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Wer ist zuständig?

Niefern-Öschelbronn

Niefern-Öschelbronn entstand am 1. August 1971 durch Zusammenschluss der Gemeinden Niefern und Öschelbronn.

Lage

Wenige Kilometer nordöstlich Pforzheims gelegen, verbindet der bei Niefern in die Enz mündende Kirnbach die beiden Ortsteile. Niefern liegt an der Bundesstraße 10, hat über die Autobahnausfahrt Pforzheim-Ost direkten Anschluss an die A 8 und verfügt in Niefern-Vorort über einen Bahnhof.

Geschichte Niefern

 

Niefern
Niefern
Der frühmittelalterliche Ausbauort ist Ende des 11. Jahrhunderts als "Nieueren" bzw. "Nieveren" erstmals schriftlich erwähnt. Im Hochmittelalter sind die Herren von Niefern als Ministerialengeschlecht der Bischöfe von Speyer belegt, das vor 1500 ausstarb. Über verschiedene klösterliche und adelige Herrschaften gelangte der Ort 1529 ganz an Baden. Markgraf Karl II. schenkte seinem Kanzler Martin Achtsynit (Amelius) 1555 die dortige Burg, die dieser zur Niefernburg ausbaute. Bereits im späten 17. Jahrhundert ging aus der Sägmühle eine Papierfabrik hervor. Niefern wurde vom Oberamt bzw. Bezirksamt und 1936 bis 1972 Landkreis Pforzheim verwaltet und konnte seine Markung bei der Aufteilung des Hagenschießwaldes 1929 beträchtlich erweitern. Bei Kriegsende 1945 waren starke Zerstörungen in Niefern und Öschelbronn zu beklagen.

Aus Niefern stammen der Theologe Karl Wilhelm Doll (1827-1905) und der Bibliotheksdirektor Friedrich Lautenschlager (1890-1955).

Geschichte Öschelbronn

Öschelbronn
Öschelbronn
835 als "Nessenbrunnen" erstmals schriftlich erwähnt, 1254 als "Eschelbrunnen" überliefert. Ab 1245 ist Grundbesitz des Klosters Maulbronn bezeugt, das im Spätmittelalter die ganze Ortsherrschaft erwerben konnte. Mit dem Klostergebiet kam Öschelbronn 1504 an das Herzogtum Württemberg und gehörte seit der Reformation zu dessen Klosteramt Maulbronn. Erst 1810 wurde der Ort im Tausch an das Großherzogtum Baden abgetreten. Amtssitz war fortan das Oberamt bzw. Bezirksamt, später der Landkreis Pforzheim. Bereits mehrfach durch Brandkatastrophen heimgesucht, zerstörte ein Großfeuer 1933 über 200 Gebäude im alten Ortskern, der danach in alter Zimmermannstradition neu aufgebaut wurde.
             

Literaturhinweise

In der Jahrbuch-Reihe "Der Enzkreis - Historisches und Aktuelles" finden Sie die Beiträge:

  • Ein Lebensbild des badisch-markgräflichen Kanzlers Martin Amelius (Achtsynit)
    von Karl-Helmut Wagner in Jahrbuch `86/87
  • Heimatstuben Niefern-Öschelbronn. Die Verknüpfung eines kulturellen Anliegens mit dem eines Heimatmuseums
    von Gottfried Heinbach in Jahrbuch `89/90
  • Johanneshaus [Öschelbronn]. Zentrum für Lebensgestaltung im Alter
    von Conrad Schachenmann in Jahrbuch `91/92
  • Die Autobahn A 8 im Enzkreis. Entwicklung - Bau - raumordnerische Bedeutung
    von Dipl.-Ing. Jens Kück in Jahrbuch 9
  • "Heiliger Sebastian, schütz' die Stadt vor Pest und Wahn" Kunstgeschichtliche Zeugnisse der Pestfrömmigkeit im Pforzheimer Raum
    von Dr. Mathias Köhler in Jahrbuch 9
  • Dr. Friedrich Lautenschlager (1890-1955) - Bibliograph der badischen Geschichte aus Niefern
    von Friedrich Leicht in Jahrbuch 9
  • Karl Wilhelm Doll (1827 - 1905). Prälat der badischen Landeskirche und Oberhofprediger in Karlsruhe
    von Friedrich Leicht in Jahrbuch 12
  • Die evangelische Pfarrkirche St. Georg in Öschelbronn. Geschichte einer württemberg-badischen Dorfkirche
    von Friedrich Leicht in Jahrbuch 13

Sehenswürdigkeiten

Niefern:

  • Evangelische Pfarrkirche mit Lettner und Wandmalereien im Chor
  • Niefernburg (heute Erziehungsanstalt)
  • Heimatstuben im alten Rathaus
    Kirnbachmuseum und Heimatmuseum
    Standort: Hauptstraße 25, 75233 Niefern-Öschelbronn
    Öffnungszeiten: Sonntag 11:00 – 12:00 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon: 07233 6097)

Öschelbronn:

  • Schanzgraben und neu errichtete Chartaque (Wachtturm) der "Eppinger Linien"
  • Ortskern in alemannisch-fränkischem Fachwerkstil
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