»Sicher?« - »Sicher!« Video-Clips sollen auf die Kampagne zum Bevölkerungsschutz aufmerksam machen
Mit einer Reihe von kurzen Video-Clips macht der Enzkreis auf seine Kampagne zum Bevölkerungsschutz aufmerksam. Dabei wiederholt sich der Dialog („Sicher?“ – „Sicher!“), während Schauplatz und handelnde Personen wechseln.
„Mit den Clips wollen wir auf unseren Socialmedia-Kanälen die Menschen dafür sensibilisieren, dass sie über die eigene Vorsorge für Krisensituationen nachdenken und eine mögliche Gefahr frühzeitig im Blick haben“, sagt Landrat Bastian Rosenau. Das soll jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger geschehen, sondern mit einem Augenzwinkern. Dafür ist der Kreis-Chef selbst im ersten Clip zu sehen: Er trifft beim Joggen in Engelsbrand eine Feuerwehrfrau und fragt sie: „Sicher?“
Bühne für das zweite Video ist der Maulbronner Klosterhof. Dort ist die Enzkreis-Wildtierbeauftragte Sofie Bloß mit Rettungshund Frieda unterwegs. Den etwas verunsicherten Zisterzienser-Mönch, den sie dort trifft (gespielt von Ex-Schultes Andreas Felchle), kann sie mit einem zuversichtlichen „Sicher“ beruhigen. Zwei weitere Clips sind bereits in Arbeit – dabei werden unter anderem ein Fußball-Nationalspieler und ein frustrierter Alchemist zu sehen sein.
Tipps für Vorsorge, Krisen und Evakuierung
Die Broschüre zur Kampagne hat der Enzkreis bereits im März verschickt – zusammen mit den Abfallgebühren-Bescheiden. Damit, so der Plan, wurden alle Haushalte im Kreis abgedeckt. Zeitgleich wurde die Internetseite www.enzkreis-sicher.de freigeschaltet. Homepage und Broschüre erklären, womit bei verschiedenen Szenarien wie Feuer, Hochwasser oder einem Stromausfall gerechnet werden muss, und enthalten konkrete Tipps, welche Vorräte eingelagert werden sollten, um für 10 Tage „sicher““ zu sein.
Außerdem gibt es Hinweise, wie die Bevölkerung im Krisenfall gewarnt und informiert wird und welche Dokumente griffbereit sein sollten, wenn man die eigene Wohnung plötzlich verlassen muss. „Der Bombenfund in Pforzheim im Mai hat uns gezeigt, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist“, meint die Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt: „Krisen und Katastrophen sind selten, aber wenn sie kommen, dann meist plötzlich und unerwartet.“ Weil es nicht möglich sei, im Krisenfall alles zu organisieren und zu beschaffen, gelte als Leitsatz: „Der beste Schutz ist der Selbstschutz.“ Und wer das Gefühl habe, sich vorbereiten zu können, „fühlt sich weniger hilflos und ohnmächtig“, ist Neidhardt überzeugt.
Die Internetseite www.enzkreis-sicher.de bietet neben den Tipps auch Informationen und Adressen für Menschen, die im Bevölkerungsschutz aktiv werden wollen, zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem THW oder einer Hilfsorganisation. Alle Video-Clips sind auf dem Youtube-Kanal des Enzkreises zu finden (www.youtube.com/user/Enzkreis/videos). Wer die „Sicher“-Broschüre nachbestellen möchte, kann sie per Mail an bevoelkerungsschutz@enzkreis.de anfordern – auch in größerer Stückzahl: „Wir hatten schon Bestellungen von Firmen, die sie an ihre komplette Belegschaft verteilt haben“, wie Kreisbrandmeister Carsten Sorg verrät. (enz)