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11.06.2018

Energiespar-Tipp Juni: Energie sparen durch Abfallvermeidung

Dem Frosch geht ein Licht auf.

Ein verendeter Wal in Thailand, der aufgrund von 80 Plastiktüten in seinem Magen nichts mehr fressen konnte? Nachrichten wie diese sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Schätzungen zufolge landen jedes Jahr mindestens 2,7 Millionen Tonnen Kunststoff im Meer, und viele Menschen fragen sich: Was kann ich tun, um daran etwas zu ändern?

Deutschland liegt bei der Abfallmenge weit über dem europäischen Durchschnitt, vor allem bei Verpackungsabfällen: 454 kg Müll pro Person fallen allein in den Privathaushalten jährlich an. Abfallmanagement beginnt also bereits in den eigenen vier Wänden: Wieviel Müll produziert wird, entscheidet jeder zunächst mit seinem Kaufverhalten und später mit der Abfallsortierung.

Im Enzkreis werden Abfallstoffe separat eingesammelt und zu Strom und Fernwärme verarbeitet, Wertstoffe zu neuen Materialien. Trotzdem wird für die Herstellung von zum Beispiel Plastiktaschen dreizehnmal so viel Energie benötigt wie bei deren Verwertung am Ende gewonnen werden kann. Hohe Abfallmengen bedeuten also einen hohen Energieverbrauch bei der Produktion.

Energetisch lohnen sich Stofftaschen schon ab dem 30. Einkauf.

Sieben Tipps zur Abfallvermeidung im Haushalt

1. Eigene To-Go-Becher mitbringen

Jede Stunde werden in Deutschland etwa 320.000 Einwegbecher weggeworfen. Statt der Wegwerfbecher empfiehlt sich hier der wiederverwendbare Thermobecher. Bei manchen Kaffeeverkäufern gibt es dann sogar einen Rabatt.

2. Kaffeepulver oder Bohnen statt Kapseln

Wer seinen Kaffee mit Kapseln brüht, produziert pro Kilo Kaffee fast 400 Gramm Abfälle aus Kunststoff und Aluminium, während es bei einer normalen Kaffeetüte lediglich 30 Gramm Verpackungsmaterial sind.

3. Stoffbeutel statt Plastiktüten

Jeder Deutsche nutzt im Jahr 71 Plastiktüten, dazu kommen noch unzählige der dünnen „Hemdchentüten“ für Obst oder Gemüse. Papiertüten sind zwar kompostierbar, aber weniger reißfest – und sie benötigen etwa die doppelte Energie in der Herstellung. Eine Stofftasche dagegen hält sehr lange, kann gewaschen werden und rentiert sich energetisch bereits nach dem 30. Einkauf.

4. Brotdose und Trinkflasche statt Alufolie und Einwegflasche

Der kleine Snack für die Pause im Büro, das Pausenbrot für die Kinder oder die Verpflegung für eine lange Reise: Wer Müll vermeiden will, greift zur umweltfreundlichen Brotdose und zu einer wiederbefüllbaren Trinkflasche statt zu Frischhalte- oder Alufolie und Einwegflaschen aus Plastik.

5. Akkus statt Batterien

Wieder aufladbare Akkus sind je nach Typ für bis zu 500 Ladezyklen ausgelegt. Damit sind sie einmalig nutzbaren Batterien vorzuziehen. Sind sie verbraucht, gehören sowohl Akkus als auch Batterien in Sammelboxen, die es beispielsweise in Supermärkten gibt. Von jährlich 44.000 t verkauften Batterien werden derzeit nur 18.000 t dem Recycling-Kreislauf zugeführt; der Rest landet samt zum Teil gefährlicher Inhaltstoffe im Restmüll.

6. Nachfüllen statt Wegwerf-Verpackungen

Wasser aus dem Hahn muss weder abgefüllt und verpackt noch transportiert werden; und es ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Wer also Wasser aus der Leitung trinkt, trägt viel zur Müllvermeidung bei. Für kohlensäurehaltiges Wasser ist ein Wassersprudler dienlich. Auch Hygieneartikel werden oft als Nachfüllvariante angeboten, beispielsweise für Pumpspender für Flüssigseife.

7. Reparieren statt wegwerfen, mieten statt kaufen

Reparaturen von defekten Geräten und Gegenständen lohnen sich häufig. Selten genutzte Geräte können auch gemietet werden. So lässt sich viel Energie für die Herstellung und die Entsorgung einsparen. Wer Reparaturen anbietet und Geräte vermietet, steht unter www.reparatur-verleih.de.

Weitere Informationen zur Abfallvermeidung gibt es bei der Abfallberatung Enzkreis unter www.entsorgung-regional.de und unter der Telefonnummer 07231 354838. Mehr Tipps auch auf

https://www.co2online.de/klima-schuetzen/nachhaltiger-konsum/20-tipps-zur-abfallvermeidung/
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