»Demenz - (k)eine Frage des Alters«: Consilio mit zahlreichen Veranstaltungen in der »Welt-Alzheimerwoche«
Rund um den 21. September, den Welt-Alzheimertag, finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen statt, um über Alzheimer und Demenz und die Situation Betroffener und ihrer Angehörigen zu informieren. Das consilio beteiligt sich mit zahlreichen anderen Institutionen im Enzkreis. Los geht es am Sonntag, 20. September, mit einem Gottesdienst für Menschen mit kognitiven Einschränkungen in der Kapelle St. Franziskus Mühlacker. Schlusspunkt der Aktionswoche ist ein Tanzcafé mit dem Musiker Martin Neumann am 26. September im Seniorenzentrum St. Franziskus.
„Demenz geht uns alle an“, betont Karin Watzal, Leiterin des consilio: „Mehr als 220.000 Menschen in Baden-Württemberg leben mit einer Demenzerkrankung, bundesweit sind es an die zwei Millionen – Tendenz steigend.“ Auch wenn das Risiko, an Demenz zu erkranken, mit zunehmendem Alter steige, können Menschen bereits in jüngeren Lebensphasen von der Erkrankung betroffen sein. Schätzungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zufolge sind fast 6 Prozent der Betroffenen jünger als 65 Jahre. Darauf macht das diesjährige Motto der Welt-Alzheimerwoche aufmerksam: „Demenz – (k)eine Frage des Alters“.
Während bei hochbetagten Menschen häufig der Verlust von Selbstständigkeit und zunehmende Pflegebedürftigkeit im Vordergrund stehen, trifft eine Demenz jüngere Betroffene meist mitten im Berufsleben und in einer Lebensphase mit familiären Verpflichtungen. Beruf, Partnerschaft, finanzielle Sicherheit und die Verantwortung für Kinder können dadurch gleichzeitig in Frage gestellt werden – neben den Sorgen darüber, wie sich die Krankheit weiterentwickeln wird.
Beratungsangebot im consilio Demenzentrum in Mühlacker und Remchingen
„Eine Demenzerkrankung bedeutet einen tiefgreifenden Einschnitt, der frühzeitige Information und passgenaue Unterstützung erforderlich macht – unabhängig vom Alter“, betont Karin Watzal. Das consilio Demenzzentrum in Mühlacker und Remchingen, telefonisch erreichbar unter 07231 308-500, berät neutral, kostenfrei und wohnortnah zu Unterstützungs- und Entlastungsangeboten und zu Fragen der Erkrankung. Auch Menschen, die erste Veränderungen wahrnehmen oder sich vorsorglich informieren möchten, können dieses Beratungsangebot nutzen.
„Je früher Betroffene und Angehörige Unterstützung erhalten, desto besser können sie die Erkrankung und ihre Folgen bewältigen. Wissen schafft Sicherheit und hilft, Ängste und Vorurteile abzubauen,“ sagt die Fachfrau: „Die Diagnose Demenz bedeutet nicht das Ende von Selbstbestimmung und Teilhabe. Viele Betroffene können über lange Zeit ein selbstbestimmtes Leben führen – insbesondere dann, wenn sie Verständnis, passende Unterstützung und ein demenzsensibles Umfeld erfahren. Jeder Mensch kann dazu beitragen, dass Teilhabe trotz Demenz möglich bleibt.“ (enz)