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09.05.2018

Fundgrube für die regionale Heimatkunde: Sammlung Christian Meeh im Kreisarchiv jetzt öffentlich nutzbar

Liebevoll gestaltet sind die vier Bände der Sammlung Christian Meeh, die Archivleiter Konstantin Huber, Eigentümer Oliver Haderer und Praktikant Raphael Schenkel präsentieren.

Der 1883 in Neuenbürg geborene Hafner und Ofenbauer Christian Meeh interessierte sich Zeit seines Lebens brennend für die bewegte Geschichte seiner Heimatstadt und deren Umgebung. Er sammelte Fotografien, Ansichtskarten, Zeitungsartikel, Gedichte und weitere Informationen, die er in mehrere großformatige Bände handschriftlich eintrug oder liebevoll anordnete und einklebte.

Nach seinem Tod gingen die Bände in den Besitz seines Enkels Hans Haderer über, der in Wurmberg lebte. Von dort stammte Christian Meehs Ur-Urgroßvater, der 1777 nach Neuenbürg geheiratet hatte. Hans Haderers Sohn Oliver übergab die Sammlung bereits vor einiger Zeit dem Kreisarchiv zur Aufbewahrung. „Dort stehen sie allen heimatkundlich Interessierten zur Einsicht zur Verfügung und können damit Impulse für die weitere Beschäftigung mit der regionalen Geschichte geben“, hofft Oliver Haderer.

Dessen ist sich Archivleiter Konstantin Huber sicher: „Das Kreisarchiv besitzt damit neben den Nachlässen Adolf Reile und Rudi Seeger einen weiteren Sammlungsbestand, der reiches Material zur Neuenbürger Geschichte bereithält.“ Huber freut sich, dass es bienenfleißige Sammler wie Christian Meeh gab, die viel Zeit für ihre Interessen aufwendeten und auf diese Weise reichhaltiges Material für die Nachwelt überlieferten.

Inzwischen konnte mithilfe des Praktikanten Raphael Schenkel eine genaue Erschließung der Inhalte erfolgen. Die ersten beiden Bände mit jeweils über 500 Seiten widmen sich ganz der Stadt Neuenbürg. Raphael Schenkel, der Verwaltungswissenschaften in Konstanz studiert, listete die Inhalte Seite pro Seite detailliert auf. Ihn faszinierten besonders Meehs illustrierte Dokumentation der ab etwa 1850 neu aufkommenden Vereine sowie kurzweilige Anekdoten – zum Beispiel die von den letzten amtlich anerkannten (!) Geistern Neuenbürgs von 1780.

Ein dritter Band enthält Informationen über die Orte des bis 1938 als eigener Verwaltungsbezirk bestehenden Oberamts Neuenbürg. Sie sind alphabetisch geordnet – von Arnbach bis Zavelstein. Ein vierter Band schließlich betrifft die Stadt Pforzheim und ihre Geschichte. Enthalten sind darin beispielsweise Informationen über die Flößerei und alte Familien. Der Band blickt aber auch ins Umland, etwa nach Bauschlott, Königsbach und Tiefenbronn.

Wer sich für die Sammlung Meeh interessiert, kann sich zur Einsichtnahme beim Kreisarchiv anmelden unter Tel. 07231 308-9423 oder per E-Mail an kreisarchiv@enzkreis.de.

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