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12.07.2019

Bullerbü oder Tierfabrik? - Bauernverband und Landratsamt für realistisches Bild der Landwirtschaft


»Zwischen Bullerbü und Tierfabrik« heißt das Buch, das die Vorsitzenden des Bauernverbands, Ulrich Hauser und Thomas Kaucher (5. und 4. von links), für Landrat Bastian Rosenau (Mitte) mitgebracht hatten. Außerdem dabei: Dezernentin Hilde Neidhardt und Landrats-Vize Wolfgang Herz (mit Fliege) sowie vom Bauernverband Simon Baral und Jan Schwarting (links), Gerd Philipp und Ulrich Horsch (rechts).

„Wir wollen gemeinsam weiter daran arbeiten, das schiefe und zuweilen verklärende Bild zu korrigieren, das Teile der Bevölkerung von der Landwirtschaft haben“, betonen Landrat Bastian Rosenau und der Vorsitzende des Kreisbauernverbands, Ulrich Hauser, nach einem Treffen im Landratsamt, an dem auch Kreisgeschäftsführer Jan Schwarting und die zuständigen Dezernenten Wolfgang Herz (Umwelt) und Dr. Hilde Neidhardt (Landwirtschaft) teilnahmen.

Angesichts der zum Teil sehr einseitigen und pauschalen gesellschaftlichen Debatten sei vor allem Sachverstand notwendig, um die Verbraucher über die Arbeitsweise und die Abläufe in den landwirtschaftlichen Betrieben aufzuklären, betonte Hauser. Rosenau sagte dabei die weitere Unterstützung des Landratsamts zu. Über gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen der Gläsernen Produktion, den Regionalen Einkaufsführer oder eine weitere Verbreitung der regio-bio-fair-Kampagne soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die regionale Landwirtschaft gestärkt werden.

„Wir wissen um die Bedeutung der Landwirtschaft, die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln sicherzustellen“, sagte Rosenau. Der Kreischef betonte jedoch auch die Leistungen im Hinblick auf das Landschaftsbild und die Landschaftspflege: „Der Enzkreis ist eine Kulturlandschaft – und dass das so bleibt, ist Ihr Verdienst.“

Die Vertreter des Bauernverbands machten deutlich, dass einzelne Verwaltungsvorgaben, die das Landratsamt umzusetzen hat, zu teilweise erheblichen Belastungen für die betroffenen Betriebe führten. Als Beispiele nannte Ulrich Hauser das Wasserrecht oder die Fleischhygienegebühren. Neidhardt und Herz sagten zu, dass im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben auch weiterhin jeder Einzelfall geprüft und nach pragmatischen Lösungen gesucht werde. Zudem verständigte man sich darauf, dass der Bauernverband wie andere betroffene Akteure frühzeitig in Planungsverfahren einbezogen werden soll, wenn landwirtschaftliche Flächen in Anspruch genommen werden.

Weitere Themen waren unter anderem das Thema Biodiversität, der Klimawandel oder das derzeit kontrovers diskutierte Handelsabkommen der EU mit dem Mercosur, den Staaten Südamerikas. „Dieses Abkommen wird direkten Einfluss auf den Markt und die Arbeitsbedingungen der hiesigen Landwirtschaft haben“, warnte Thomas Kaucher, stellvertretender Vorsitzender des Bauernverbands. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass Verständnis für die Belange des jeweils anderen wichtig sei. Deshalb wurde vereinbart, künftig regelmäßig im Gespräch über aktuelle und grundsätzliche Dinge zu bleiben.

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