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Enzkreis setzt mit der Streuobstwiesenkonzeption auf Projekte, Kooperation und neue Ideen

Die Streuobstwiesen in Baden-Württemberg zählen zu den wertvollsten Lebensräumen mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. „Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft, bieten Raum für Erholung und Aktivitäten und sind eng verknüpft mit unserem Ideal einer naturnahen Heimat“, sagt Landrat Bastian Rosenau. Doch nachlassendes Interesse an Baum- und Wiesenpflege führen dazu, dass immer mehr Bestände durch Überalterung verloren gehen – mit gravierenden Auswirkungen auf Flora und Fauna. Deshalb sehe man sich im Enzkreis in der Pflicht und Verantwortung, diese das Landschaftsbild prägenden Wiesen zu erhalten.


Enzkreis setzt mit der Streuobstwiesenkonzeption auf Projekte, Kooperation und neue Ideen
Enzkreis setzt mit der Streuobstwiesenkonzeption auf Projekte, Kooperation und neue Ideen

Wie das möglich sein kann und welche Maßnahmen dazu nötig sind, haben Mitarbeiter aus dem Landwirtschaftsamt, dem Amt für Baurecht und Naturschutz und vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) in der „Streuobstkonzeption Enzkreis“ zusammengestellt. Auch Vertreter der Obstbaufachwarte, der Obst- und Gartenbauvereine, Naturschutzverbände und Mostereien waren in die Ausarbeitung einbezogen.

Die Streuobstkonzeption formuliert Ziele, stellt Maßnahmen und Strategien vor und enthält zahlreiche konkrete Projektideen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Erhalt, Pflege und Verjüngung der Bestände und die Intensivierung der Obstnutzung stehen im Vordergrund. „Wir sind dabei auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen und möchten deshalb Kooperationen entwickeln, ausbauen und festigen“, betont der Landrat.

Als Anstoß sollen bereits im laufenden Jahr Projekte mit der Partnerkommune Birkenfeld umgesetzt werden: neben ersten Pflegemaßnahmen die Etablierung einer Musterstreuobstwiese und einen „Streuobst-Markt“ am Samstag, 13. Oktober. An einem „Runden Tisch Streuobst“ sollen Akteure aus dem Obstbau und aus der Vermarktung zusammenfinden.

Die Streuobstkonzeption kann als Nachschlagewerk, Handbuch und Ideengeber dienen. Sie steht hier als Download zur Verfügung oder kann im Landratsamt angefordert werden beim Landwirtschaftsamt, der unteren Naturschutzbehörde oder dem LEV. Dort gibt es auch weitere Auskünfte zur Konzeption und zu den Streuobstwiesen: Tel. 07231 308-1831 oder E-Mail an Bernhard.Reisch@enzkreis.de.

Streuobstbörse: Der eine hat, der andere will

Nach dem Frosteinbruch des letzten Jahres haben die Obstbäume in diesem Frühjahr überreich geblüht, was sich in sehr üppigem Fruchtbehang niederschlägt. Damit stellen sich jedoch für viele Eigentümer von Streuobstwiesen zwei Fragen: wer erntet und wer nutzt die Früchte?

So viele Äpfel wie schon lange nicht mehr erwarten die Experten auf den Streuobstwiesen im Enzkreis.
So viele Äpfel wie schon lange nicht mehr erwarten die Experten auf den Streuobstwiesen im Enzkreis.

Viele vor allem ältere Obstwiesenbesitzer sind nicht mehr in der Lage, ihre Bäume abzuernten. Umgekehrt würden junge Familien oder Neubürger dies gerne tun – zur Saftbereitung oder zum Verzehr der unbehandelten Früchte. Viele sindzudem daran interessiert, Obstwiesen zu pachten oder zu kaufen. Für beides hat der Enzkreis die Streuobstwiesenbörse eingerichtet: Auf www.enzkreis.streuobstwiesen-boerse.de kann über eine einfache Eingabemaske kostenlos eine Annonce eingestellt werden. Anbieter und Nachfrager suchen dann über Telefon oder E-Mail den Kontakt und vereinbaren die Nutzungsbedingungen.

Für Obstwiesenbesitzer ohne Computer liegen ab Ende August bei den Gemeindeverwaltungen Vordrucke für Anzeigen aus, die als Postkarte an das Landratsamt geschickt werden können; dort werden die Annoncen in die Streuobstwiesenbörse eingestellt.

                   
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