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Wer ist zuständig?

Wiernsheim

Die heutige Gemeinde entstand durch Eingemeindung von Pinache (1. Januar 1970) sowie Iptingen und Serres (beide 1. Januar 1974) nach Wiernsheim.

Lage

Das Gemeindegebiet erstreckt sich rund 10 bis 15 Kilometer östlich von Pforzheim. Wiernsheim und Pinache liegen auf einer Hochfläche über dem Enztal, der sogenannten Wiernsheimer Platte; Serres befindet sich an deren Rand und Iptingen schmiegt sich noch weiter östlich ins Grenzbachtal.

Geschichte Wiernsheim

Wiernsheim
Wiernsheim
Der in der frühen Merowingerzeit gegründete Ort ist im Jahr 1186 als "Winresheim" urkundlich erstmals erwähnt. Der Name deutet auf einen Personennamen im ersten Bestandteil hin. Vorübergehend ist lokaler Adel nachgewiesen. Das Kloster Maulbronn war schon früh in Wiernsheim begütert und konnte den Ort im 13. Jahrhundert ganz unter seine Herrschaft bringen. Mit dem Übergang der Oberhoheit über das gesamte Klostergebiet an Württemberg nac dem Landshuter Erbfolgekrieg (1504) gelangte auch Wiernsheim unter herzogliche Herrschaft. Württemberg führte im weiteren Verlauf des 16. Jahrhundert die Reformation ein und bildete das Klosteramt Maulbronn. Ab 1806 gehörte die Gemeinde zum Oberamt Maulbronn und 1938 bis 1972 zum Landkreis Vaihingen. Alle vier Wiernsheimer Teilorte erlitten noch in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges starke Zerstörungen.

In Wiernsheim wurde Christian Felix Zeller (1807-1865) geboren, Lehrer in Hohenheim und hessischer Regierungsrat.

Geschichte Iptingen

Iptingen
Iptingen
Das Dorf aus der ältesten frühmittelalterlichen Siedlungsschicht ist in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erstmalig schriftlich als "Ubtingen" überliefert. Der Name leitet sich von einem Personennamen ab. Aus der Hand der Herren von Iptingen gelangten Burg und Dorf 1194 an das Kloster Maulbronn. Mit diesem stand der Ort ab 1504 unter württembergischem Schirm und kam zum Klosteramt, später Oberamt Maulbronn. 1842 erfolgte eine Umgliederung zum Oberamt und bis 1972 Landkreis Vaihingen.

Aus Iptingen stammte der Weber Johann Georg Rapp (1757-1847), religiöser Separatist und Begründer einer "kommunistischen" Sekte in den USA.

Geschichte Pinache

Pinache
Pinache
Im Gegensatz zu Wiernsheim und Iptingen ist die Gründung von Pinache recht genau datierbar: Der Ort wurde erst 1699 von reformierten Glaubensflüchtlingen aus Piemont, den Waldensern, angelegt, die ihn nach einem ihrer Heimatorte im Val Perosa, der heute Pinasca heißt, benannten. Der Name leitet sich ursprünglich vom lateinischen Wort "pinus" (Föhre, Fichte, Kiefer, Pinie) ab. Die Gemarkung ist damals aus Teilen der umliegenden Gemeinden, vor allem Wiernsheim und Dürrmenz, gebildet worden und gehörte wie diese dem Klosteramt, später Oberamt Maulbronn und 1938 bis 1972 dem Landkreis Vaihingen an. 1823 wurden die reformierten Pfarreien in Württemberg in die evangelische Landeskirche eingegliedert.

Geschichte Serres

Serres
Serres
Wie Pinache handelt es sich auch bei Serres um eine waldensische Gründung aus dem Jahr 1699, die ihre kleine Gemarkung aus abgetrennten Teilen der Nachbargemeinden erhielt. Der Ortsname leitet sich ebenfalls von einem piemontesischen Heimatort ab. Serres gehörte kirchlich stets zu Pinache und wie dieses zunächst zum Klosteramt, dann Oberamt Maulbronn und schließlich Landkreis Vaihingen. Die Dorfanlagen der Waldensersiedlungen mit ihren schnurgeraden Straßen und den kleinen, giebelseitig stehenden Wohnhäusern sowie zahlreiche Familiennamen, erinnern bis heute an die femde Herkunft der ersten Bewohner. Deren alpenprovenzalische Sprache, das sogenannte Patois verschwand jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts. Serres erlitt Ende des Zweiten Weltkrieges starke Zerstörungen.
             

Literaturhinweise

In der Jahrbuch-Reihe "Der Enzkreis - Historisches und Aktuelles" finden Sie die Beiträge:

  • Wiernsheim. Vor und nach der Gemeindereform
    von Karl Seeger in Jahrbuch `86/87
  • Frauen-Leben in Wiernsheim in der Nachkriegszeit. Rekonstruiert aus Gesprächen mit älteren Frauen
    von Astrid von Sichart in Jahrbuch `89/90
  • Zwei berühmte Iptinger Bürger. Johannes Huber und Johann Georg Rapp
    von Karl Seeger in Jahrbuch `89/90
  • Ihre romanische Abstammung können sie nicht verläugnen ...
    300 Jahre Waldenser im Raum Mühlacker - Maulbronn 1699-1999
    von Konstantin Huber in Jahrbuch 8

Sehenswürdigkeiten

Wiernsheim:

  • Evangelische spätgotische Pfarrkirche
  • Steinscheuer am Marktplatz in Wiernsheim
  • evangelische Pfarrkirche (Wehranlage aus dem 16. Jahrhundert)
  • Fachwerkgebäude
  • Kaffeemühlenmuseum
    Ausstellung von ca. 1.000 Kaffeemühlen. Die älteste Mühle ist circa 300 Jahre alt, kommt aus Norddeutschland und wurde 1720 gefertigt.
    Standort: Marktplatz 21, Wiernsheim
    Besichtigung nach Vereinbarung mit der Gemeindeverwaltung (Telefon: 07044 23-172)

Pinache:

  • Waldenserkirche und -häuser

Serres:

  • Waldenserkirche und -häuser
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