sachgebiet zu prüfen:

  • Löschwasserversorgung
  • Löschwasserrückhaltung
  • Anlagen und Einrichtungen für die Brandbekämpfung (wie Wandhydranten, Löschwasseranlagen, Feuerlöschgeräte, Feuerlöschanlagen)
  • Anlagen und Einrichtungen für den Rauch- und Wärmeabzug bei Bränden
  • Der Sicherstellung des zweiten Rettungswegs über Rettungsgeräte der Feuerwehr
  • Anlagen und Einrichtungen für die Brandmeldung (wie Rauchmelder, Handfeuermelder und für die Alarmierung im Brandfall)
  • Gebäudefunkanlagen
  • Überprüfung und Freigabe von Feuerwehrplänen

Bei Angelegenheiten des vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutzes findet eine enge Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Baurecht statt.

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