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18.05.2017

Energiespar-Tipp Mai: Klimafreundlich Verreisen - Spaß und Klimaschutz im Gepäck

Dem Frosch geht ein (LED_) Licht auf.

Ein klimafreundlicher Urlaub – ist das nicht umständlich und einschränkend? „Ganz und gar nicht“, meint Leonie Paulig vom Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz.): „Neue Wege zu beschreiten öffnet neue Horizonte – versuchen Sie es doch einmal!“ Das bringe nicht nur Erholung und Spaß, sondern auch das gute Gefühl, etwas für das Klima getan zu haben.

Zu Hause Energie zu sparen ist für viele Menschen inzwischen selbstverständlich; das ebz. berät dazu regelmäßig. Doch wie geht das im Urlaub? „Alles lässt sich vielleicht nicht klimafreundlich organisieren – fangen Sie einfach klein an“, rät Paulig: „Denken Sie schon bei der Planung auch an die Umwelt. Wohin soll es gehen? Wie weit möchte ich verreisen? Wie komme ich dorthin? Welche Verkehrsmittel sind umweltfreundlich? Gibt es am Urlaubsort Hotels, die ökologisch ausgerichtet sind und eine gesunde Ernährung anbieten? Was unternehmen wir vor Ort?“

Auch ein klimafreundlicher Urlaub macht gute Laune!

Das ebz. hat Tipps, wie sich der Urlaub klimafreundlich gestalten lässt, zusammengestellt. So muss man nicht unbedingt weit verreisen, um ein schönes Urlaubsziel zu finden. Manchmal ist der Erholungseffekt ohne lange Anreise höher, und in Deutschland oder den Nachbarländern gibt es viel zu entdecken. Viele Urlaubsorte lassen sich mit Bus oder Bahn erreichen. Oder wie wäre es mit einer Fahrrad- oder E-Biketour? Auch wandern ist wieder in, und Pilger- oder Fernwanderwege wie der Jakobsweg beginnen oft in der Nähe.

Bei einem Flug von Stuttgart nach New York werden ca. 3.700 kg CO2 ausgestoßen. Zum Vergleich: Bei einer Reise nach Hamburg mit der Bahn wären es 50 kg. Mit dem Programm Umwelt-Plus der Deutschen Bahn wird für einen Euro mehr sogar CO2-frei mit Ökostrom gereist. Wer dennoch einen Flug bucht, kann die CO2-Emissionen ausgleichen; das Geld wird dann in Klimaschutzprojekte investiert.

Vergleich der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr; Angaben in Gramm CO2-Äquivalenten pro Person und Kilometer (Datenquelle: Umweltbundesamt 2014)

Bei der Wahl der Unterkunft sollte auf Stichworte wie „nachhaltig“, „Ökohotel“ oder „Biohotel“ geachtet werden. Das CSR-Zertifikat (Corporate Social Responsibility) garantiert soziale und ökologische Verträglichkeit und gilt als verlässliches Label bei nachhaltigen Hotelportalen und Reiseanbietern (z.B. unter www.forumandersreisen.de oder www.renatour.de). „Erkundigen Sie sich beim Essen nach regionalen und biologischen Produkten“, empfiehlt Leonie Paulig: „Und wenn Sie selbst einkaufen, suchen Sie nach Bioläden oder regionalen Erzeugern.“

Auch für Unternehmungen während des Aufenthalts lohnt eine vorausschauende Planung: Welche Region hat ein gutes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln? Wer zum Beispiel Urlaub im Schwarzwald macht, erhält in den meisten Ferienorten die KONUS-Gästekarte. Mit ihr können Busse und Bahnen kostenlos genutzt werden; außerdem gibt es zahlreichen Vergünstigungen (www.schwarzwald-tourismus.info/service/konus2).

„Für Ausflüge können Sie ergänzend Car-Sharing- oder Mietautos nutzen“, weiß Paulig. Auch (Elektro-) Fahrräder gibt es vielerorts zum Ausleihen. Urlaubsregionen wie die autofreie Insel Juist, die Uckermark oder die Eifel, der Bodensee oder die Lüneburger Heide lassen sich wunderbar mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. So wird der Urlaub gleichzeitig zum Fitnessprogramm mit Mehrwert für die Gesundheit.

Bei längerer Abwesenheit von zu Hause lässt sich auch dort Energie sparen: Alle Geräte mit Standby-Betrieb komplett ausschalten oder den Stecker aus der Steckdose ziehen. Auch ein leerer Kühlschrank kann abgeschaltet werden – nur sollte dann die Tür offen bleiben, um schlechten Geruch und Schimmel vorzubeugen. Zum Schluss noch den Warmwasser-Bereiter und die Heizung auf „abwesend“ stellen.

Seit 2004 berät das ebz. unabhängig und kompetent rund um energetisches Sanieren. Wer Fragen zu Dämmung oder Heizungsanlagen hat, erreicht das ebz. in Pforzheim (Am Mühlkanal 16) telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de.

Zusatz-Info: CO2-Emissionen kompensieren

CO2-Emissionen können ausgeglichen werden, indem man sie anderswo einspart, denn das Weltklima ist ein globales System. Flugpassagiere zahlen für ihren Flug einen von den errechneten Emissionen abhängigen Klimaschutzbeitrag an eine Organisation. Diese investiert in erneuerbare Energien oder andere Klimaschutzprojekte vor allem in Entwicklungsländern und kompensiert damit die entstandenen Treibhausgase. Solche Organisationen sind zum Beispiel atmosfair, myclimate oder Klima-Kollekte.

Einen Überblick über die persönliche CO2-Bilanz gibt der CO2-Rechner auf www.enzkreis.co2-rechner.de.

 

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