Hilfsnavigation

Quickmenu
Sprache
Hauptmenu
Das Landratsamt in Pforzheim
Das Landratsamt in Pforzheim
Gerne kümmern wir uns persönlich um Ihr Anliegen.
Kommen Sie vorbei!
Facebook Like
Seiteninhalt

 

Viel Bewegung in der Bildungsregion: »Gemeinsam vor Ort Zukunft bilden« - Akteure treffen sich zum Austausch

Nachricht vom 16.06.2017
Freuen sich auf Anfragen für neue Partner in der Bildungsregion, um »vor Ort Zukunft zu bilden«: Andrea Simolka-Walter (rechts) und Carolin Bauer vom Bildungsbüro zusammen mit Jugendamtsleiter Wolfgang Schwaab.

In Heimsheim wird regelmäßig in den Sommerferien für vier Wochen eine „Kinderbaustelle“ eingerichtet, angeleitet durch eine Fachkraft und durch Ehrenamtliche; in Neuhausen und Tiefenbronn proben Jugendliche in einer Theater-AG ihr selbst erarbeitetes Stück – eine Kooperation mit dem Kulturhaus Osterfeld; und in Neulingen singen und spielen Grundschüler alle zwei Wochen mit an Demenz erkrankten Senioren einer Wohngruppe. Drei Beispiele, welche Projekte in der „Bildungsregion Enzkreis“ in den vergangenen Jahren entstanden sind.

„Der Gedanke der Bildungsregion ist zu spüren und in den beteiligten Gemeinden ist viel in Bewegung gekommen“, freut sich Wolfgang Schwaab, Leiter des Kreisjugendamts. Neben den genannten Kommunen sind Ispringen, Keltern und Wiernsheim weitere Standorte in der Bildungsregion. Bislang – denn gerne würde man beim Kreis weitere Gemeinden für die Idee begeistern: „Durch die vernetzte Arbeit mit allen Institutionen und Akteuren bekommen die Kinder und Jugendlichen die bestmögliche Förderung“, ist sich Schwaab sicher.

Dass das auch die bislang Beteiligten so sehen, wurde beim ersten Netzwerktreffen des Jahres deutlich: „Der regelmäßige Austausch liefert immer wieder neue Ideen“, meinte eine der Teilnehmerinnen. „Wir sind gerne dabei und möchten das auch zeigen können – vielleicht in Form eines Siegels“, sagte eine weitere. Eine Idee, die Carolin Bauer und Andrea Simolka-Walter vom Bildungsbüro im Landratsamt nun umsetzen wollen. Deren Unterstützung wurde generell gelobt: „Sie begleiten die Praxis-Teams und Gemeinden auf fachlich hohem Niveau“, so Wolfgang Schwaab.

Dem schloss sich Matthias Fölsch vom Regierungspräsidium Karlsruhe an, der es ausdrücklich begrüßte, dass auch an Prävention und Gesundheitsangebote gedacht werde. 26 Bildungsregionen gibt es in Baden-Württemberg; einzig im Enzkreis ist sie jedoch dezentral organisiert: Es gibt in den sechs teilnehmenden Gemeinden jeweils eine Fachkraft, die vor Ort die Strukturen kennt und im ständigen Austausch mit allen Beteiligten steht. „Die Fachkräfte orientieren sich am Bedarf vor Ort, so dass die Arbeit individuell auf die Gemeinde abgestimmt werden kann“, erklärt Schwaab.

„Meist ist die sozialpädagogische Fachkraft an der Schule verortet“, erläutert Carolin Bauer. Außerdem werde eine Lehrkraft mit zwei Stunden pro Woche freigestellt. Gemeinsam bilden sie das örtliche Praxis-Team, das ein Netzwerk in der Gemeinde aufbaut: Zu Vereinen und der Jugendarbeit, zu Betrieben und Kindergärten. „Der Fokus liegt nicht auf der Schule, sondern auf der Gemeinde als Ganzem“, betont Andrea Simolka-Walter.

„Die Vernetzung ins Gemeinwesen ist intensiver und vielfältiger möglich, außerdem werden verbindliche Strukturen geschaffen“, beschreibt Bauer die Vorteile der Bildungsregion. „Die Entwicklungslinien der Biografien von Kindern und Jugendlichen werden durchgängig sichtbar – und können viel besser positiv beeinflusst werden“, ist sie überzeugt.

Als Beispiel nennt sie die Gemeinde Ispringen: Dort sind intensive Kooperationen mit den örtlichen Vereinen entstanden, die unterschiedliche AGs an der Otto-Riehm-Schule anbieten. Das ehrenamtliche Engagement bereichert nicht nur den Schulalltag: durch den direkten Kontakt begeistern die Vereine den Nachwuchs auch für sich selbst – und sichern so ihre eigene Jugendarbeit mit ihren ganz eigenen Zugängen zu Kindern und Jugendlichen.

Information zur Bildungsregion, zur Teilnahme und zu den Aktivitäten in den teilnehmenden Gemeinden gibt es bei Andrea Simolka-Walter und Carolin Bauer, Tel. 07231 308-9366, E-Mail carolin.bauer@enzkreis.de.