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Flüchtlinge im Enzkreis - Teil 23: Ehrenamts-Konferenz am 17. Februar – Ein Schwerpunkt sind kulturelle Unterschiede

Nachricht vom 28.01.2016

Viele Tausend Menschen suchen zurzeit Zuflucht in Deutschland. Woher kommen diese Menschen, wo und wie werden sie untergebracht, dürfen sie arbeiten und wenn ja, ab wann? Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen gibt eine Artikelserie, die im Mitteilungsblatt erscheint.

Kulturelle Eigenheiten kennen

Die meisten der Menschen, die derzeit in den Enzkreis kommen, stammen aus Syrien und aus dem Irak. Beide Länder gehören zum arabischen Kulturkreis. Allerdings sind bei weitem nicht alle Flüchtlinge Muslime: Unter ihnen findet sich eine hohe Zahl an Christen, und auch innerhalb des Islam gibt es unterschiedliche Strömungen. Bei den Gewohnheiten, den Sitten oder bei der Ernährung unterscheiden sich die Menschen zum Teil deutlich von dem, was in Deutschland „üblich“ ist.

Hinzu kommt, dass in den meisten Herkunftsländern sowohl eine funktionierende staatliche Verwaltung als auch die Hilfe durch Ehrenamtliche gänzlich unbekannt sind. Diese äußeren Bedingungen und kulturellen Unterschiede thematisiert die zweite Konferenz für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, die am Mittwoch, 17. Februar, ab 18 Uhr im Landratsamt stattfindet. Vorbereitet wurde sie von Angela Gewiese, Ehrenamtskoordinatorin im Landratsamt, unterstützt von Pfarrer David Gerlach, Sprecher des Netzwerks Asyl Straubenhardt.

Martina Weber vom Institut für transkulturelle Lösungen in Karlsruhe sowie Aktive des dortigen Freundeskreises Asyl werden dazu einen kurzen Einstieg liefern und danach in einer der sechs Arbeitsgruppen für die Erfahrungen und Fragen der im Enzkreis Tätigen zur Verfügung stehen.

Arbeitsgruppen für den Erfahrungsaustausch

Auch in den anderen Workshops steht der Austausch untereinander im Vordergrund. Dort wird es unter anderem um die Bildungsvermittlung und die Organisation von Deutschkursen gehen, um den Aufbau einer Kleiderkammer oder um die die ärztliche Hilfe für Flüchtlinge oder um den Impfschutz – auch den von Ehrenamtlichen. Hier stehen die Leiterinnen des Gesundheitsamts für die Fragen der Engagierten bereit, und Experten der Erziehungs-Beratungsstelle stellen das Projekt „Kinder der Welt integrieren“ vor, das gezielt Hilfen für traumatisierte Kinder und Jugendliche bietet. In einer Gruppe besteht zudem für die Ehrenamts-Koordinatoren die Möglichkeit des Austauschs der mit den Fachleuten aus dem Asylbereich im Landratsamt und der Sozialbetreuung durch den Verein Miteinanderleben.

Die Konferenz beginnt nach einem kleinen Imbiss, der ab 18 Uhr bereit steht, um 18:30 Uhr; das Ende ist gegen 21 Uhr geplant. Anmeldungen nimmt Stefanie Freese telefonisch unter 07231 308-9516 oder per E-Mail an Stefanie.Freese@enzkreis.de bis Freitag, 12. Februar, entgegen. Fragen zur Veranstaltung beantwortet Angela Gewiese, Ehrenamtskoordinatorin im Landratsamt, unter Tel. 07231 308-9486 oder per E-Mail an aktiv-fuer-fluechtlinge@enzkreis.de.

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