Sprungziele
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Seiteninhalt
13.03.2018

Förderung nachhaltiger Mobilität: Radverkehr im Enzkreis nimmt mit zwei großen Projekten weiter Fahrt auf

Von links: Luisa Demmerle, Sven Besser, Rolf Kümmel, Reinhard Kappes, Andrea Wexel, Julia Domko, Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, Sibylle Schüssler, Dominik Laudamus, Winfried Abicht, Thorsten Donn und Günter Bendias

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes für den Enzkreis mit einem hohen fünfstelligen Betrag. Diese erfreuliche Nachricht verkündete Landrat Bastian Rosenau am Montag bei der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses. Das Konzept wird im Rahmen des Klimaschutzteilkonzeptes „Klimafreundliche Mobilität in Kommunen“ aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative zu 50 Prozent gefördert.

„Unser mittelfristiges Ziel ist es, die Radinfrastruktur im Kreis weiter auszubauen und dadurch den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen zu erhöhen“, erläutert Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, der im Landratsamt die Bereiche Klimaschutz und „Nachhaltige Mobilität“ verantwortet, die Hintergründe. Nur so lasse sich dauerhaft eine Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehr erreichen. Dabei bildeten vor allem die an vielen Stellen im Enzkreis bereits bestehende Radinfrastruktur und die zunehmende Beliebtheit von Pedelecs eine gute Basis.

„Schon jetzt ist der Enzkreis mit seinen landschaftlichen Schönheiten und Sehenswürdigkeiten ein beliebtes Ziel für Radtouristen. Um diesen positiven Trend auch auf Alltagsradler zu übertragen, wird der Enzkreis nun nach der Förderzusage umgehend die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes ausschreiben und beauftragen“, kündigte Herz in der Sitzung an. Ziel sei, die bestehende Radverkehrssituation zu erfassen, Schwachstellen zu registrieren und einen mittelfristigen Handlungsbedarf in Sachen Routenführung, Infrastruktur, Serviceangebot, Wegweisung und Verknüpfung mit dem ÖPNV zu ermitteln.

Um den Anforderungen des Fördergeldgebers gerecht zu werden, müsse außerdem ein besonderes Augenmerk auf der Energie- und Treibhausgasbilanz liegen. Herz: „Das Konzept soll darüber hinaus als Grundlage für die Abstimmung und Koordinierung mit anderen Akteuren dienen und die Einordnung der Radverkehrs-Maßnahmen in den Gesamtrahmen der planerischen Aktivitäten des Enzkreises ermöglichen. Ich denke da etwa an den Straßenbau an klassifizierten Straßen oder an Bebauungspläne oder Lärmaktionspläne der Kommunen.“

Doch das Radverkehrskonzept ist nicht das einzige Großprojekt, mit dem das Amt für Nachhaltige Mobilität derzeit beschäftigt ist: Nachdem vor kurzem das Land Baden-Württemberg bei einer Förderquote von 80 Prozent ebenfalls einen (allerdings mittleren) fünfstelligen Förderbetrag bewilligt hatte, ist gerade eine Machbarkeitsstudie für eine kreisübergreifende Radschnellverbindung angelaufen. Unter Federführung des Enzkreises wird hier die Machbarkeit einer Radschnellverbindung von Pforzheim über Mühlacker bis Vaihingen/Enz geprüft – ebenfalls mit dem Ziel, möglichst viele Kfz-Fahrer für den Umstieg auf das Fahrrad zu gewinnen. Bei einem Workshop mit den Bürgermeistern und Planern der fünf Anrainerkommunen Pforzheim, Niefern-Öschelbronn, Mühlacker, Illingen und Vaihingen/Enz konnten bereits erste zu untersuchende Trassen festgelegt werden, die nun zunächst unter Umwelt- und Naturschutzaspekten genauer unter die Lupe genommen werden.

Die aktive Förderung des Radverkehrs auch an Straßen anderer Baulastträger durch eine systematische Verbesserung der Radinfrastruktur und den Ausbau des Radwegenetzes hat im Enzkreis dank eines aufgeschlossenen Kreistags eine langjährige Tradition. Die Erfolge der bereits im Jahr 2001 eingerichteten Radwegekommission - in der Fraktionsvertreter des Kreistages, Vertreter der Polizei und teilweise auch der Kommunen, Mitglieder des Landratsamtes und des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie der Fahrradverbände vertreten sind - wurden in der im Juli 2015 neu erschienenen Radwanderkarte Enzkreis/Stadt Pforzheim eindrucksvoll dokumentiert. „Die Arbeit der Radwegekommission gewährleistet seit Jahren eine kontinuierliche und zielorientierte Verbesserung und Verdichtung des Radnetzes im Enzkreis“, bestätigt auch Herz.

Seite zurück Nach oben Drucken