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25.07.2018

Nachhaltiger Enzkreis: Neuer Agenda 2030-Manager nimmt Arbeit auf

Erster Landesbeamter Wolfgang Herz (links), die Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung, Edith Marqués Berger, und der neue Agenda 2030-Manager Jannis Hoek mit den 17 Zielen für eine global nachhaltige Kommune.

„Nachhaltigkeit“ – dieses Modewort, das man ständig hört: ist es nichts weiter als eine Marketingstrategie internationaler Unternehmen, ist es eine Ökobewegung 2.0 oder ist es mehr? „Es ist viel mehr“, meint Jannis Hoek, der neue Verantwortliche für die Agenda 2030 im Landratsamt Enzkreis: „Nachhaltigkeit ist eine globale Verantwortung, die jeden Menschen betrifft, vor und hinter der eigenen Haustür, am Arbeitsplatz, in der Freizeit; jeder von uns trägt Verantwortung für diese eine Welt.“

Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen (UN) im September 2015 einen verbindlichen Zielkatalog für alle Mitgliedsstaaten verabschiedet, dessen Herzstück die 17 global greifenden Ziele (Sustainable Development Goals, kurz: SDG) bilden. „Diese Entwicklungsziele sollen nun im Enzkreis und seinen Gemeinden konkretisiert und mit Leben erfüllt werden“, erläutert der 33jährige Diplom-Geograph Hoek: „Zu den 17 Zielen gehören 169 Unterziele, die alle Bereiche des Lebens betreffen, darunter nachhaltiger Konsum, Gesundheit und Wohlergehen, Geschlechtergerechtigkeit, bezahlbare und saubere Energie.“

Städte, Gemeinden und Kreise seien zentrale Akteure für eine nachhaltige Entwicklung. So sei aktuell beispielsweise das Ziel 11 („Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen“) eine besondere Herausforderung für die kommenden Jahre. „Dazu gehört für uns unter anderem, Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zu schaffen und Umweltbelastungen in den Städten und Gemeinden zu senken“, umreißt Hoek die Aufgabe. Weitere zentrale Themen in Deutschland seien Abfallvermeidung und Wertstoffrecycling, das Vermindern von CO2-Emissionen, der Ausbau erneuerbarer Energiequellen und die Steigerung der Energieeffizienz.

Bereits im Juli vergangenen Jahres bekannte sich der Kreistag einstimmig zu den Zielen der Agenda 2030. Nach diesem Startschuss wurde im Landratsamt bei der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung eine Koordinierungsstelle für die Umsetzung der ambitionierten Ziele geschaffen. Die zunächst auf die Dauer von zwei Jahren befristete Stelle wird durch die Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Den ersten Meilenstein auf dem Weg in eine nachhaltige Entwicklung im Enzkreis bildet die Fortschreibung des Enzkreis-Leitbildes. Aus diesem neuen Leitbild geht der strategische Handlungsrahmen für die zukünftige Entwicklung im Enzkreis und den Städten und Gemeinden hervor, ebenso wie für die Arbeit in der Kreisverwaltung. Auf dessen Basis wiederum soll eine Nachhaltigkeits-Strategie entwickelt werden.

Weitere Informationen zu den Zielen der Agenda 2030 und deren Inhalten gibt es im Internet unter https://17ziele.de/ und unter www.enzkreis.de.

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