Sprungziele
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Seiteninhalt
13.05.2020

Enge Abstimmung und gutes Miteinander im Mittelpunkt: Austausch mit den Trägern der Jugendhilfe

Die Corona-Pandemie stellt auch die Träger und Akteure im sozialen Bereich vor ständig neue Herausforderungen. „Die Coronakrise betrifft alle Bevölkerungsgruppen – manche jedoch deutlich härter als andere“, weiß Katja Kreeb, Sozialdezernentin des Enzkreises. Für gefährdete Gruppen wie Kranke, Ältere, Menschen mit Behinderungen, Wohnungslose, Geflüchtete oder Kinder seien die Folgen besonders schwerwiegend.

„Wir haben in enger Abstimmung mit der Stadt Pforzheim sichergestellt, dass Vergütungen weiterbezahlt werden, auch wenn Leistungen derzeit nicht oder nur teilweise erbracht werden können“, betont Kreeb. Man tue dies im Vorgriff auf entsprechende rechtliche Regelungen. Dennoch seien die wirtschaftlichen Folgen für den gesamten sozialen Bereich momentan nicht absehbar und die Unsicherheiten für alle Beteiligten hoch. „Aus diesen Gründen und weil uns eine enge und gute Abstimmung mit den Trägern der Jugendhilfe wichtig ist, haben wir zu einer Videokonferenz mit Trägern der Jugendhilfe eingeladen“, sagt die Sozialdezernentin. Dabei ging es vor allem um die finanziellen Auswirkungen der Pandemie und um die Bewältigung der Krise insgesamt.

„Die Leistungserbringer brauchen den Rückhalt und die Unterstützung der Kostenträger“, sagt Kreeb. Nur gemeinsam könne die Krise überwunden werden. Sie und der stellvertretende Sozialamtsleiter der Stadt Pforzheim, Uwe Jung-Pätzold, dankten den Trägern dafür, dass sie kreative Lösungen für die Leistungserbringung gefunden hätten und flexibel Hilfe leisteten.

„Die Arbeit des Allgemeinen Sozialen Dienstes läuft trotz Kontaktbeschränkungen seit Beginn der Krise vor allem über digitale Wege weiter“, berichtete Wolfgang Schwaab, Leiter des Enzkreis-Jugendamts. Der Kontakt zu den Familien sei jederzeit sichergestellt und in den kommenden Wochen werde man Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren. „Einen signifikanten Anstieg von Meldungen von Kindeswohlgefährdung haben wir bislang nicht verzeichnet“, sagte der Fachmann.

Von Seiten der Freien Träger lobte Christoph Röckinger, Geschäftsführer des Hohberghauses Bretten, die gute und unbürokratische Zusammenarbeit mit den beiden Jugendämtern. Norbert Bogner von miteinanderleben und Doris Möller-Espe vom Kinderschutzbund gaben zu bedenken, dass sich auch die alternative Leistungserbringung teilweise schwierig gestalte und vor allem Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf an der aktuellen Situation leiden. Zum Beispiel sei oft das notwendige Equipment für Homeschooling nicht vorhanden.

Harald Stickel, Geschäftsführer von Plan B, lobte „das Signal der Verwaltung, dass sie an der Seite der freien Träger steht.“ Das sei auch deshalb wichtig, weil sich beide um dieselben Zielgruppen kümmerten. „Die Struktur der freien Träger sollte auch nach der Krise noch bestehen, weil die Probleme dann erst kommen werden“, betonte Stickel, der auch einer der Vorstände des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Pforzheim/Enzkreis ist.

Seite zurück Nach oben Drucken