Viel zu viel Müll im Wald! Zwei Projekte zur Umweltbildung in Birkenfeld
Zum zweiten Mal hat Waldpädagogin Susanne Kienzle zusammen mit der Birkenfelder Gemeinde-Bibliothek einen Bücherpfad eingerichtet. Auf einer Wegstrecke von 2,5 Kilometern erleben die zwei Elstern Tina und Tim, was passieren kann, wenn man viele zu viel Zeug hat. Bereits zuvor hatten Kienzle und 50 vor allem jungen Helferinnen und Helfern unter anderem von Feuerwehr, Schwarzwaldverein und Naturfreunden den Birkenfelder Wald von Schmutz und Unrat befreit.
Vom 30. März bis 25. April kann die Geschichte von Tina und Tim verfolgt werden. Außerdem gibt es ein Rätsel zu lösen; die Anleitung dazu und die genaue Wegbeschreibung sind am Starpunkt zu finden, dem Waldfriedhof-Parkplatz in Birkenfeld. „Mit solchen Aktionen wollen wir die Menschen abholen, auch die Kleinsten“, erklärt die Forst-Fachfrau dazu: „Nur wenn man weiß, wo ein Problem entsteht, kann man anfangen, nach Lösungen zu suchen.“ Diesen Ansatz zur nachhaltigen Entwicklung verfolge auch die Waldpädagogik des Enzkreises. So thematisiert der Bücherweg den Zusammenhang zwischen Konsum und Müll.
Drastische Beispiele dafür fanden die Sammler beim Waldputz – allerdings weniger als im Jahr zuvor. „Mit Freude haben die fleißigen Helfer festgestellt, dass sich die Müllsäcke dieses Jahr weniger schnell füllten“, berichtet Susanne Kienzle. Sprachlos sei man jedoch angesichts einer Entdeckung am Waldrand gewesen: Dort hatte die Jugendfeuerwehr im Vorjahr rund 500 mit Kot gefüllte Hundebeutel eingesammelt. In diesem Jahr waren es an exakt der gleichen Stelle erneut 300 Beutel. „Da denkt wohl jemand, prima, wenn das immer weggeräumt wird, dann kann ich das ja weiter so machen“, vermutet Kienzle.