Landrat besucht Eisinger Betriebe: Meisterliche Goldschmiedekunst und exklusive Sonderanfertigungen
Traditionelles Handwerk, das weltweit Maßstäbe setzt, lernte Landrat Bastian Rosenau bei seinen jüngsten Firmenbesuchen kennen. In Eisingen besuchte er zusammen mit Bürgermeister Sascha-Felipe Hottinger und Enzkreis-Wirtschaftsförderer Jochen Enke sowie Vertretern des Jobcenters und des Hochformclusters zwei Unternehmen, die weit über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf genießen: die Schmuckmanufaktur IsabelleFa und die Firma Laib.
IsabelleFa – Meister der Kettenkunst
1955 gründete Goldschmiedemeister Emil Mössner in Eisingen die „Emil Mössner Goldwarenfabrik“. Mitte der 1980er Jahre übernahm sein Sohn Hans-Georg Mössner die Geschäftsleitung. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Isabelle Mössner, geborene Fagnoul, entwickelte er das Unternehmen weiter und gründete 1987 die Marke „IsabelleFa“, die heute Weltruf genießt. Inzwischen leiten die beiden Söhne Alexandre und Patrick Mössner die Geschicke der Firma.
Das Unternehmen hebt sich durch den hohen Anteil an echter Handarbeit von industriellen Herstellern ab. „IsabelleFa setzt weltweit Maßstäbe in der Kunst des Kettengoldschmiedens“, betonte der Landrat. „Hier wird ein fast vergessenes Handwerk am Leben erhalten, das damit hinsichtlich der Qualität nicht mit maschineller Massenproduktion vergleichbar ist.“ So entstehen unter anderem die charakteristischen voluminösen Halsketten – jedes Stück in wochenlanger Arbeit durch erfahrene Goldschmiede, Fasser und Polierer.
„Wir haben als einziger Anbieter noch die gleichen Fertigungsprozesse, mit denen schon die Kettenhemden der Ritter angefertigt wurden,“ erklärten die Brüder Mössner. Die konsequente Ausrichtung als Luxusmarke und Qualitätsführer wird im Unternehmen beeindruckend umgesetzt – was die Delegation während der exklusiven Betriebsführung überall sehen und spüren konnte, nicht zuletzt in der Werkstatt, wo sich das Handwerk hautnah erleben ließ.
Laib – Spezialist für Auszeichnungen und Medaillen
Auch die ebenfalls familiengeführte Firma Laib ist durch traditionelle Handwerkskunst geprägt. Allerdings entstehen dort weniger aus Gold, dafür aus anderen hochwertigen Metallen repräsentative Schmuck- und Ehrenartikel. „Es muss nicht alles Gold sein, was glänzt“, wie Landrat Rosenau schmunzelnd kommentierte. Der Schwerpunkt liegt auf der individuellen Maßanfertigung nach Kundenwunsch, wie die Delegation erfuhr.
Das Portfolio reicht von Diademen und Zeptern bis hin zu Orden, Ehrennadeln und Medaillen für den Breiten- und Spitzensport. Zu den Kunden zählen Vereine, Verbände, Kommunen und große Organisationen. Ein besonderes Highlight für die Gäste: In den Räumlichkeiten konnten bedeutende Pokale bewundert werden. Das Unternehmen, das 1965 gegründet wurde und heute 12 Mitarbeitende beschäftigt, verbindet klassisches Handwerk mit modernem Online-Vertrieb über den „Diadem-Shop“.
„Es ist für uns mittlerweile eine echte Herausforderung, zuverlässige Hilfskräfte für dieses spezialisierte Handwerk zu finden,“ sagte Geschäftsführer Alexander Schickle: „Wir werden oft als Fachspezialisten bei Begutachtungen oder Reparaturen von beschädigten Pokalen oder Trophäen herangezogen.“
Austausch als Basis für Unterstützung
„Diese Besuche sind unverzichtbar, um die Vielfalt unserer lokalen Wirtschaft hautnah zu erleben“, ist Bastian Rosenau überzeugt. „Ob es um die Erhaltung seltener Handwerkstechniken geht oder um die Herausforderungen bei der Gewinnung von Fachkräften – wir wollen als Landkreis wissen, wo der Schuh drückt, und gemeinsam mit den Gemeinden bestmöglich unterstützen.“
Auch für Bürgermeister Sacha-Felipe Hottinger ist der enge Kontakt zu den Eisinger Betrieben von großer Bedeutung: „Wir sind stolz auf diese hochspezialisierten Unternehmen, die weit über unsere Gemeindegrenzen hinaus für Qualität und Tradition stehen. Der Austausch hat erneut gezeigt, wie wichtig eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kommune und Landkreis ist.“ (enz)