Grillen mit gutem Gewissen: Abfallberatung gibt Klimaschutz-Tipps für die Grillsaison
Ein gelungener Grillabend kombiniert Genuss und geselliges Beisammensein. Was aber ist mit dem ökologischen Fußabdruck – und wohin kommen die zusätzlichen Abfälle? Die Abfallberatung gibt dazu Tipps und Hinweise, denn „mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich so ein Event deutlich umweltfreundlicher gestalten“, wie Abfallberaterin Valeska Klauder sagt.
Tipp 1: Gute Planung
Schon vor dem Grillen lohnt es sich, die benötigten Mengen gut zu kalkulieren. So bleiben weniger Lebensmittel übrig und es wird weniger weggeworfen. Statt Papptellern und Plastikbesteck sind Mehrweg-Geschirr, wiederverwendbare Behälter und langlebiges Zubehör die bessere Wahl. Grillschalen aus Edelstahl oder Gusseisen können immer wieder verwendet werden und ersetzen Einweg-Aluschalen.
Tipp 2: Die Wahl von Grill und Grillgut
Wer öfter Gemüse, Käse oder andere pflanzliche Lebensmittel auf den Grill legt, schont das Klima. Gasgrills erzeugen wenig Rauch und Feinstaub. Elektrogeräte sind besonders klimafreundlich, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Wer mit Kohle loslegt, sollte auf zertifizierte Holzkohle aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft achten.
Tipp 3: Wohin mit dem Müll?
Nach dem Barbecue ist die richtige Entsorgung wichtig. Grillkohle und Asche müssen vollständig auskühlen, bevor sie in den Restmüll kommen; heiße Asche kann Brände verursachen und darf deshalb in keinem Fall unbeaufsichtigt entsorgt werden.
Kunststoffverpackungen können „löffelrein“, also einfach ausgekratzt in die gelbe Verpackungsmülltonne gegeben werden. Essensreste – auch Wurst- und Fleischreste – gehören in die Bioabfalltonne, aber nicht auf den Kompost. Damit sich in der braunen Tonne im Sommer weniger Fliegen und anderes Ungeziefer ansiedeln, hilft ein einfacher Trick: Die Reste in Zeitungspapier einwickeln. Das Papier nimmt Feuchtigkeit auf und der Bioabfall trocknet schneller.
„Niemand muss auf den Grillgenuss verzichten, um etwas für die Umwelt zu tun. Wer den Einkauf gut plant, auf Mehrweg setzt und Reste richtig entsorgt, kann sein Gartenfest ganz einfach nachhaltiger gestalten“, sagt Abfallberaterin Valeska Klauder: „So wird der Sommer gesellig – mit gutem Gewissen.“ (enz)