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10.05.2019

Ansteckende Bienenkrankheit im östlichen Enzkreis: Veterinäramt richtet Sperrbezirk ein


Bei der Streichholzprobe schiebt der Tierarzt das Hölzchen in eine frisch geöffnete Brutzelle; bleibt beim Herausziehen ein schleimiger Faden daran hängen, ist dies ein erstes Zeichen für die Amerikanische Faulbrut. Die Bestätigung erfolgt durch die Untersuchung einer Probe im Labor.

Bei Untersuchungen des Verbraucherschutz- und Veterinäramtes wurde bei einem Bienenstand auf der Gemarkung Iptingen (Gemeinde Wiernsheim) die Amerikanische Faulbrut festgestellt. Um die Ausbreitung dieser Bienenseuche einzudämmen, hat das Amt einen Sperrbezirk festgelegt, der Teile der Gemarkungen von Iptingen und Großglattbach umfasst. In diesem Sperrbezirk werden nun alle Bienenvölker untersucht und gegebenenfalls behandelt.

„Bienenzüchter sind verpflichtet, uns sämtliche Bienenvölker innerhalb des Bezirks anzuzeigen und sie untersuchen zu lassen“, erklärt Amtsleiter Dr. Ulrich Dura. Um die Ausbreitung zu verhindern, dürften bewegliche Bienenstände nicht von ihrem Standort entfernt und Bienen oder Bienenvölker auch nicht in den Sperrbezirk hineingebracht werden. „Die Maßnahmen bleiben solange bestehen, bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind und wir sicher sein können, dass die Seuche erloschen ist“, sagt Dura.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine reine Bienenseuche, die nicht auf den Menschen übertragbar ist. Der Erreger schädigt nur die Bienenbrut und ist für den Menschen ungefährlich. Deshalb kann der Honig ohne Einschränkung verzehrt werden. Die anzeigepflichtige Tierseuche wird durch Bakterien verursacht, die Bienenlarven befallen und töten. Dadurch entsteht eine fadenziehende Masse, die zu einem sogenannten Faulbrut-Schorf eintrocknet. Weitere Symptome dieser Bienenseuche sind löchrige, eingesunkene Zelldeckel und ein lückenhaftes Brutnest.

Nähere Informationen gibt es beim Verbraucherschutz- und Veterinäramt unter Tel. 07231 308-9401.

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