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RADVERKEHR


Radverkehrskonzept

Die Bedingungen für den Radverkehr im Enzkreis sollen attraktiver werden und der steigenden Bedeutung des Verkehrsmittels Rechnung tragen. Ein wesentlicher Faktor ist das Vorhandensein einer geeigneten Infrastruktur. Mit der 2021 fertiggestellten und vom Kreistag beschlossenen kreis- und baulastträgerübergreifenden Radverkehrskonzeption für den Enzkreis ist die Grundlage für eine systematische und nachhaltige Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Landkreis geschaffen.

Die Erstellung des Radverkehrskonzeptes Enzkreis erfolgte in mehreren Beteiligungsstufen in enger Abstimmung mit allen Enzkreis-Kommunen, Trägern öffentlicher Belange (darunter Polizei und Regierungspräsidium Karlsruhe) sowie den beiden Fahrradverbänden ADFC und VCD.

Ziel des am 19. Juli 2021 vom Kreistag beschlossenen Radverkehrskonzeptes Enzkreis ist es, Rahmenbedingungen und Maßnahmen für eine weitere Steigerung des Radverkehrsanteils und eine Erhöhung seiner Sicherheit darzustellen und zur Umsetzung vorzubereiten. Durch eine geeignete Auswahl aus dem Maßnahmen- und Entwurfsrepertoire soll der Radverkehr im Enzkreis flächendeckend sicherer und attraktiver werden.

Der Enzkreis verfolgt mit der Umsetzung des Radverkehrskonzeptes das Ziel, den Radverkehrsanteil deutlich zu steigern. Er unterstützt hiermit die Bestrebungen des Landes bis 2030 den Anteil des Radverkehrs am Modal-Split auf 20 % zu erhöhen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes für den Enzkreis mit einem hohen fünfstelligen Betrag. Das Konzept wird im Rahmen des Klimaschutzteilkonzeptes „Klimafreundliche Mobilität in Kommunen“ aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative zu 50 Prozent gefördert.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium

seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der

Treibhausgasemissionen leisten.

Die aktive Förderung des Radverkehrs durch eine systematische Verbesserung der Radinfrastruktur und den Ausbau des Radwegenetzes hat im Enzkreis eine langjährige Tradition. Um der immer stärker wachsenden Bedeutung des Radverkehrs Rechnung zu tragen, wurde im Enzkreis bereits 2001 die Radverkehrskommission gebildet. Sie setzt sich unter Leitung der Dezernentin für Infrastruktur, Umwelt und Gesundheit aus je einem Vertreter der Kreistagsfraktionen, Vertretern verschiedener Fachbehörden (Regierungspräsidium Karlsruhe, Polizeipräsidium Karlsruhe), der Fahrradverbände (VCD und ADFC) und des Landratsamtes (Amt für Nachhaltige Mobilität) zusammen. Die Auswahl der Mitglieder aus ganz verschiedenen Bereichen und Funktionen bündelt vielfältige Zuständigkeiten, Engagements und Erfahrungen. Die Radverkehrskommission, tagt zweimal jährlich

Die Arbeit der Radverkehrskommission wird darüber hinaus seit 2012 durch die Radverkehrsmanagerin des Enzkreises unterstützt.

Sollten Sie noch Fragen haben können Sie sich gerne an

Andrea Wexel

Radverkehrsmanagerin Enzkreis

Amt für Nachhaltige Mobilität

Andrea.wexel@enzkreis.de

wenden.


Radschnellverbindung
Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen (Enz) Stand: Juni 2019

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Konzeption und Umsetzung von Radschnellverbindungen und fördert lokale Machbarkeitsuntersuchungen zu potenziell geeigneten Radschnellverbindungen mit einer Förderquote von 80 %. Zuwendungen für die Durchführung von Machbarkeitsuntersuchungen werden dabei nur gewährt, wenn nachgewiesen wird, dass es sich bei der vorgesehenen Radschnellverbindung um eine potenziell wichtige Verbindung handelt, bei der ein großes Verlagerungspotenzial vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf den Radverkehr erzielt werden kann und ein hohes Aufkommen an Alltagsradverkehr zu erwarten ist.

Im Enzkreis trifft dies für den Korridor Pforzheim - Mühlacker – Kreisgrenze und im weiteren Verlauf bis Vaihingen/Enz zu. Die Trasse wurde im Auftrag der Stadt Pforzheim, des Landkreises Ludwigsburg und des Enzkreises untersucht.

Mit der Erarbeitung dieser Machbarkeitsstudie knüpfen die Projektpartner klar an die Strategie der letzten Jahre an und setzen ein starkes Signal für die Radverkehrsförderung in der Region und in Baden-Württemberg.
Mit Pforzheim, Niefern-Öschelbronn, Mühlacker, Illingen und Vaihingen/Enz sind fünf Kommunen direkt beteiligt. Die Streckenfindung, die Festlegung der Bewertungskriterien sowie die daraus resultierende Wahl der Vorzugstrasse fanden in mehreren Beteiligungsrunden unter Beteiligung der betroffenen Akteure, insbesondere den Kommunen statt.

Für die Vorzugstrasse wurden Maßnahmen entsprechend der landesweiten Qualitätsstandards konzipiert und deren Kosten für Bau, Planung sowie möglichen Grunderwerb abgeschätzt. Entsprechend der Gesamtlänge von rd. 24 km und Gesamtkosten von rd. 26,2 Mio. Euro beträgt der durchschnittliche Kostensatz im Zuge der Trasse Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen/Enz 1,09 Mio. Euro je Kilometer.

Radschnellverbindungen bedeuten i.d.R. einen hohen Investitionsaufwand, weshalb die Anlage erst ab einem mittleren Wert von durchschnittlich circa 2.000 Nutzern pro Tag als sinnvoll erachtet wird.

Unter Berücksichtigung verschiedener Annahmen kann von einem Potenzial der Radschnellverbindung Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen (Enz) zwischen 700 und 2.300 Radfahrenden ausgegangen werden.

Laut Machbarkeitsstudie lässt sich grundsätzlich eine Empfehlung zur Realisierung der Radschnellverbindung ableiten. Diese sollte zwischen den beiden zentralen Orten Pforzheim und Mühlacker - ggf. in einer ersten Stufe nur bis Niefern-Öschelbronn - den Radschnellverbindungsstandard erhalten.

Den Abschlussbericht zur Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen/Enz finden Sie hier


RadWAnderkarte Enzkreis / Stadt pforzheim stand: juli 2015

Das Radnetz des Enzkreises verfügt über flächendeckende Verbindungen, welche auf einzelnen Strecken noch nicht oder nur teilweise ausgebaut sind.Die aktive Förderung des Radverkehrs durch eine systematische Verbesserung der Radinfrastruktur und den Ausbau des Radwegenetzes hat im Enzkreis eine langjährige Tradition. Die Erfolge der bereits im Jahr 2001 eingerichteten Radwegekommission, in der Fraktionsvertreter des Kreistages, Vertreter der Polizei und gegebenenfalls der Kommunen, Mitglieder des Landratsamtes und des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie der Fahrradverbände vertreten sind, sind in der im Juli 2015 neu erschienen Radwanderkarte Enzkreis/Pforzheim dokumentiert.