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25.09.2020

Dritter Streuobstmarkt in Birkenfeld am 10. Oktober: Liebhaber alter Apfelsorten kommen auf ihre Kosten - alte Sorten auch für Allergiker geeignet

Ein annähernd ungetrübtes Einkaufserlebnis wie in den Vorjahren erwartet die Besucher des diesjährigen Streuobstmarktes in Birkenfeld. Sie müssen lediglich Kontaktdaten hinterlegen und auf den Mindestabstand achten.

Es sind klangvolle, oft exotisch anmutende Namen, die so mancher vergeblich im Supermarkt sucht und sie daher schmerzlich vermisst: Alte Apfelsorten wie „Goldparmäne“, „Gewürzluiken“, „Renette“ oder auch der „Blutstreifling“ sind heutzutage wieder sehr gefragt. „Im Handel und auf Märkten sind diese Sorten jedoch kaum zu bekommen“, weiß Obstbaufachberater Bernhard Reisch vom Landratsamt Enzkreis.

Liebhaber alter Obstsorten dürfen sich daher freuen: Am Samstag, 10. Oktober, veranstaltet der Kreis in Kooperation mit der Gemeinde Birkenfeld – auch in Zeiten von Corona – den inzwischen beliebten Streuobstmarkt. Von 9 bis 12 Uhr wird der Pausenhof der Ludwig-Uhland-Schule (Kirchgartenstr. 20) zum Paradies für alle Streuobstfans. Angeboten werden neben den begehrten Äpfeln auch Birnen, Quitten und Walnüsse sowie verarbeitete Produkte aus Streuobstfrüchten der Region.

„Der Markt dürfte auch für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie gegen Äpfel interessant sein“, erklärt Dr. Daniel Sailer, der für den Bereich Landwirtschaft zuständige Dezernent des Enzkreises. Untersuchungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass alte Apfelsorten wenig oder kaum Allergiepotential haben. Empfindliche Menschen, die moderne Apfelsorten nicht vertragen, können meist problemlos und ohne Nebenwirkungen alte Sorten verzehren. „Vermutet wird, dass dies mit dem hohen Gehalt an bioaktiven Substanzen, den sogenannten Polyphenolen in alten, weniger stark züchterisch bearbeitete Apfelsorten, zusammenhängt“, so Dr. Sailer weiter. „Polyphenole lassen die Schnittstellen am Apfel schneller braun werden, können aber im Gegenzug Apfelallergene inaktivieren. Das „unschöne Verbraunen“ ist jedoch der Grund, warum diese Stoffe herausgezüchtet wurden“, weiß er.

Fans alter Apfelsorten kommen beim Streuobstmarkt in Birkenfeld auf ihre Kosten. Auch alte, für Allergiker geeignete, Sorten werden angeboten.

Nachgewiesen ist sogar, dass der regelmäßige Genuss alter Apfelsorten zu einer Reduzierung der Allergieempfindlichkeit insgesamt führen kann: „Das bedeutet für Betroffene, dass sie nach einer gewissen Zeit sogar wieder neue, gängige Apfelsorten wie beispielsweise Braeburn oder Gala genießen können“, ergänzt Bernhard Reisch.

Wer eine möglichst große Auswahl haben möchte, sollte in jedem Fall frühzeitig zum Einkaufen kommen, empfiehlt Reisch, denn erfahrungsgemäß übersteigt bei den beliebten alten Sorten die Nachfrage das Angebot. Entsprechend schnell waren diese bei vergangenen Märkten auch ausverkauft.

Für Anbieter und Besucher des Marktes gelten selbstverständlich die aktuellen Corona-Hygienebestimmungen, insbesondere der Mindestabstand von anderthalb Metern. Da der Markt im Freien stattfindet, kann jedoch auf dem Gelände auf eine Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden. Erforderlich ist lediglich die Angabe der Kontaktdaten; diese werden am Eingang erfasst.

Für weitere Informationen zum Markt wie auch zu alten Obstsorten steht Bernhard Reisch unter Telefon 07231 308-1831 oder per E-Mail an bernhard.reisch@enzkreis.de gerne zur Verfügung.

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