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26.02.2019

Enzkreis als Teil der Deutschen Digitalen Bibliothek: Kreisarchiv präsentiert Daten weltweit

Landrat Bastian Rosenau, Oliver Götze vom Landesarchiv und Archivleiter Konstantin Huber (von rechts) präsentieren den Enzkreis-Auftritt in der Deutschen Digitalen Bibliothek.

Dem Megatrend Digitalisierung folgend vernetzen sich deutsche Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen über die gemeinsame Plattform Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) und machen ihre Bestände damit weltweit öffentlich und kostenfrei zugänglich. „Als zweiter baden-württembergischer Landkreis beteiligt sich nun auch der Enzkreis mit der Präsentation von Erschließungsdaten an dieser virtuellen Bibliothek. Mit über 42.000 eingestellten Objekten nimmt er bundesweit den dritten Rang nach den Kreisarchiven Gießen und Stormarn ein“, freut sich Landrat Bastian Rosenau.

Ziel der DDB ist es, jedem über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen, also zu Millionen von Büchern, Archivalien, Bildern, Musikstücken, Filmen und Noten; als zentrales nationales Portal soll die DDB auf längere Sicht die digitalen Angebote aller deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen miteinander vernetzen und die Recherchemöglichkeiten für Wissenschaftler, Historiker, Familienforscher, Journalisten, Studierende, Schüler und Lehrkräfte grundlegend verbessern.

„Populäre Suchmaschinen liefern häufig zu viele, zu undifferenzierte Hinweise – oder zu wenige. Musste man bislang mühselig verschiedene Bibliothekskataloge und die Recherchesysteme der einzelnen Archive durchstöbern, bekommt man nun mit nur einer Suchanfrage alle Treffer auf einmal angezeigt“, beschreibt der Leiter des Kreisarchivs, Konstantin Huber, die Vorteile der DDB, die auf europäischer Ebene in die Europeana, die europäische digitale Bibliothek, integriert werden soll. „Inzwischen sind über 24 Millionen Datensätze von 417 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen eingestellt“, ergänzt Oliver Götze vom Landesarchiv Baden-Württemberg, das das Projekt DDB koordiniert und die von Kreisarchivar Konstantin Huber übermittelten Datensätze aufbereitet hat.

Zwar sind weitere Landkreise bereits seit einiger Zeit mit ihren Adressdaten in der DDB vertreten, Daten über Archivalien hatte aber bislang nur der Landkreis Reutlingen eingestellt. Dem folgte nun der Enzkreis, indem zunächst die Erschließungsdaten der 27 vom Kreisarchiv seit 1996 geordneten Stadt- und Gemeindearchive eingestellt wurden. Wer sich für die einzelnen Inhalte interessiert, wird an die jeweilige Gemeinde verwiesen, die die Archivalien bei sich aufbewahrt. „Über die Homepage des Enzkreises waren diese Daten bereits seit längerer Zeit abrufbar, allerdings lediglich als Findbuch zum Archiv der einzelnen Kommune. Daher musste bislang Ort für Ort einzeln durchsucht werden“, so Huber weiter. „Über die DDB können Interessierte nun alle teilnehmenden Institutionen gleichzeitig befragen. Vergleichende Recherchen werden so enorm erleichtert und beschleunigt.“

Wer indes keine Literatur, sondern „nur“ Archivalien sucht, kann auch auf das Teilprojekt Archivportal D zurückgreifen, das nur die Daten der deutschen Archive präsentiert. Die Links zu den Portalen lauten https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ und https://www.archivportal-d.de/. Auf der Homepage des Enzkreises unter www.enzkreis.de lassen sich zudem unter dem Suchbegriff „Findbücher“ wie bisher nur einzelne Gemeindearchive des Enzkreises durchforsten.

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