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10.07.2019

Noch bessere Beschulung für behinderte Kinder: Landrat Rosenau wirbt für Mitarbeit im »Bündnis für Inklusion«

Vertreter der Enzkreis-Gemeinden, der Stadt Pforzheim und der Kreisverwaltung - sie alle machen sich in einem »Bündnis für Inklusion« für eine noch bessere Beschulung behinderter Kinder stark.

Die Beschulung von körperlich und geistig behinderten Kindern weiter verbessern – dieses Ziel verfolgt das "Bündnis für Inklusion", für das Landrat Bastian Rosenau dieser Tage bei einer mehrstündigen Veranstaltung im Landratsamt Enzkreis die Werbetrommel rührte. Im mit den Bürgermeistern zahlreicher Enzkreis-Gemeinden, der Niefern-Öschelbronner Bürgermeisterin Birgit Förster, der Leiterin des Amtes für Bildung und Sport der Stadt Pforzheim, Claudia Schlütter, und Fachleuten der Kreisbehörde gut gefüllten Großen Sitzungssaal gab der Kreischef den Startschuss für die „konzertierte Aktion“, die der Kreistag Mitte April einstimmig beschlossen hatte.

Nach dem Willen des Gremiums soll die schulische Betreuung behinderter Kinder im Enzkreis künftig so dezentral wie möglich und so zentral wie nötig gestaltet werden. Zudem möchte der Kreis Elternwünschen nach einem möglichst wohnortnahen Unterricht – sei es in Form von sonderpädagogischen Außenklassen oder einer Inklusion in Klassen an Regelschulen – als auch dem Wunsch von Eltern schwerst oder mehrfach behinderter Kinder nach einer Betreuung in einem geschützten Raum gerecht werden.

„Allein kann der Enzkreis als Schulträger diese Ziele natürlich nicht erreichen“, betont Rosenau. Vielmehr müsse der Kreis mit den Gemeinden als Träger der allgemeinen Schulen, mit der Staatlichen Schulverwaltung, den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) sowie der Stadt Pforzheim als SBBZ-Schulträger Hand in Hand arbeiten. Auch im Landratsamt selbst bedarf es der Kooperation: Neben dem Kreischef sind auch Schuldezernent Frank Stephan, die Leiterinnen des Amtes für technische Dienste und des Amtes für Bildung und Sport, Miriam Mayer und Marion Trenz, mit von der Partie, wenn es um kreative Ideen und einen detaillierten Zeitplan für das Großprojekt „Inklusion“ geht.

Wie groß das Interesse auch auf Seiten der Enzkreis-Kommunen ist, zeigte sich bei der lebhaften Diskussion, die sich im Laufe der Sitzung entspann. „Nach den Sommerferien werden wir mit allen in Frage kommenden Projektpartnern weitere Gespräche führen und dabei gemeinsam überlegen, wie sich das Bündnis-Ziel ganz konkret vor Ort umsetzen lässt“, kündigte Rosenau an. Aus den gesammelten Erkenntnissen werde die Kreisverwaltung dann einen ersten Projektplan erarbeiten, der im Herbst dem Kreistag zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt werden soll.

„Wir verstehen Vielfalt als Bereicherung und fördern die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen am gemeinschaftlichen Leben. Beim Aufbau inklusiver und integrativer Strukturen setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. So steht es im Leitbild des Enzkreises, das wir kürzlich aktualisiert haben“, so Rosenau abschließend. „Diesen hehren Anspruch setzen wir nun mit dem Bündnis für Inklusion in die Tat um.“

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