Verbessertes Busangebot im westlichen Heckengäu und rund um Weil der Stadt
Zum 1. Januar 2026 können sich Fahrgäste in den Kommunen Leonberg, Rutesheim, Weissach, Heimsheim, Wiernsheim, Wimsheim, Tiefenbronn, Friolzheim und Mönsheim über Verbesserungen auf den Linien 652, 653 und 653A freuen. Neu eingeführt wird die Schnellbuslinie 660. Der Verkehr wird zehn weitere Jahre von der Firma Seitter-Mobilitäts-Service mit Sitz in Friolzheim betrieben. Auch für Weil der Stadt, Renningen, Magstadt, Neuhausen (Enzkreis), Tiefenbronn und Pforzheim kommen Verbesserungen. Die Firma Klingel übernimmt im Los 1 die Linien 663, 663A, 666, 666A und N61 von FMO bzw. Südwestbus. Die Firma Stäbler-Reisen fährt neben der Linie X74 künftig im Los 2 auch die Linie 665, die bisher von FMO verantwortet wurde. Beide Verkehrsunternehmen sind klein- und mittelständische Unternehmen aus dem Landkreis Böblingen.
Landrat Roland Bernhard begrüßt die Umsetzung eines neuen Konzeptes in dem Verkehrsraum: „Die Menschen für den ÖPNV zu begeistern klappt nur mit einem überzeugenden Busangebot. Im westlichen Heckengäu bieten wir einen sehr attraktiven Nahverkehr an mit mehr Verbindungen und rund 173.400 zusätzlichen Kilometern. Ich hoffe, dass diese Verbesserungen schnell auf Resonanz bei den Fahrgästen stoßen. Es freut mich auch, dass wir mit der Firma Seitter-Mobilitäts-Service einen Mittelständler aus der Region mit dem Busverkehr beauftragen konnten.“
Anlässlich der Inbetriebnahme betonte VVS-Geschäftsführerin Cornelia Christian, wie wichtig beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die gemeinsamen Planungen aller Partner seien: „Zusammen haben wir einen Blick aufs ganze System, das macht das Angebot aus, das wir unseren Fahrgästen bieten können“, so VVS-Geschäftsführerin Cornelia Christian. Außerdem bittet sie um Verständnis, wenn bei einem neuen Konzept am Anfang noch nicht alles hundertprozentig klappt. Erfahrungsgemäß brauche es einige Wochen, bis sich alles eingespielt habe.
Die Fahrpläne für die neuen Angebote sind in der VVS-Fahrplanauskunft über die VVS-Homepage unter vvs.de oder in der App „VVS mobil“ abrufbar.
Die Verbesserungen/ Änderungen im Einzelnen:
Linie 652 (Leonberg – Rutesheim – Heimsheim – Tiefenbronn – Friolzheim – Mönsheim – Weissach Porsche)
Auf der Linie 652 ändern sich die Abfahrtszeiten an mehreren Haltestellen. Grund dafür ist, dass die Fahrzeiten an die verkehrliche Situation angepasst wurden. Dazu zählen unter anderem das Einrichten einiger geschwindigkeitsreduzierender Bereiche.
Fahrgäste profitieren auf der Linie künftig von längeren Betriebszeiten. Neu gibt es die Abfahrten um 19:57 und 20:57 Uhr ab Leonberg Johannes-Kepler-Gymnasium sowie um 20:01 ab Weissach Porsche – der letzte Bus fuhr bisher um 18:55 Uhr ab. Im Gegenzug startet die erste Fahrt in Leonberg künftig um 05:57 statt um 04:55 Uhr.
Linie 653 (Leonberg – Rutesheim – Heimsheim – Friolzheim – Wimsheim – Mönsheim – Weissach Porsche)
Auch auf der Linie 653 kommt es wegen angepasster Fahrzeiten zu neuen Abfahrtszeiten an einzelnen Haltestellen.
Die Linie fährt künftig zwischen Rutesheim und Leonberg nicht mehr über Gebersheim und ist dadurch schneller und pünktlicher unterwegs. Gebersheim wird ab 1. Januar 2026 von der neuen Linie 654 (Leonberg – Gebersheim – Rutesheim) im Linienbündel 1 (Stadtverkehr Leonberg) angefahren.
