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14.11.2017

Berufliche Schulen in Mühlacker: Kreisverwaltung legt umfangreiche Beilage vor

„Natürlich respektiere ich den Wunsch der Kreisräte, sich mit der Materie noch einmal eingehend zu befassen“, kommentiert Landrat Karl Röckinger die jüngsten Vorstöße zur Situation der Beruflichen Schulen in Mühlacker. Deshalb stelle die Verwaltung in einer Beilage für den Kreistag alle gewünschten Fakten zusammen.

„Die Zahlen, Daten und Einschätzungen zeigen eindeutig, dass eine gemeinsame Berufsschule ‎zukunftssicher aufgestellt wäre“, ist sich Röckinger sicher. Er wolle aber gerne den Druck aus der Angelegenheit nehmen, denn „damit tun wir weder den beiden Schulen, den Schülern und den Lehrkräften noch uns selbst als Schulträger einen Gefallen.“

Einer gemeinsamen Schulentwicklungsplanung mit der Stadt Pforzheim, wie sie die FDP-Fraktion beantragt hat, stehen sowohl Röckinger als auch der zuständige Dezernent Frank Stephan positiv gegenüber: „Bei den Schulen über die Stadt- und Kreisgrenze hinaus zu denken und zu planen ist mehr als sinnvoll.“ Allerdings warnen beide vor zu großen Erwartungen: „Ein solcher Prozess ist schwierig zu steuern und bringt keine kurzfristigen Ergebnisse.“

Röckinger gehen die Vorschläge zudem nicht weit genug: „Wenn, dann sollten wir über eine gemeinsame Schulträgerschaft für die Beruflichen Schulen nachdenken.“ Nur in einem Schulverband von Enzkreis und Stadt Pforzheim, so der Kreischef, könne man über weitgehende Kooperationen diskutieren und eventuelles Konkurrenzdenken hintanstellen. Zudem würde ein gemeinsamer Schulverband garantieren, dass Schulentwicklung auf Augenhöhe stattfindet. Das sieht Röckinger aktuell eher nicht gegeben: „Mit unseren beiden kleinen Schulen wären wir gegenüber der Stadt mit ihren drei großen Berufsschulzentren doch immer der Juniorpartner.“

In der Frage einer Zusammenlegung der beiden Kreiseinrichtungen, der Ferdinand-von-Steinbeis- und der Georg-Kerschensteiner-Schule, sei jedoch ohnehin nicht damit zu rechnen, dass eine gemeinsame Planung mit Pforzheim neue Erkenntnisse bringen würde. „Dieser Frage müssen wir uns als Enzkreis alleine stellen“, betont Röckinger – „und zwar bevor wir einen solchen Prozess starten.“

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