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04.02.2020

Gelungene Auftaktveranstaltung in Remchingen: Jugendring und Jugendamt wollen Kinder- und Jugendschutz im Verein stärken


Konkrete Hilfestellungen für Vereine beim wichtigen Thema Kinder- und Jugendschutz gaben Kreisjugendreferentin Carolin Stelzner vom Enzkreis-Jugendamt (Dritte von rechts), Julia Ziegler und Nina Born vom Jugendring Enzkreis bei einem Workshop im Jugendhaus Remchingen.

Vor acht Jahren ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten. Es soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Deutschland stärken. Dass dieses Gesetz bereits positive Auswirkungen hat, weisen Evaluationen nach. Teil der gesetzlichen Regelung war die Maßgabe, dass Personen, die im kinder- und jugendnahen Bereich beschäftigt sind, gesetzlich verpflichtet wurden, ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen. Diese Aufgabe nimmt der Jugendring Enzkreis als eine neutrale Anlaufstelle für Vereine wahr. Dem Jugendamt als Träger der öffentlichen Jugendhilfe obliegt die Pflicht, mit allen Vereinen, die in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv sind, eine Vereinbarung abzuschließen, um Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen. „Viele Vereine und Verbände haben das getan, aber längst nicht alle“, weiß Kreisjugendreferentin Carolin Stelzner.

Um dies nachzuholen und Vereine im Präventionsbereich besser aufzustellen, haben Jugendring und Jugendamt gemeinsam eine Workshop-Reihe mit vier Vor-Ort-Terminen im Enzkreis initiiert. Bei der Auftaktveranstaltung im Jugendhaus in Remchingen sensibilisierte Referentin Julia Ziegler die Teilnehmer eingangs für das Thema. „Täter oder Täterinnen vernetzen und tauschen sich aus, in welchem Verein es am einfachsten ist an „Kinder heranzukommen“, so die Expertin. „Daher ist es wichtig, dies dort möglichst zu verhindern“, mahnt Ziegler. Nicht immer seien die Menschen pädophil; oftmals ginge es auch nur um Macht und Machtmissbrauch. „Dabei muss die ausgeübte Gewalt nicht zwangsläufig körperlich sein“, weiß sie und warnt gleichzeitig: „Es muss ganz viel passieren, damit eine Person einen Eintrag ins Erweiterte Führungszeugnis erhält und so leicht „ausgefiltert“ werden kann.“

Um den Vereinen bei diesem wichtigen Thema konkrete Hilfestellung zu geben, ging es anschließend bei einem World-Café um die Erstellung eines Schutzkonzeptes. Dafür hatten Julia Ziegler und Carolin Stelzner gemeinsam mit der Bildungsreferentin des Jugendrings, Nina Born, eine Handreichung mit Infos und möglichen Bausteinen vorbereitet, die sie mit den Vereinsvertretern diskutierten und ihnen hinterher zur Erstellung eines eigenen Konzepts zur Verfügung stellten. Insgesamt zeigten sich die drei Organisatorinnen am Ende sehr zufrieden mit der inhaltlichen Arbeit an diesem ersten Termin.

Wer am Thema interessiert ist und diese Veranstaltung verpasst hat, kann sich bei Nina Born (born@jugendring-enzkreis.de, Telefon 07231 33799) oder Carolin Stelzner (carolin.stelzner@enzkreis.de, 07231 308-9366) noch für weitere Termine melden. Diese sind am Dienstag, 11. Februar, im Jugendhaus „ProZwo“ in Mühlacker (Mühlehof 3), am Mittwoch, 4. März im Jugendraum LTM in Tiefenbronn (Gemmingenstr. 1) oder am Dienstag, 17. März im Jugendzentrum Birkenfeld (Schillerstr. 10) geplant. Beginn ist jeweils um 18:30 Uhr. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollten sich Interessierte möglichst schnell melden.

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