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Datum: 27.07.2021

Erfolgreicher Abschluss nach einem schwierigen Schuljahr: Zufriedene Gesichter bei Lehrkräften und Absolventen der Bildungsgänge VABO und AVdual

Zwei Abschlussfeiern an der Beruflichen Schule Mühlacker: 11 Schülerinnen und Schüler haben das Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse (VABO) erfolgreich absolviert; 34 junge Menschen beendeten den Bildungsgang AVdual, davon 32 mit dem Hauptschulabschluss. Lernende und Lehrende freuten sich gemeinsam über die guten Leistungen – trotz der gerade für diese Schülergruppe durch Corona besonders herausfordernden Bedingungen.

Abteilungsleiter Ralf Speh lobte das Engagement der VABO-Schüler und dankte den Fachlehrern, vertreten durch die Deutschlehrerin Marion Brunner, sowie ganz besonders Sozialarbeiter Senadin Ibricic. Die Zeugnisse und Zertifikate übergab die Deutsch- und Klassenlehrerin Sibylle Schnauffer. Sie hob die Leistung der Schülerinnen Sara Afric und Sara Dahman hervor: Beide schnitten bei der A2-Sprachstanderhebung mit überdurchschnittlicher Leistung ab, wurden daraufhin zur B1-Prüfung zugelassen und bewältigten auch diese mit guten Ergebnissen.

Die nächste Herausforderung wird der Hauptschulabschluss im kommenden Schuljahr sein, den die Jugendlichen wiederum an der Beruflichen Schule anstreben – im Rahmen des Bildungsgangs AVdual (Ausbildungsvorbereitung mit theoretischer und praktischer Orientierung). Besonders Qualifizierte können von dort aus nach der zweijährigen Berufsfachschule den Mittleren Bildungsabschluss erwerben. Nach erfolgreichem Abschluss des Berufskollegs in Mühlacker steht dann sogar einem Studium nichts mehr im Weg.

Den nächsten Schritt, nämlich AVdual, haben 34 junge Frauen und Männer bereits erfolgreich getan. „Gerade diese Schüler stellte der pandemiebedingte Wechsel in den Fernunterricht vor große Herausforderungen“, sagt Ralf Speh. „Viele von ihnen waren in ihrer häuslichen Umgebung nur unzureichend oder gar nicht ans Internet angebunden.“ Und selbst dort, wo das Internet kein Problem gewesen sei, hätten die direkte Ansprache durch die Lehrkräfte und die sozialen Interaktionen im Rahmen des Präsenz-Unterrichts gefehlt; nicht zu vergessen die sprachlichen Barrieren: „Die Schüler stammen aus 12 verschiedenen Herkunftsländern“, so Speh. Deshalb sei es den Lehrkräften von Anfang an wichtig gewesen, die Jugendlichen in kleinen Gruppen möglichst schnell wieder in den Wechsel- und Präsenzunterricht zurückkehren zu lassen.

Umso erfreulicher ist das Ergebnis: Aus sieben Profilen konnten die Schüler neigungsbezogen eine berufliche Kompetenzprüfung auswählen, bevor sie an den zentralen Prüfungen in Deutsch, Mathematik und Englisch teilnahmen. 32 von ihnen erreichten das Bildungsziel mit einem dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand; zwei weitere erreichten den einfachen AVdual-Abschluss. Cennet Kubilay und Ruth-Elena Tanasa erhielten als Schulbeste jeweils ein Lob.