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11.09.2018

Erfolgreicher Tag des offenen Denkmals in der Historischen Kelter Ötisheim

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich am Sonntag in der Historischen Kelter in Ötisheim über den Erhalt und die Sanierung von Denkmälern in der Region.

Über 100 Besucherinnen und Besucher kamen am vergangenen Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr zur Historischen Kelter Ötisheim, um sich bei Vorträgen, Diskussionsrunden sowie Ausstellungen und Ständen zu informieren und auszutauschen Das Netzwerk „Fachpartner Denkmalpflege und Fachwerk", das der Bündelung von Fachwissen bei Erhalt und Sanierung denkmalgeschützter und anderer erhaltenswerter Gebäude in unserer Region dient, hatte anlässlich des deutschlandweiten Tags des offenen Denkmals dorthin eingeladen. Zudem konnte sich das Publikum durch die Historische Kelter, die von 2005 bis 2010 vorbildlich saniert worden ist, führen lassen. Im Anschluss gab es noch die Möglichkeit, offene Häuser von Mitgliedern des Netzwerks „Fachpartner Denkmalpflege und Fachwerk" zu besichtigen.

Der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz, der beim Kreis auch für den Klimaschutz zuständig ist, überreichte zu Beginn den Netzwerkmitgliedern ein handgemaltes Keramikschild. „Eigentümer solcher Gebäude, Kaufinteressenten, oder Bauherren, die bereits ein solches Objekt haben und fachgerecht sanieren wollen, sowie Experten und Denkmalbehörden können über dieses Netzwerk Erfahrungen teilen und so die erhaltenswerte Bausubstanz besser schützen. Beispielsweise können sich Netzwerkmitglieder nützliche Tipps zur Umsetzung der Sanierung holen oder sich über mögliche Fördermittel sowie den Austausch von Altmaterialien informieren. Das Netzwerk ist offen und nimmt gerne weitere Mitglieder auf“, ermunterte Wolfgang Herz weitere Interessierte.

Rose Jelitko und Mathias Wagner vom Amt für Baurecht und Naturschutz des Enzkreises sowie Manfred Schmidt-Lüttmann, selbst Besitzer eines energiesparenden Baudenkmals, informierten das Publikum rund um die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden und eine gelungene Denkmalsanierung.

Darüber hinaus regten Ausstellungen, Informationsstände von Architekten, Firmen und Beratern sowie Informationsmaterialien den Fachaustausch unter Experten an. Die Ausstellung „Aus Alt wird Neu – Nachhaltiges Bauen und Sanieren durch Recycling von Baumaterial“ bot Inspiration von der Wiederverwertung von Materialien für die Renovierung eines Fachwerkhauses (Baujahr ca. 1565) der Familie Blaich in Mühlacker-Mühlhausen, von Altholz über die frühere Stalltür bis hin zur alten Hühnertreppe.

„Der Erhalt dieser altehrwürdigen Gebäude ist daher nicht nur wichtig, da sie wichtige Zeugen unserer Geschichte sind und unsere Region prägen. Er dient auch der Nachhaltigkeit und dem Klimaschutz, da regionale, langlebige Rohstoffe bevorzugt sowie Ressourcen und Flächen gespart werden.“, erläutert Edith Marqués Berger, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung im Landratsamt Enzkreis und Geschäftsführerin des Energie- und Bauberatungszentrums Pforzheim/Enzkreis (ebz).

Wie Denkmäler trotz ihres Schutzstatus´ energetisch saniert und mit erneuerbaren Energien versorgt werden können, war ebenfalls Thema der Veranstaltung. Darüber tauschten sich die Teilnehmenden und Fachleute bei verschiedenen Thementischen aus. „Wir freuen uns über das Interesse aus der Bevölkerung für den Erhalt und die Sanierung historischer Gebäude und hoffen, dass der rege Austausch weiter Kreise zieht“, sagt Edith Marqués Berger, „Denkmäler und Fachwerk machen schließlich den Charme unserer Gemeinden aus“.

Die Veranstaltung ist ein weiterer Baustein im Aufbau des Netzwerks „Fachpartner Denkmalpflege und Fachwerk". Das Netzwerk wurde im Oktober 2017 gegründet - als erstes seiner Art in Baden-Württemberg. Wer Interesse hat oder sich weiter über das Netzwerk informieren möchte, erreicht Magdalena Langer vom ebz unter der Telefonnummer 07231 308-9606 oder per Mail an magdalena.langer@enzkreis.de.

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