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17.03.2020

Landrat und OB bei der Steuerungsgruppe medizinische Versorgung: »Kliniken sind gut vorbereitet« - Hotline des Gesundheitsamts wird verstärkt

Informationen aus erster Hand zur medizinischen Versorgung bei COVID-19 bekamen die Spitzen von Rathaus und Landratsamt, Peter Boch, Bastian Rosenau und Wolfgang Herz (v.l.), von Gesundheitsamts-Chefin Dr. Brigitte Joggerst (am Pult).

Zweimal wöchentlich tagt die Steuerungsgruppe medizinische Versorgung COVID-19, in der Vertreter von Ärzteschaft und Rettungsdiensten mit den Verwaltungen von Stadt und Enzkreis die Schritte im Kampf gegen das Corona-Virus planen und koordinieren. An der jüngsten Sitzung nahmen Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau und Oberbürgermeister Peter Boch teil, um sich direkt über den Stand der Maßnahmen zu informieren.

„Die Kliniken sind gut vorbereitet“, ist einer der Schlüsse, die OB Boch nach dem Treffen zieht. „Alle ziehen an einem Strang und suchen nach der jeweils besten Lösung.“ Besonders erfreulich findet es Rosenau, dass nicht nur die großen Häuser Helios, Siloah und Enzkreis-Kliniken, sondern auch die drei kleinen in der Region – Arcus, Klinik Öschelbronn und Kinderzentrum Maulbronn – in der Gruppe mitarbeiten. Alle Kliniken haben Betten freigemacht und Operationen verschoben, wenn dies möglich ist.

Etwas Sorgen bereitet die ambulante Versorgung durch die niedergelassenen Ärzte. Doch auch hier gibt es zahlreiche Ideen, die nun umgesetzt werden sollen. Beispielsweise muss geklärt werden, wie die Praxen Material wie Schutzmasken oder Schutzanzüge bekommen. Bewährt hat sich bislang die Corona-Ambulanz beim Helios-Klinikum. Aktuell reichen die Kapazitäten jedoch nicht mehr, so dass die Öffnungszeiten noch in dieser Woche verdoppelt werden sollen. Dann ist die Ambulanz durchgehend von 10 bis 18 Uhr offen.

Ebenfalls verstärkt wird die Hotline des Gesundheitsamts: Dort nehmen ab dem morgigen Mittwoch deutlich mehr Mitarbeiter die Anrufe entgegen und beantworten Fragen. „Viele Menschen sind sehr beunruhigt, der Beratungsbedarf ist hoch“, hat Landrat Rosenau bei einem Besuch vor Ort im „Callcenter“ in der Bahnhofstraße erfahren: „Wenn einer der Mitarbeiter auflegt, klingelt das Telefon sofort wieder.“ Die Menschen fragen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie glauben, sich angesteckt zu haben, aber auch, was sie tun können, wenn sie nicht mehr zur Arbeit gehen dürfen oder können.

„Wenn Sie nicht gleich durchkommen – versuchen Sie es weiter, dann sind nur gerade alle Berater im Gespräch“, sagt Rosenau. Denn besetzt ist die Hotline durchgehend von 8 bis 18 Uhr. Ab dieser Woche soll der Service auch samstags laufen. „Wir kümmern uns um die Bürgerinnen und Bürger und ihre Anliegen“, sagen Landrat Rosenau und sein Stellvertreter Wolfgang Herz. Allerdings gebe es nicht immer gleich eine befriedigende Antwort – zumal angesichts der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die ab Donnerstag in Kraft treten werden.

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