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06.11.2018

Besuch bei Firmen in Mühlacker: Landrat Rosenau informiert sich bei Melter Druck und der Geissel GmbH


Machen Druck: Sina, Wolfgang und Philipp (2., 3. und 4. von links) sowie Daniel Melter (3. von rechts) führten eine Delegation mit (von links) WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer, Landrat Bastian Rosenau, OB Frank Schneider, Hochschul-Rektor Ulrich Jautz, sie Wirtschaftsförderer Jochen Enke und Anette Popp sowie Ulrich Seibold vom Jobcenter Enzkreis durch die Firmenräume im Mühlacker Industriegebiet.

„Bei meinen Firmenbesuchen sind der Fachkräftemangel und die Situation auf dem Ausbildungsmarkt stets wiederkehrende Themen", sagt Landrat Bastian Rosenau. Das sei bei seinen jüngsten Visiten in zwei Mühlacker Betrieben nicht anders gewesen, bei denen der Kreischef von Oberbürgermeister Frank Schneider, Prof. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim, Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG), Ulrich Seibold vom Jobcenter sowie von den Wirtschaftsbeauftragten Anette Popp (Mühlacker) und Jochen Enke (Enzkreis) begleitet wurde.

Mit 230 Mitarbeitern ist die Melter Druck GmbH einer der größeren Arbeitgeber in Mühlacker. Das Leitungsteam um Geschäftsführer Wolfgang Melter informierte die Landrats-Delegation über aktuelle Herausforderungen der Branche und des Marktes. Herausforderungen sieht Melter unter anderem in der dynamischen Entwicklung bei der Digitalisierung.

Die Firma, 1912 gegründet, besteht heute aus mehreren Tochtergesellschaften und Divisionen und ist Marktführer in Europa bei den Printunternehmen mit Milliarden Werbesendungen pro Jahr. „Ein einziger Auftraggeber kann schon mal 130 Millionen Stück im Jahr bei uns ordern“, erklärte Melter. Zu den Kunden zählen Versicherungen, Banken und Handelsunternehmen. Im Portfolio hat die Firma nicht nur einfache Mailings, sondern auch Self- und Kreativmailer, vollpersonalisierte Produkte sowie Drucke mit Perforation, Stanzung, Rubbelflächen, Pop-ups und Jet-Labels.

Sogar Duft-Produkte, die nach Lebkuchen, Gras oder Neuwagen riechen, können hergestellt werden. „Unsere veredelten Erzeugnisse sorgen für Kundenbindung, zum Beispiel durch personalisierten Kundenkarten mit individuellem Barcode“, ist Wolfgang Melter überzeugt. Hinzu komme der flexible und innovative Komplett-Service sowie ein hochmoderner Maschinenpark – „damit wir im Wettbewerb eine Nasenlänge voraus sind.“


Geschäftsführer Marc Seidel führte Landrat Bastian Rosenau, Hochschul-Rektor Ulrich Jautz, Mühlackers OB Frank Schneider und Jochen Enke, Wirtschaftsbeauftragter des Enzkreises, durch die Produktionsräume der Geissel GmbH in Lienzingen (von rechts nach links).

Ganz ähnliches erfuhren der Kreischef und seine Begleiter bei der Firma Geissel: Auch hier sorgen Hochtechnologie und motivierte Mitarbeiter dafür, dass das Familienunternehmen bereits in der vierten Generation floriert. Der Produzent für Präzisionsdrehteile, Kabelverschraubungen und Baugruppen für Industrie und Handel beschäftigt aktuell 120 Mitarbeiter in Mühlacker; hinzu kommen 40 Arbeitskräfte an einem eigenen Standort in Indien, den das Unternehmen 1994 begründet hat.

„Der anfangs mühsame Aufbau hat sich inzwischen mehr als bewährt“, betonten die Geschäftsführer Marc, Peter und Vanessa Seidel. Die Firma engagiert sich dort, aber auch regional und überregional in zahlreichen sozialen Projekten. Im Juni dieses Jahres wurde sie überdies für familienfreundliche Personalpolitik und vielfältige Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet. Auch die Ausbildungsquote sei sehr hoch, wie Bastian Rosenau erfreut vermerkte: 15 Azubis erlernen derzeit vier verschiedene Berufe.


Interessiertes Publikum: Geschäftsführer Marc Seidel von der Firma Geissel (Mitte) mit (von links) Hochschul-Rektor Ulrich Jautz, OB Frank Schneider, Landrat Bastian Rosenau, dem Wirtschaftsbeauftragten Jochen Enke und WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer.

Ihr Geld verdient die Geissel GmbH in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Antriebstechnik und Hydraulik; dabei ist der Automotive-Sektor nur mit knapp vier Prozent am Gesamtumsatz beteiligt. „Wir setzen schon seit einiger Zeit auf nachhaltige Fertigung“, hoben die drei Geschäftsführer hervor: So nutzt die Firma Regenwasser und zu 100 Prozent regenerative Energie, unter anderem durch eine eigene Photovoltaik-Anlage. Außerdem sind eine Ölabsaugung sowie Einrichtungen zur Wärmerückgewinnung im Einsatz. Für die Zukunft sind Investitionen in ein Kraft-Wärme-Kälte-Energiesystem geplant, dazu ein Verwaltungs-Neubau sowie die Einführung eines Fertigungs-Management-Systems und eines automatischen Kleinteile-Lagers.

„Der Kontakt mit den Firmen ist wichtig, auch um durch den direkten Kontakt zu wissen, wo Herausforderungen liegen und wie wir unsere Betriebe unterstützen können“, sagte Bastian Rosenau zum Abschluss der Besuche. Mit den beiden Firmen in Mühlacker sei besprochen worden, die Zusammenarbeit mit der Hochschule im Bereich Technologien und Verfahren sowie mit den beiden Wirtschaftsförderern bei der Digitalisierung und Ausbildungsformaten für Azubis zu vertiefen.

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