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Gemeinde Birkenfeld

Die heutige Gemeinde entstand durch Eingemeindung von Gräfenhausen nach Birkenfeld am 1. Januar 1972 und liegt 260 bis 352 Meter über NN.

Lage

Das Gemeindegebiet wenige Kilometer westlich von Pforzheim erstreckt sich im Übergangsbereich zwischen Nordschwarzwald und Albtalplatten beziehungsweise Pfinzhügelland des südlichen Kraichgaus. Birkenfeld liegt an der Eisenbahnstrecke Pforzheim - Bad Wildbad und an der Bundesstraße 294; die Gemeinde ist wenige Kilometer von der Bundesautobahn A 8 (Ausfahrt Pforzheim-West) entfernt.

Geschichte Birkenfeld

Birkenfeld
Birkenfeld
Der Ort wurde vermutlich in fränkischer Zeit von Brötzingen aus angelegt. Die früheste gesicherte urkundliche Erwähnung Birkenfelds stammt aus dem Jahr 1302 als "Birckenvelt". Die Ortsherrschaft ist zur Hälfte im Jahr 1322 von der Markgrafschaft Baden an die Grafschaft Württemberg verpfändet worden, die andere Hälfte muss um diese Zeit ebenfalls württembergisch geworden sein. Birkenfeld zählte zum Amt - später Oberamt - Neuenbürg und nach dessen Auflösung im Jahr 1938 bis 1972 zum Landkreis Calw. 1944/45 erlitt der Ort durch Bomben und Artilleriebeschuss Zerstörungen. Zwischen Birkenfeld und Pforzheim verlief die Grenze zwischen der französischen und der amerikanischen Besatzungszone. So war Birkenfeld 1946 die nördlichste Gemeinde des Landes Südwürttemberg-Hohenzollern und ab 1952 des Regierungsbezirk Südwürttemberg, tendierte wirtschaftlich und politisch aber stark Richtung Pforzheim.

Geschichte Gräfenhausen

Gräfenhausen im Kirschengäu.
Gräfenhausen im Kirschengäu.
Das wohl noch im Frühmittelalter als Ausbausiedlung entstandene Gräfenhausen dürfte nach den Kraichgaugrafen benannt worden sein. Das Dorf ist für die Zeit um 1100 in der Form "Grauenhusen" (oder Gravenhusen) erstmals schriftlich nachgewiesen; ein im Kirchturm eingemauerter Viergötterstein zeigt, dass die Gemarkung schon zur Römerzeit besiedelt war. Im 12./13. Jahrhundert ist eine nach dem Ort benannte Adelsfamilie erwähnt, die später den Beinamen "Drescher" führte. Gräfenhausen war im Mittelalter Sitz einer sehr umfangreichen Pfarrei, die bis Dobel in den Nordschwarzwald hineinreichte. Über Ankauf von Gütern der Herren von Straubenhart und verschiedener Pforzheimer Bürger kam die Grafschaft Württemberg nach und nach in den Besitz des Ortes, dessen Hoheitsrechte 1527 ganz dem inzwischen zum Herzogtum aufgestiegenen Territorium gehörten. Gräfenhausen war Teil des Amtes - später Oberamtes - Neuenbürg und 1938 bis 1972 des Landkreises Calw. Inzwischen mit Gräfenhausen zusammengewachsen ist das seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesene Obernhausen am Hang östlich des Hauptortes. Aus Gräfenhausen stammt der Komponist Johann Abraham Sixt (1757 - 1797).
             

Literaturhinweise

In der Jahrbuchreihe "Der Enzkreis - Historisches und Aktuelles" finden Sie die Beiträge:
  • Birkenfeld
    Gemeindeporträt von Hermann Gross in Jahrbuch `89/90
  • Kelter- und Weinbaugeschichte von Gräfenhausen und Obernhausen
    von Hans Peter Baumann in Jahrbuch 6
  • Das erste Kreuz. Der tragische Tod eines Birkenfelders vor dem Einmarsch im Zuge des Kriegsendes 1945
    von Prof. Helmut Vester in Jahrbuch 6
  • Johann Abrahm Sixt aus Gräfenhausen. Komponist und Fürstlich Fürstenbergischer Kammermusikus in Donaueschingen
    von Prof. Helmut Vester in Jahrbuch 7
  • Vom Enztal in die Neue Welt. Ein (fast) gewöhnliches Familienschicksal zwischen Ehebruch und Emigration
    von Konstantin Huber in Jahrbuch 7
  • Werke der Künstlerfamilie Yelin in Gräfenhausen und Birkenfeld
    von Prof. Helmut Vester in Jahrbuch 8
  • Die „Trommel“ brennt. Entstehung und Ausbau des Birkenfelder Marktplatzes
    von Helmut Vester in Jahrbuch 11
  • 900 Jahre Michaelskirche Gräfenhausen
    von Erika Baumann in Jahrbuch 12
  • Gräfenhausen: Eine alte Pfarrscheuer wird erhalten
    von Hans Kittel in Jahrbuch 12
  • Einhundert Jahre Fußball in Birkenfeld
    von Helmut Vester in Jahrbuch 13

Bezirksverwaltung im badisch-württembergischen Grenzraum. Vogteien, Ämter und Landkreise im Bereich Pforzheim - Ein Überblick
von Konstantin Huber
Pforzheim 1993, 72 Seiten, 66 Abbildungen, 21 x 30 Zentimeter, 4,00 €

Sehenswürdigkeiten

Birkenfeld:

  • altes Fachwerk-Rathaus mit heimatgeschichtlicher Sammlung
    Im Erdgeschoss des alten Rathauses ist eine kleine Sammlung geschichtlicher Zeugen aus dem Gemeindegebiet zusammengestellt.
    Standort: Altes Rathaus, Hauptstraße 73, 75217 Birkenfeld
    Besichtigung nach Vereinbarung mit der Gemeindeverwaltung (Telefon: 07231 4886-0)

Gräfenhausen:

  • evangelische Pfarrkirche mit römischem Viergötterstein
  • Kelter (1583)
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