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Gemeinde Kämpfelbach

Die heutige Gemeinde Kämpfelbach entstand durch Zusammenschluss von Bilfingen und Ersingen zum 1. Juli 1974. Die Benennung erfolgte nach dem das Gemeindegebiet in nordwestlicher Richtung durchfließenden Kämpfelbach. Das Gemeindegebiet liegt 199 bis 352 Meter über NN.

Lage

Die Gemeinde liegt rund sieben Kilometer nordwestlich Pforzheims im Hügelland des Pfinz- beziehungsweise südlichen Kraichgaus. Beide Ortsteile sind Haltepunkte an der Bahnlinie Pforzheim-Karlsruhe.

Geschichte Ersingen

Ersingen
Ersingen
Der zur ältesten Siedlungsschicht gehörige Ort, dessen Name sich von einem Personennamen ableitet, ist im Jahr 1197 als "Ergesingen" erstmals urkundlich erwähnt. Wenig später befand sich Ersingen ganz im Besitz des Benediktinerinnenklosters Frauenalb, das unter der Schirmherrschaft der Grafen von Eberstein und der Markgrafen von Baden stand. Bei der badischen Landesteilung 1535 gelangten die markgräflichen Schirmrechte über das Kloster an die Linie Baden-Baden, die den ebersteinischen Einfluss nach und nach zurückdrängte. Frauenalb war "landsässiges" Kloster im badischen Territorium geworden, wenngleich die tatkräftigen Äbtissinnen weiterhin die Reichsunmittelbarkeit beanspruchten – sie mussten dann allerdings 1782 einen Kammergerichtsspruch akzeptieren, der die badische Landeshoheit bestätigte. Nach vorübergehender Aufhebung des Klosters (1598-1631) blieben die Frauenalber Besitzungen nach dem Dreißigjährigen Krieg katholisch. Ersingen bildete zusammen mit Bilfingen eine Gemeinde und eine konfessionelle Enklave inmitten der evangelischen Region. Dies änderte sich auch nicht, als die ehemaligen Frauenalbischen Besitzungen nach dem Aussterben der Linie Baden-Baden des markgräflichen Hauses 1771 auf die protestantische Linie Baden-Durlach übergingen. Die Verwaltung der Hoheitsrechte über die frauenalbischen Besitzungen erfolgte durch das Amt Ettlingen. Mit der Säkularisation wurden Ersingen und Bilfingen 1802 gänzlich dem badischen Territorialstaat einverleibt, der wenig später zum Großherzogtum aufstieg. Zuständiger Amtssitz war Stein und nach dessen Aufhebung (1821) das Oberamt beziehungsweise Bezirksamt sowie 1936 bis 1972 der Landkreis Pforzheim.

Geschichte Bilfingen

Bilfingen
Bilfingen
Für die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts ist ein "Hiltwinus de Biluingen" erwähnt, 1193 erscheint der Ort als "Bilvingen". Wie Ersingen ist aber auch Bilfingen wesentlich älter; das Dorf dürfte aus der fränkischen Siedlungsepoche stammen. Im späten Hochmittelalter befand sich Bilfingen überwiegend im Besitz der Grafen von Eberstein und war 1193 Ausstattungsort des Klosters Frauenalb, das fast sämtliche Herrschaftsrechte erwerben konnte. Bilfingen bildete lange Zeit mit Ersingen eine politische Gemeinde und eine Pfarrei und teilte weitgehend dessen Schicksal. Nach der Säkularisation erlangten beide Orte ihre Selbstständigkeit; eine eigene katholische Pfarrei bildet Bilfingen seit 1945. Verwaltungsmäßig gehörte es wie Ersingen ab 1803 zu Stein und dann bis 1972 zu Pforzheim. Beide Orte sind für ihre auf den Katholizismus zurückgehenden Fasnachtsbräuche regional bekannt. Bis weit ins 20. Jahrhundert bestand eine Wallfahrt zur Muttergottes von Bilfingen.
             

Literaturhinweise

In der Jahrbuchreihe "Der Enzkreis - Historisches und Aktuelles" finden Sie die Beiträge:

  • Die Wallfahrt zur Muttergottes von Bilfingen
    von Dr. Mathias Köhler in Jahrbuch `91/92
  • Kämpfelbach: Ersingen und Bilfingen - eine Geschichte, eine Gemeinde -
    von Ernst Korb in Jahrbuch 7
  • Das Kämpfelbacher Heimatmuseum
    von Kevin Jost und Harald Wolf in Jahrbuch 12

Sehenswürdigkeiten

Ersingen:

  • Frauenalber Amtskeller (18. Jahrhundert)
  • markgräfliches Speichergebäude (1720)
  • katholische Pfarrkirche (Christkönig) mit Ölbergszene im Kirchwald
  • Heimatmuseum
    Im ehemaligen Zehntspeicher des Klosters Frauenalb von 1598/99 ist eine heimatgeschichtliche Sammlung mit Klassenzimmer, Wohnzimmer und Werkstätten eingerichtet.
    Standort: Bürgerhaus, Kirchstraße 3, 75236 Kämpfelbach-Ersingen
    Eintritt frei
    Öffnungszeiten: Oktober - März jeden 1. und 3. Sonntag im Monat; April - September jeden 1. Sonntag im Monat jeweils von 14:00 – 17:00 Uhr und nach Vereinbarung mit der Gemeindeverwaltung (Telefon: 07231 8866-0)

Bilfingen:

  • katholische Pfarrkirche (Heiligste Dreieinigkeit)
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