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Wer ist zuständig?

Neulingen

Auf 1. Januar 1974 schlossen sich die drei Ortschaften Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum zur Gemeinde Neulingen zusammen. Die Benennung erfolgte nach dem einst auf Göbricher Markung gelegenen und im 14. Jahrhundert abgegangenen Dorf Neulingen (Neidlingen/Nidlingen).

Lage

Die Gemeinde Neulingen liegt auf einer wasserarmen Karsthochfläche nördlich Pforzheims, der sogenannten Bauschlotter Platte. Die Autobahn A8 ist wenige Kilometer entfernt (Ausfahrt Pforzheim-Nord); der Ortsteil Bauschlott befindet sich direkt an der Bundesstraße 294.

Geschichte Bauschlott

 

Bauschlott
Bauschlott
Die planmäßig als Angerdorf angelegte Ausbausiedlung des 10./11. Jahrhunderts ist im Jahr 1071 als "Buslat" erstmals schriftlich erwähnt. Damals ist örtlicher Adel nachgewiesen. Nach komplizierten Besitzverhältnissen im Spätmittelalter gelangte Bauschlott Anfang des 16. Jahrhundert von den Herren von Enzberg, den Leutrum von Ertingen und dem Kloster Maulbronn an die Familie von Wallstein, die dort eine Wasserburg errichtete. Nach deren Aussterben im Mannesstamm (1580/81) erwarb 604 die Markgrafschaft Baden, die zuvor schon Lehensinhaber war, die unmittelbare Ortsherrschaft und führte die Reformation ein. Die Burg wurde bereits 1609 an Erhard von Rammingen verkauft; sie war später im Besitz der Familien von Pürk und von Bellin bzw. von Schell und Sternenfels und wurde 1726 von Baden zurückerworben, das Anfang des 19. Jahrhunderts die einstige Burg durch das jetztige Schloss, einen klassizistischen Neubau von Friedrich Weinbrenner, ersetzte. Bauschlott wurde vom Oberamt, später Bezirksamt und 1936 bis 1972 Landkreis Pforzheim verwaltet.
Aus Bauschlott stammte der Forstwissenschaftler Prof. Karl Abetz (1896-1964).

Geschichte Göbrichen

Göbrichen
Göbrichen
Der Ort ist als "Geberichingen" bzw. "Geberchingen" um 1100 erstmals schriftlich erwähnt, sein Name leitet sich von einem Personennamen ab. Das Kloster Herrenalb konnte nach und nach die Ortsherrschaft erwerben, das diese 1526 an die Markgrafschaft Baden verkaufte. Göbrichen zählte zum badischen Amt Stein und nach dessen Auflösung (1821) zum Oberamt bzw. Bezirksamt und späteren Landkreis Pforzheim. Im Süden der Göbricher Gemarkung liegt der Katharinentalerhof, ein ehemals markgräflich-badisches Hofgut von 1706, das Friedrich Weinbrenner in der heutigen Form konzipierte.

Geschichte Nußbaum

Dorfgemeinschaftshaus Nußbaum mit Heimatmuseum.
Dorfgemeinschaftshaus Nußbaum mit Heimatmuseum.
Der kleinste der drei Neulinger Ortsteile ist wohl zugleich der älteste: 883 als "Muzboumen" (vermutlich Verschreibung) erstmals erwähnt, dürfte Nußbaum ein Ausbauort des 9. Jahrhunderts sein. Für das Hochmittelalter ist örtlicher Adel bezeugt. Wie Göbrichen kam das Dorf in den Besitz des Klosters Herrenalb. Mit dessen Säkularisation gelangte Nußbaum an das Herzogtum Württemberg und wurde von der Derdinger Stabspflege des Klosteramtes Herrenalb verwaltet. Erst 1806 kam der Ort per Tauschvertrag an das Großherzogtum Baden. Zuständiges Amt war bis 1821 Stein, dann Bretten und ab 1936 Pforzheim. Nußbaum ist einer der wenigen Orte der Region, in denen es während der Revolution 1848/49 zu Ausschreitungen kam.
 

Literaturhinweise

Sehenswürdigkeiten

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