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30.07.2020

Ein Stück Enzkreis auf Bierdeckeln: 17 Nachhaltigkeits-Ziele auf Badisch

Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, die Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung, Edith Marqués Berger, der Agenda 2030-Koordinator Dr. Jannis Hoek und Michael Ketterer, Geschäftsführer der Privatbrauerei Wilhelm Ketterer
(von rechts nach links) mit den 17 Ziele-Bierdeckeln.

Die Biergärten sind wieder geöffnet und auch der Sommer scheint nun so richtig im Enzkreis angekommen zu sein. Das nehmen die Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung des Landratsamtes Enzkreis und die Privatbrauerei Wilhelm Ketterer aus Pforzheim zum Anlass, die 17 Agenda-Ziele auf Bierdeckeln zum Tischgespräch zu machen. „Die 17 Nachhaltigkeits-Ziele der Vereinten Nationen sind sehr abstrakt formuliert und für viele Menschen im Enzkreis daher nur schwer greifbar“, meint Dr. Jannis Hoek, der Koordinator des Agenda 2030-Prozesses im Enzkreis. „Was Nachhaltigkeit im Enzkreis konkret bedeutet, soll nun durch die spielerische Verknüpfung von Enzkreis-Symbolen und einem regionalen Dialekt deutlicher werden“, so Dr. Hoek weiter.

Oftmals wird Nachhaltigkeit noch mit ökologischen Themen wie beispielsweise dem Umwelt- und Naturschutz gleichgesetzt. Der Nachhaltigkeitsbegriff umfasst jedoch gleichermaßen die großen sozialen Fragen wie Generationengerechtigkeit oder die Grundsicherung, aber auch technische und innovative Sachverhalte. „Mir saget zu nei net noi“, ist der Wortlaut des Agenda-Ziels 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur im Enzkreis. „Gerade beim Klimaschutz geht es neben technischen Innovationen für mehr Energieeffizienz oder alternative Energiequellen auch um Lösungen zum Einsparen von Kosten, verdeutlicht Edith Marqués Berger, die Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung. „Das autonome Fahren kann gerade im ländlich geprägten Raum und vor dem Hintergrund unserer alternden Gesellschaft noch eine sehr wichtige Rolle einnehmen“, ergänzt der Erste Landesbeamte und Dezernent für Infrastruktur, Umwelt und Gesundheit, Wolfgang Herz. „Die Corona-Pandemie hat uns zudem noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass wir zu tragfähigen Lösungen kommen und unser Konsumverhalten grundlegend überdenken müssen.“

Dass es bei den Agenda 2030-Zielen um Verantwortung für den Enzkreis geht, macht die Kooperation zwischen der Enzkreis-Verwaltung und der Privatbrauerei Wilhelm Ketterer zu einer Herzensangelegenheit für beide Seiten. Bereits in der vierten Generation vertritt Geschäftsführer Michael Ketterer das „Herzhopfen der Region“ und setzt bei der Produktion auf Ressourcenschonung, beispielsweise durch den Einkauf regionaler Rohstoffe oder kurze Lieferwege. Mit viel Leidenschaft setzt sich die Familienbrauerei seit über 125 Jahren für die Region und für Generationengerechtigkeit ein. „Gemeinsam mit meinen Mitmenschen in Pforzheim und dem Enzkreis möchte ich auch die aktuelle Krise um den Klimawandel und die Corona-Pandemie überstehen und den Menschen in der Region etwas zurückgeben“, meint Brauereiführer Michael Ketterer und zeigt sich zuversichtlich und solidarisch. „S’kalte Herz sott a Märchen bleiwe“, heißt es schließlich beim Agenda-Ziel 1 des Enzkreises – Keine Armut.

Ein Stück Enzkreis auf Bierdeckeln:
Nachhaltigkeits-Ziele auf Badisch

Die vor kurzem vom Kreistag beschlossene kommunale Partnerschaft zwischen dem Enzkreis und Masasi in Tansania ist die logische Konsequenz des Agenda 2030-Prozesses des Enzkreises: „D’Welt isch net so weit weg“ lautet das Ziel 13 im Enzkreis – Maßnahmen zum Klimaschutz. Mit einem Augenzwinkern und Verweis auf das Agenda-Ziel 2 im Enzkreis – Kein Hunger schließt Dr. Jannis Hoek: „Herrgottsb’scheisserle für alle“.

Die Bierdeckel mit den 17 Agenda-Zielen für den Enzkreis wurden in einer Auflage von 200.000 Stück gedruckt. Nach der langen Durststrecke freuen sich insbesondere die Gastronomiebetriebe über Kundschaft mit Sammlergeist für die 17 Ziele-Bierdeckel.

Generell nimmt die Umsetzung der 17 Agenda-Ziele im Kreis nun weiter an Fahrt auf: Bei einer Online-Beteiligung der Bevölkerung konnten insgesamt 339 Einzel-Vorschläge gesammelt werden, die die Verwaltung im Moment auswertet, um sie anschließend in den Maßnahmenkatalog der Nachhaltigkeitsstrategie für den Enzkreis//Agenda 2030 einzuarbeiten. Über die Beteiligungsplattform des Enzkreises hatten sich 224 Personen am Agenda-Prozess beteiligt. Weitere Informationen dazu sind auf der Homepage des Enzkreises unter www.enzkreis.de/agenda2030 zu finden.

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