Sprungziele
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Seiteninhalt

Wer ist zuständig?

Keltern

Die Gemeinde entstand am 30. März 1972 durch Zusammenschluss der Ortschaften Dietlingen, Ellmendingen (mit dem bereits zum 1. Juli 1971 eingemeindeten Ort Dietenhausen), Niebelsbach und Weiler. Keltern liegt auf Höhen zwischen 176 und 353 Metern über NN.

Lage

Die Gemeinde Keltern mit ihren Teilorten liegt im westlichen Enzkreis im Übergangsbereich zwischen Nordschwarzwald und Kraichgau. Der Gemeindename wurde in Anlehnung an die in fast allen Teilorten noch vorhandenen Keltergebäude gewählt. Bis heute wird auf Kelterner Gemarkung Wein angebaut. Vor allem in Dietlingen und Ellmendingen gedeihen badische Spitzenweine.

Geschichte Dietenhausen

Dietenhausen
Dietenhausen
Die früheste schriftliche Erwähnung des Ortes als "Theotelenhusen"  ist vermutlich auf die erste Hälfte des 9. Jahrhunderts zu datieren. Die Herrschaftsverhältnisse waren bis ins 17. Jahrhundert kompliziert. Rechte lagen unter anderem bei der Zisterzienserabtei Herrenalb und bei den Junkern von Enzberg. Im Jahre 1536 gelangte durch die Reformation des Klosters die Ortsherrschaft an Württemberg, 1603 wurde der Ort an die Markgrafschaft Baden abgetreten. Eine eigene Gemarkung erhielt Dietenhausen erst im 19. Jahrhundert. Zuvor war das Gemeindegebiet unter den Nachbarorten Ellmendingen und Nöttingen aufgeteilt. Dietenhausen besaß aber als sogenannter "Freizirkel" (freier Bezirk) bereits Selbstverwaltungsrechte. Das Dorf gehörte zunächst zum Amt Langensteinbach, dann zu dem mit diesem vereinigten Amt Stein, ab 1803 zum Oberamt, später Bezirksamt und 1936 bis 1972 Landkreis Pforzheim.

Geschichte Dietlingen

Dietlingen
Dietlingen
Dietlingen ist zu Beginn des 12. Jahrhunderts in einer Kopie aus dem 16. Jahrhundert erstmals als "Dietlingen" schriftllich bezeugt, 1321 in einem Original als "Tuetelingen". Auf der Markung ist ein Grab aus merowingischer Zeit (ca. 7. Jahrhundert) gefunden worden, aber auch Spuren römischer Besiedlung. Für das 14./15. Jahrhundert ist ein örtliches Niederadelsgeschlecht nachweisbar. Im Spätmittelalter teilten sich Baden und Württemberg die Ortsherrschaft, wobei Württemberg im Ortsteil Oberdietlingen alleiniger Inhaber der Herrschaftsrechte war. Im Jahre 1528 gingen die württembergischen Rechte ganz auf Baden über. Danach war stets Pforzheim Amtssitz. Der Traum Dietlingens, mit seinem 1913 begonnenen Naturtheater wie Ötigheim zu einem bekannten Volksschauspielort zu avancieren, wurde durch den Ersten Weltkrieg jäh beendet.

Geschichte Ellmendingen

Ellmendingen
Ellmendingen
Vermutlich auf die erste Hälfte des 9. Jahrhunderts ist die früheste schriftliche Erwähnung Ellmendingens als "Almusdingen" datierbar. Der Ortsname leitet sich von einem Personennamen ab. Auch in Ellmendingen ist eine Gräbergruppe aus dem 7. Jahrhundert nachweisbar. Zunächst in Hirsauer Besitz, dann in solchem der Herren von Remchingen, kam Ellmendingen im 14. Jahrhundert schließlich an Baden. Wie für Dietlingen war auch für Ellmendingen stets Pforzheim Amtssitz. Der Ort wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1688/89 niedergebrannt.

