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02.09.2019

Aufschüttungen im Außenbereich: Strenge Auflagen im Baurecht - Natur- und Landschaftsschutz müssen berücksichtigt werden

Unebenheiten auf der Wiese oder Kuhlen im Gartengrundstück dürfen nicht ohne weiteres aufgefüllt werden; darauf weist das Landratsamt hin. Demnach müssen Aufschüttungen im Außenbereich auf einer Fläche von mehr als 500 Quadratmetern vom Amt für Baurecht und Naturschutz genehmigt werden.

Auch kleinere Auffüllungen können einen naturschutzrechtlich relevanten Eingriff in Natur und Landschaft darstellen und somit genehmigungspflichtig sein. Aus diesem Grund sollte jeder geplante Bodenauftrag mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Bodenschutzbehörde abgestimmt werden. Bei Maßnahmen, die nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, droht nicht nur die kostenpflichtige Entfernung des Materials, sondern auch ein Bußgeld – selbst wenn sie vom Umfang her verfahrensfrei wären.

Generell gibt es für Auffüllungen nur dann eine Genehmigung, wenn dadurch der Boden verbessert oder die Bewirtschaftung erleichtert werden. Auf Wiesen, Dauergrünland, Gewässerrandstreifen und Brachflächen sowie innerhalb von Schutzgebieten sind die Hürden noch höher: Hier werden Auffüllungen nur in Ausnahmefällen zugelassen. Außerdem muss auf die Brutstätten geschützter Tierarten wie Feldlerche, Grau- und Goldammer oder Rebhuhn geachtet werden: Vor einer Aufschüttung während der Brutzeit (von März bis Mitte September) muss sichergestellt sein, dass auf der Fläche keine Tiere brüten oder dies offensichtlich beabsichtigen.

Ein Merkblatt mit weitergehenden Informationen kann von der Internetseite des Landratsamts (www.enzkreis.de) heruntergeladen werden. Fragen beantworten auch die Mitarbeiter im Amt für Baurecht und Naturschutz oder im Landwirtschaftsamt.

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