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Wer ist zuständig?

Illingen

Die Gemeinde in ihrer heutigen Form entstand zum 1. Januar 1974 durch Eingemeindung des bislang selbständigen Dorfes Schützingen in die Gemeinde Illingen und liegt auf einer Höhe von 250 Metern über NN.

Lage

Die Gemeinde Illingen liegt im nordöstlichen Enzkreis am Zusammentreffen der Bundesstraßen 10 und 35 im Keupervorland beziehungsweise Keuperbergland des Strombergs.

Geschichte Illingen

Illingen
Illingen
Illingen ist eine Siedlung der frühen fränkischen Zeit, wie es ein Reihengräberfriedhof westlich des Ortskerns belegt. Die Erstnennung als "Illincheim" lässt sich auf das Jahre 766 datieren. Das Dorf besaß schon sehr früh eine Kirche. Im Hochmittelalter existierte ein Ministerialengeschlecht von Illingen. Nach und nach gelangte die Ortsherrschaft an das Kloster Maulbronn; dieser Prozess war im Jahre 1425 abgeschlossen. Mit der Zisterzienserabtei kam der Ort 1504 unter württembergische Schirmherrschaft. 1693 erlitt Illingen während des Pfälzischen Erbfolgekrieges beträchtliche Zerstörungen. Nach der Aufhebung des Klosteramts Maulbronn im Jahre 1806 gelangte Illingen zum neuen Oberamt Maulbronn und wurde 1938 dem Landkreis Vaihingen eingegliedert.

Illingen war über Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt. Von Bedeutung war der sogenannte Posthof als Thurn- und Taxis‘sche Poststation, der ursprünglich als als Pfleghof des Klosters Maulbronn errichtet wurde. Erst Ende des 19. Jahrhunderts erfolgten Industrieansiedlungen. Im 20. Jahrhundert setzte ein stetiges wirtschaftliches und damit demographisches Wachstum ein.

Aus Illingen stammen die Gebrüder Dillmann - Christian (1829-1899) und August (1823-1894) - die sich als Schulreformer beziehungsweise Sprachgelehrte einen Namen gemacht haben, weiterhin der Gründer der NSU-Werke, Gottlob Banzhaf (1858-1930) sowie der Architekt Jakob Friedrich Wanner (1830-1903), Erbauer des Züricher Hauptbahnhofes.

Geschichte Schützingen

Schützingen
Schützingen
Die Markung des Ortsteils Schützingen war vermutlich schon in der Merowingerzeit besiedelt. Der Ort wird erstmals als "Scuzingun" im Jahre 1023 erwähnt. In der Nähe des Ortes befand sich eine Burg. Die Besitzverhältnisse waren im Hoch- und Spätmittelalter stark zersplittert. Anfang des 15. Jahrhunderts gelangte Schützingen vollständig an das Kloster Maulbronn. Seither sind die Herrschaftsverhältnisse dieselben wie in Illingen. Schützingen wurde während des 30-jährigen Krieges fast vollständig entvölkert. Die Neubesiedlung erfolgte überwiegend durch vertriebene österreichische Protestanten. Ende des Zweiten Weltkriegs musste der Ort Zerstörungen hinnehmen. Schützingen hat sich bis heute seinen dörflichen Charakter bewahrt.
             

Literaturhinweise

In der Schriftenreihe des Kreisarchivs ist erschienen:

  • Diktatur auf dem Dorf. Die württembergische Gemeinde Illingen im Dritten Reich
    von Karl J. Mayer, Pforzheim und Ubstadt-Weiher 2005

In der Jahrbuchreihe "Der Enzkreis - Historisches und Aktuelles" finden Sie die Beiträge:

  • Die Wandmalereien im Chor der Schützinger Ulrichskirche
    von Dr. Mathias Köhler in Jahrbuch `87/88
  • Die Gemeinde Illingen
    von Jochen Protzer und anderen Autoren in Jahrbuch 6
  • Bürgerschaftliche und kommunale Beteiligung in Illingen im Zusammenhang mit der lokalen Agenda 21
    von Jochen Protzer in Jahrbuch 8
  • Gottlob Banzaf aus Illingen. Vom Kaufmannsgehilfen zum Direktor der Neckarlsulmer Fahrzeugwerke (NSU)
    von Barbara Löslein in Jahrbuch 12
  • 100 Jahre evangelischer Kindergarten in Illingen
    von Frank und Meta Birnzain in Jahrbuch 13

Sehenswürdigkeiten

Illingen:

  • Evangelische Pfarrkirche und Posthof
  • Historische Ölmühle
    In der Illinger Ölmühle kann in begrenztem Umfang wieder auf althergebrachte Weise Öl hergestellt werden.
    Standort: Mühlstraße 1, 75428 Illingen
    Besichtigung und Führung auf Anfrage (Telefon: 07042 22580)

Schützingen:

  • zahlreiche gut erhaltene und restaurierte Fachwerkhäuser
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