Von Montag bis Freitag fahren die Busse der Linie 653 abwechselnd nach Weissach Porsche und Mönsheim Gödelmann – jeweils im Stundentakt. Auch die Betriebszeit wird verlängert: Der letzte Bus fährt künftig um 00:43 Uhr ab Wiernsheim Bürgersaal – bisher ist der letzte Bus um 00:00 Uhr von Mönsheim abgefahren.
Neu ist ein durchgängiger Spätverkehr ab Leonberg mit stündlichen Abfahrten bis 00:42 Uhr.
Samstags fährt die Linie künftig durchgehend im 30-Minuten-Takt bis ca. 20:30 Uhr – anstatt wie bisher bis 17:00 Uhr. Sonn- und Feiertags fahren die Busse durchgehend im Stundentakt, was bisher nur bis 12 Uhr der Fall war. Anschließend galt bisher nur ein 2-Stunden-Takt.
Unter der Woche abends sowie samstags fährt die Linie wieder ganztägig bis Wiernsheim, sonn- und feiertags bis Mönsheim Gödelmann.
Linie 653A (Wurmberg – Mönsheim – Wimsheim – Friolzheim –Tiefenbronn – Heimsheim – Rutesheim/Leonberg)
Der bestehende Schülerverkehr zwischen Wiernsheim, Mönsheim und Weissach (bisher Linie 765) sowie der Schülerverkehr zwischen Heimsheim und Lomersheim wird in die Linie 653A zusammengefasst.
Linie 660 (Wiernsheim – Mönsheim – Heimsheim – Rutesheim - Leonberg)
Zum 1. Januar 2026 startet ein neuer Schnellbus zwischen Leonberg, Rutesheim, Perouse, Heimsheim, Mönsheim und Wiernsheim. Die Schnellbusse fahren montags bis freitags von ca. 5 bis 20 Uhr. Zwischen Heimsheim See und Leonberg ergänzt sie die Linien 652 und 653. Auf dieser Strecke profitieren Fahrgäste so von Montag bis Freitag zwischen 5 und 20 Uhr von einem 15-Minuten-Takt.
Linie 663 (Weil der Stadt – Merklingen – Münklingen – Neuhausen [Enzkreis])
Die Linie 663 ergänzt montags bis samstags auch weiterhin die Linie 666 auf der Verbindung zwischen Weil der Stadt und Merklingen. Neu ist, dass die Busse ab Januar 2026 von Münklingen bis nach Neuhausen im Enzkreis fahren. Künftig entfällt während der Betriebszeit der Linie 663 die Stichfahrt der Linie 666 über Münklingen.
Alle Busse der Linie 663 halten in Merklingen künftig an der Haltestelle Beethovenstraße. Dadurch bekommt das Gebiet rechts der Würm zum ersten Mal ein durchgängiges und vertaktetes Angebot – auch an Samstagen. Die Busse fahren montags bis freitags zwischen ca. 06 und 20 Uhr sowie samstags von ca. 09:00 bis 19:00 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten sowie sonn- und feiertags steuern die Linien 666 und N61 Münklingen jede Stunde an.
In der Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag zwischen ca. 5:15 Uhr und 8:15 Uhr sowie zwischen 15:19 Uhr und 19:49 Uhr fahren die Busse der Linie 663 im 30-Minuten-Takt von bzw. nach Neuhausen (Enzkreis). In der Zwischenzeit sind sie alle Stunde im Einsatz.
Linie 663A (Weil der Stadt – Merklingen – Münklingen – Hausen)
Sämtliche, hauptsächlich dem Schülerverkehr dienende Verstärkerfahrten entlang des Linienwegs der Linie 663 sind künftig in dieser Linie gebündelt.
Linie 666 (Weil der Stadt – Merklingen – Münklingen - Hausen - Lehningen – Mühlhausen - Tiefenbronn – Pforzheim)
Fahrgäste der Linie 666 profitieren künftig von einem einheitlichen Linienweg. Nach Münklingen fahren die Busse der Linie 666 nur noch an Sonn- und Feiertagen sowie zu Randzeiten, in denen die Linie 663 nicht fährt.
