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08.04.2016

Flüchtlinge im Enzkreis Teil 30: Sozialdezernentin stellt umfassende Strategie vor

Viele Tausend Menschen suchen zurzeit Zuflucht in Deutschland. Woher kommen diese Menschen, wo und wie werden sie untergebracht, dürfen sie arbeiten und wenn ja, ab wann? Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen gibt eine Artikelserie, die im Mitteilungsblatt erscheint.

Vom Wohnen bis zum Ehrenamt

Mit einer umfassenden Strategie konzentriert sich das Landratsamt auf die Flüchtlings-Aufgabe. Dabei geht es nicht nur um die Frage der Unterbringung, sondern zentral auch um Fragen der Integration. An vielen Themen arbeite man bereits intensiv, wie Sozialdezernentin Katja Kreeb bei der Vorstellung sagte, bei anderen habe man erst damit begonnen und einige wenige sollen in den kommenden Wochen starten.

Aus 29 Bausteinen besteht das Gesamt-Konzept. Dazu gehören die Verwaltung, zum Beispiel die Gewährung von Leistungen, die Bereiche Wohnen und Gesundheit. Zur Betreuung gehört auch das Thema „Sicherheit“ – dazu fand kürzlich im Landratsamt ein Treffen mit der Polizei und den Sicherheitsdiensten statt, die für größere Unterkünfte im Enzkreis engagiert wurden.

Bei der Bildung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen reicht das Spektrum vom Kindergarten und der Schule über Angebote der Jugendarbeit bis hin zur Frage, wie die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge betreut werden. Hier ist der Enzkreis auf die Zusammenarbeit mit vielen anderen Trägern und Organisationen angewiesen. Das gleiche gilt für die Sprachförderung und die Qualifizierung für den Arbeitsmarkt.

Beratung für Rückkehrer geplant

Neu einrichten wird man beim Landratsamt eine Beratung für Flüchtlinge, die in ihre Heimat zurückkehren wollen oder müssen, weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Nicht wenige dieser Menschen treten die Heimreise von sich aus an und warten nicht, bis sie abgeschoben werden: Denn wer abgeschoben wird, darf nicht mehr nach Deutschland einreisen, um zum Beispiel Verwandte zu besuchen. Doch schon die Beschaffung neuer gültiger Papiere ihres Heimatlandes stellt viele Flüchtlinge vor kaum unüberwindbare Probleme – hier will der Enzkreis beispielsweise Hilfestellung bieten.

Viel Raum widmet das Integrationskonzept dem Bürgerschaftlichen Engagement: Hierzu gehört die kreisweite Koordination durch Angela Gewiese ebenso wie die Förderung von Integrationsbeauftragten in den Gemeinden. Geplant ist zudem die Einrichtung der Stelle eines Integrationsbeauftragten, die der Enzkreis bereits ausgeschrieben hat.

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