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Wer ist zuständig?

Engelsbrand

Die heutige Gemeinde entstand durch Zusammenschluss der bislang selbständigen Gemeinden Engelsbrand, Grunbach und Salmbach zum 1. Januar 1975. Sie liegt auf Höhen zwischen 550 und 650 Metern über NN.

Lage

Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf der Hochfläche zwischen Enz- und Nagoldtal. Die drei Dörfer liegen rund acht bis zehn Kilometer südlich von Pforzheim. Mit der Stadt Neuenbürg besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft. Von der Anhöhe westlich von Grunbach hat man einen wunderschönen Panoramablick auf die Stadt Pforzheim.

Geschichte Engelsbrand

Engelsbrand
Engelsbrand
Wie die beiden anderen Teilorte ist Engelsbrand im Hochmittelalter durch Rodung von Neuenbürg aus als Waldhufendorf entstanden. Der Ortsname weist ausdrücklich auf Brandrodung hin. Die früheste urkundliche Erwähnung als "Ingelßbrand" ist die Gründungsurkunde des Kirchspiels Langenbrand durch den Bischof von Speyer im Jahre 1404. Zuvor war Brötzingen zuständige Pfarrei. Die Geschichte des Dorfes ist eng mit dem Schicksal der württembergischen Amtsstadt Neuenbürg verbunden, zu dessen Herrschaft es von Anfang an gehörte. Nach Aufhebung des Oberamts Neuenbürg war Engelsbrand 1938 bis 1972 Teil des Landkreises Calw. Mühlen und Sägewerke im Grösseltal verdeutlichen die forstwirtschaftliche Bedeutung der Gemarkung.

Geschichte Grunbach

Grunbach
Grunbach
Auch der ersturkundliche Nachweis Grunbachs ist die genannte Urkunde aus dem Jahr 1404. Ältere Belege sind nicht eindeutig diesem ursprünglichen Waldhufendorf zuzuordnen. Wie Engelsbrand stand Grunbach stets in engem herrschaftlichem Zusammenhang mit Neuenbürg und gehörte zum dortigen Amt beziehungsweise Oberamt sowie 1938 bis 1972 zum Landkreis Pforzheim. Um 1700 ist das Dorf als "Grunbach bei den sieben Eichen" bezeichnet. Ein Brand zerstörte 1871 die Hälfte des Ortes; 1942/45 wurde das Dorf durch Luftangriffe beschädigt.

Geschichte Salmbach

Salmbach
Salmbach
Beim dritten der Engelsbrander Ortsteile ist die Form des Waldufendorfes am besten erkennbar geblieben. Auch Salmbach wurde 1404 schriftlich erstmals genannt; der erste Bestandteil "Salm-" des ursprünglichen Gewässernamens soll auf das mittelhochdeutsche Adjektiv "sal" mit den Bedeutungen "dunkelfarbig, trüb, schmutzig" zurückgeführt werden können. Das Dorf war ebenfalls stets eng mit Neuenbürg verbunden und zählte zum dortigen Amt beziehungsweise Oberamt und schließlich zum Landkreis Calw.
             

Literaturhinweise

In der Jahrbuchreihe "Der Enzkreis - Historisches und Aktuelles" finden Sie die Beiträge:

  • Das Waldhufen-Heimatmuseum Salmbach
    von Wilhelm Kusterer in Jahrbuch `86/87
  • Die Forstwirtschaft im Enzkreis nach dem Orkan "Lothar".
    Aspekte aus dem Forstamtsbezirk Neuenbürg von Dr. Heiner Pabst in Jahrbuch 9
  • Engelsbrand - Wechselvolle Geschichte einer Verwaltungsgemeinschaft im Nordschwarzwald
    von Dr. Carlo Burkhardt in Jahrbuch 10

Sehenswürdigkeiten

Engelsbrand und Grunbach:

  • Evangelische Pfarrkirche

Salmbach:

  • Waldhufenmuseum im ehemaligen Schul- und Rathaus
    Im Salmbacher Rathaus werden in 14 thematisch geordneten Räumen Einblicke in das frühere dörfliche Gemeindeleben gegeben.
    Standort: Altes Schul- und Rathaus, Pforzheimer Straße 15, 75331 Engelsbrand-Salmbach
    Öffnungszeiten: jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14:00 – 17:00 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon: 07235 8443)
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