In den Abendstunden ist die Linie von und nach Pforzheim deutlich länger im Einsatz: Von beiden Endpunkten der Linie fahren von Montag bis Samstag bis kurz nach 23 Uhr Busse im Stundentakt ab – an Sonntagen bis kurz nach 22 Uhr. An Samstagvormittagen sowie an Sonn- und Feiertagen sind die Busse den ganzen Tag im Stundentakt und damit doppelt so oft wie bislang unterwegs.
In Weil der Stadt profitieren Fahrgäste von und zur S-Bahn ab Januar 2026 von einer etwas längeren Umstiegszeit, die künftig sieben statt fünf bzw. sechs Minuten beträgt. Durch punktuelle Fahrzeitanpassungen beim neuen Fahrplankonzept soll sich die Anschlusssicherung für die Fahrgäste auf die S-Bahn verbessern.
Linie 666A (Tiefenbronn – Mühlhausen – Lehningen - Neuhausen (Enzkreis)– Steinegg)
Sämtlicher Schülerverkehr des im Enzkreis gelegenen Bereichs des Linienwegs der Linie 666 ist künftig in dieser Linie gebündelt.
Linie N61 (Döffingen – Schafhausen – Weil der Stadt – Merklingen – Münklingen - Hausen)
Erstmals bekommen alle Stadtteile von Weil der Stadt an Nächten vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen ein stündliches Nachtbusangebot. Dadurch werden die bisher angebotenen Ruftaxis des Landkreises Böblingen auf den Linien 663 und 670 mit Ablauf des 31.12.2025 eingestellt. Die Nachtbusse fahren am S-Bahnhof Weil der Stadt zwischen kurz nach Mitternacht und kurz nach 04:00 Uhr in der Früh ab.
Die Stadtteile Merklingen, Münklingen und Hausen steuern die Nachtbusse zuerst an. Den Stadtteil Schafhausen steuern die Busse nach einer halben Stunde auf der Rückfahrt in Richtung Döffingen an.
Schafhausen ist von Stuttgart kommend mit einer halben Stunde Zeitersparnis besser über den S-Bahnhof Böblingen erreichbar: Hier ist die Fahrt mit der Nachtbuslinie N75 und einem Umstieg am Döffinger Kapellenberg in die wenige Minuten später dort startende N61 Richtung Weil der Stadt via Schafhausen am schnellsten.
Linie 665 (Weil der Stadt Bahnhof – Blammerberg – Bahnhof [- Gymnasium])
Das Angebot von und zum Wohngebiet Blammerberg wird mehr als verdoppelt. Im morgendlichen Berufsverkehr fährt die Linie künftig bis ca. 08:45 Uhr im 30-Minuten-Takt. Nachmittags von ca. 15:00 bis 19:00 Uhr sind die Busse dann ebenfalls alle halbe Stunde im Einsatz.
Eine Vormittagsfahrt gegen 9:45 Uhr sowie der Halbstundentakt von ca. 10:45 bis 13:15 wird auf Eigeninitiative der Firma Stäbler-Reisen eingeführt. Abgesehen von einer Pause zwischen ca. 13:30 Uhr und 15:00 Uhr ist die Linie den ganzen Tag unterwegs.
Vom Betriebsstart bis 13:00 Uhr sind alle Fahrten mit Ankunft kurz vor der vollen Stunde in Weil der Stadt mit der Linie X74 verbunden. Fahrgäste, die in Richtung Universität unterwegs sind, können ohne Umstieg direkt im Bus sitzenbleiben.
Expressbuslinie X74 (Weil der Stadt – Magstadt – Universität)
Nach einer erfolgreichen Probephase wird die Linie X74 dauerhaft ins vom Landkreis Böblingen finanzierte reguläre Basisangebot aufgenommen. Fahrgäste profitieren von deutlichen Angebotsausweitungen zum Jahreswechsel: So sind die Expressbusse montags bis freitags künftig von ca. 06 bis 20 Uhr durchgängig im Stundentakt unterwegs. Die Firma Stäbler-Reisen bietet zusätzlich um 21:00 Uhr eine weitere Fahrt von Weil der Stadt nach Magstadt an.
Alle Fahrten, die von 15:00 bis 19:00 Uhr am S-Bahnhof Weil der Stadt ankommen, sind mit der Linie 665 verbunden. Fahrgäste, die in Richtung des Wohngebietes Blammerberg weiterfahren möchten, können ohne Umstieg direkt im Fahrzeug sitzenbleiben.
(jan)