Der Astronom und Mathematiker Johannes Kepler (1571-1630) lebte in seiner Jugend einige Jahre in Ellmendingen.

Geschichte Niebelsbach

Niebelsbach
Niebelsbach
Im Jahre 1321 ist der Ort erstmals als "Nibelzpach" bezeugt. Schon 1328 sind schriftlich die Ortsteile Unter- und Oberniebelsbach unterschieden; erst 1927 erfolgte deren Vereinigung zur Gemeinde Niebelsbach. Gegründet wurden die beiden Siedlungen vermutlich im Hochmittelalter im Rahmen der von den Herren von Straubenhardt vorangetriebenen Besiedlung des Nordschwarzwaldes. Im 15. Jahrhundert teilten sich Baden und Württemberg die Herrschaft; Unterniebelsbach gelangte über die Äbtissin Agnes von Gärtringen an das Kloster Frauenalb und von dort im Jahre 1803 an Baden. Drei Jahre später kam es durch Tausch an Württemberg, zu dem Oberniebelsbach bereits seit 1528 gehörte (Oberamt Neuenbürg). Im Jahre 1938 ging Niebelsbach zusammen mit dem Oberamt Neuenbürg im Landkreis Calw auf, bis es 1973 dem damals gegründeten Enzkreis zufiel. Niebelsbach ist damit der einzige württembergische Teilort der Gesamtgemeinde Keltern.

Geschichte Weiler

Dorfpartie beim Rathaus in Weiler.
Dorfpartie beim Rathaus in Weiler.
Der frühmittelalterliche Ausbauort erscheint im Jahre 1219 als "Wilre" erstmals in den schriftlichen Quellen. Er stand zunächst unter der Herrschaft der Herren von Straubenhardt; später derer von Gärtringen und der Junker von Enzberg und kam vermutlich im Dreißigjährigen Krieg an Baden. Der Amtssitz - ursprünglich Wasserburg, später Schloss - ist in der Frühen Neuzeit zerfallen; Ökonomiegebäude standen bis Ende des 20. Jahrhunderts. Weiler gehörte stets zum Pforzheimer Amt.
             

Literaturhinweise

In der Jahrbuch-Reihe "Der Enzkreis - Historisches und Aktuelles" finden Sie die Beiträge:

  • Der Weinbau im Enzkreis
    von Bernhard Storch in Jahrbuch `87/88
  • Der Dietlinger Hausberg
    von Gerhard L. Zink in Jahrbuch `89/90
  • 100 Jahre Volksbank Keltern
    von Hartmut Sandmann in Jahrbuch `91/92
  • 25 Jahre Gemeinde Keltern - Bilanz eines erfolgreichen Versuchs
    von Heinz J. Hower in Jahrbuch 7
  • Vom Eilfingerberg zum Keulebuckel. Der Weinbau im Enzkreis
    von Richard Hachenberger in Jahrbuch 9
  • "Heiliger Sebastian, schütz' die Stadt vor Pest und Wahn"
    Kunstgeschichtliche Zeugnisse der Pestfrömmigkeit im Pforzheimer Raum
    von Dr. Mathias Köhler in Jahrbuch 9

Sehenswürdigkeiten

Dietlingen:

  • Evangelische Kirche (teilweise bis ins Spätmittelalter zurückgehend)

Ellmendingen:

  • Evangelische Kirche (teilweise bis ins Spätmittelalter zurückgehend)
  • Heimatmuseum Alte Kelter
    In dem baulichen Kleinod aus dem 15. Jahrhundert sind viele Exponate aus der Ortsgeschichte, dem Weinbau und der Schmuck- und Uhrenindustrie zusammengetragen.
    Standort: Winzerstraße 7, 75210 Keltern-Ellmendingen
    Eintritt frei, Führungen kostenpflichtig
    Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat von 14:00 – 17:00 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon: 07236 6878)

Niebelsbach:

  • Pankratiuskapelle
Seite zurück Nach oben Drucken