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11.02.2020

Forstamt zieht vorläufige Bilanz: »Hätte schlimmer kommen können« - Warnung vor unbedachtem Betreten des Waldes

Sturmschaden
Umgestürzte Bäume an der K 4552 am Enzhang.

„Etwa zehn Prozent unserer geplanten Jahresernte liegen schon am Boden“ – so fasst Forstamtsleiter Frieder Kurtz seine erste grobe Schätzung der Auswirkungen des Sturms „Sabine“ zusammen: „Es hätte schlimmer kommen können.“ Bis man genaue Daten und Zahlen habe, werde allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. So lange warnt Kurtz die Waldbesucher ausdrücklich vor Gefahren vor allem durch hängende Bäume.

„Das größte Risiko sind diese sogenannten Hänger“, erklärt der Forstmann. Dabei handelt es sich um Bäume, die zwar ganz oder überwiegend entwurzelt, aber noch nicht umgefallen sind, weil sich ihre Äste in benachbarten Bäumen verfangen haben. „Für den Laien ist das oft gar nicht gleich zu erkennen“, beschreibt er die Situation. Deshalb sollten sich Wanderer oder Mountainbiker derzeit besonders vorsichtig durch den Wald bewegen – am besten jedoch überhaupt nicht.

Wie lange es dauern wird, bis alle potenziellen Gefahren beseitigt sind, kann Kurtz derzeit noch nicht sagen: „Hänger stellen natürlich auch für unsere Waldarbeiter ein hohes Risiko dar. Dafür braucht es viel Fachwissen und möglichst wenig Hektik.“ Zum Glück habe es bislang keine Personenschäden gegeben – und er hoffe, dass dies auch so bleibe.

Kein Durchkommen ist auf der K 4552 zwischen Dennach und der Eyachbrücke.

Generell hat Sabine Schäden vor allem im südlichen und westlichen Enzkreis angerichtet: Etwa 3.000 Festmeter seien wohl im Forstrevier Straubenhardt gefallen. „Auch die Reviere Birkenfeld-Engelsbrand und der Staatswald am Dobel sind deutlich stärker betroffen als die Bereiche im nördlichen und östlichen Teil des Kreises“, lautet die erste Einschätzung des Forstamtsleiters. Dort, zum Beispiel im Hagenschieß, seien zwar einzelne Bäume auch auf Straßen gefallen, die Räumungsarbeiten hätten jedoch schnell durchgeführt werden können.

Ein großes Lob spricht Heinrich Elwert, Leiter der Straßenmeisterei, auch seiner Mannschaft aus: „Die meisten Hindernisse auf den Straßen wurden schnell und effizient beseitigt.“ Mehr als ein Dutzend Strecken mussten im Lauf des Montags zeitweilig gesperrt werden, die meisten aber waren bereits am frühen Nachmittag wieder frei. Nur bei der K 4502 zwischen Wiernsheim-Serres und Mühlacker-Großglattbach und der K 4504 zwischen Mühlacker-Lomersheim und Wiernsheim-Pinache dauerte es bis Dienstag, ehe die Freigabe erfolgte. Gesperrt bleibt noch die K 4552, die frühere K 11: Hier blockieren nicht nur umgestürzte Bäume die Fahrbahn, sondern auch ein kleiner Erdrutsch.

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