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EU-Ausgleichsleistungen / Gemeinsamer Antrag

Verschiedene Projekte und Bewirtschaftungsschwierigkeiten bei landwirtschaftlichen Flächen wie Äckern und Wiesen sowie Tierhaltung werden mit Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes unterstützt. Damit werden der Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe sowie Maßnahmen für den Umwelt- und Naturschutz gefördert. Die Bündelung der verschiedenen Anträge gibt dem Verfahren den Namen: Gemeinsamer Antrag (GA).

Ergänzend zum Infodienst des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz finden Sie bei uns Informationen zu unserem Antragsverfahren. Im Vorfeld eines jeden Antragsjahres bieten wir Schulungen und Informationsveranstaltungen an. Ansonsten beraten wir Sie gerne telefonisch oder persönlich.

Präsentationen aus den Info-Veranstaltungen zum GA 2021

Extensives Grünland - Beihilfefähigkeit und Abgrenzung der Bruttofläche

Ihre Unterstützung über den PC: FIONA, HI-Tier und ZID

Für Antragsteller und Nutztierhalter stehen PC-Programme kostenlos zur Verfügung. Sie können alle über eine Internetverbindung mit vorhandener Antragstellernummer und nur einem gemeinsamen Kennwort (PIN) genutzt werden. Die Kennwortverwaltung erfolgt über HI-Tier. Nach verschiedenen Fristen muss das Kennwort erneuert werden, d.h. FIONA weist automatisch darauf hin. Es kann aber auch unabhängig davon geändert werden.
FIONA - Flächeninformation und Online-Antrag

FIONA ist für Mozilla Firefox optimiert. Wir empfehlen grundsätzlich die Antragstellung über FIONA. Damit haben Sie insbesondere folgende Antragsunterstützung:

  • Umfangreiches Kartenprogramm mit Luftbildern
    Ansicht, Ausdruck und Messung von Flächen und Kulissenansichten (z.B. Katasterdaten, Hangneigung, Erosion, Wasserschutzgebiete).
  • Auswertungsmöglichkeit
    Kein mühsames Zusammenzählen von Flächendaten durch Datenübersichten relevanter Daten (z.B. Gesamtübersicht, Schlaglisten, Kulturarten- und MEKA-Summen).
    Die Antragsdaten können auch in separaten Programmen (z.B. Schlagprogramm) verwendet werden.
  • Elektronische Übertragung aller Antragsdaten mit Schlagskizzen
    Skizzen einmal gemacht, dauerhaft genutzt und Papier gespart.
  • Plausibilitätsprüfung
    Minimierung typischer Ausfüllfehler durch Prüfung von Dateneingaben, kein Vergessen wichtiger Angaben.
  • Schnellbearbeitung
    Dank Sortierfunktion und Sammeleingabe viel schneller und sicherer als mit Papierausfüllung.

Vorhandene elektronische Schlagskizzen aus dem Vorjahr werden automatisch übernommen . Alle wichtigen Informationen (unter anderem Computervorausetzungen, Handbücher, Schulungsvideos) und Zugangsmöglichkeiten (auch Demobetrieb zum Ausprobieren) finden Sie auf den Internetseiten von FIONA.


HI-Tier - Herkunfts- und Informationssystem Tiere

Online-Verwaltung aller Tierbestandsveränderungen bei Schafen, Ziegen, Schweinen und Rindern.


ZID - Zentrale InVeKoS-Datenbank

(InVeKoS - Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem)

Online-Verwaltung der Zahlungsansprüche für Einheitliche Betriebsprämie.

Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen
Achtung!!!
Neue Ausschlussfrist für Anträge ist der 31. August!!!

Dauergrünlandumwandlung

Zahlungsansprüche

Für die Fördermaßnahme Einheitliche Betriebsprämie (EBP) sind Zahlungsansprüche (ZA) Grundlage. Unabhängig der beantragten Betriebsfläche kann maximal nur so viel EBP gewährt, wie die Betriebsfläche förderfähig ist und wie ZA vorhanden sind. ZA werden auf Basis der Flurstücksdaten 2005 zugewiesen und können sich also durch rückwirkende Umsetzung aktueller Kontrollergebnisse (Flächenkorrektur) oder Einzug ungenutzter ZA (d.h. für zwei aufeinander folgende Jahre) noch verändern.

Der Handel mit vorhandenen ZA geschieht privatrechtlich auf dem freien Markt. Auch die Verwaltung dieser Zahlungsansprüche erfolgt eigenständig über das ZA-Konto (ZID, siehe Fachprogramme). Wenn Sie Fragen zur ZID-Nutzung und ZA haben, sind wir gerne behilflich.

Hinweise

  • ZA-Übertragungen müssen in der Regel bis 15. Mai des Antragsjahres abgeschlossen sein und die Übertragung in Papierform bis 9. Juni des Antragsjahrs gemeldet werden.
  • Auch bei Hofübergaben oder Rechtsform-Änderungen (wann immer sich die Antragstellernummer ändert) ist eine Übertragung der Zahlungsansprüche erforderlich.
  • Zahlungsansprüche, die zwei Jahre nicht genutzt wurden, werden in die nationale Reserve eingezogen.
  • ZA sind neben der ZID und FIONA (Onlineauskunft des aktuellen Stands) in den Bewilligungsbescheiden für EBP ausgewiesen. Wir empfehlen deren sorgfältige Prüfung.

Hier können Sie das Formular zur Meldung der Übertragung von Zahlungsansprüchen aufrufen: ZA-Übertragungsmeldung 2021

Informationen zur GAP-Reform

Säule - Direktzahlungen

Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik ( GAP)
- Informationen zur Anbauplanung ab 2015 -

Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU brachte ab dem Jahr 2015 viele wesentliche Änderungen sowohl bei den Direktzahlungen (1. Säule) als auch bei FAKT, dem Nachfolgeprogramm von MEKA (2. Säule).

Die Direktzahlungen (bisher einheitliche Betriebsprämien) setzen sich aus folgenden Prämien zusammen:

• Basisprämie
• Ökologisierungsprämie (Greening)
• Junglandwirteprämie
• Umverteilungsprämie (Zuschläge für die ersten 46 Hektare)

In folgendem soll vorwiegend auf die Ökologisierungsprämie eingegangen werden, da diese in der Anbauplanung eine wesentliche Rolle spielt. Sie sieht das sogenannte Greening vor, das aus den Elementen

• Anbaudiversifizierung (Fruchtfolge)
• Erhaltung von Dauergrünland (in B.-W. gilt weiterhin das absolute Grünlandumbruchverbot)
• ökologische Vorrangflächen (öVF)

besteht. Die sog. Greening-Maßnahmen müssen von den Betrieben durchgeführt werden, die mindestens 10 ha Ackerfläche (Ausnahme öVF s.u.) bewirtschaften um die sogenannte Ökologisierungsprämie zu erhalten. Ausgenommen sind ökologisch wirtschaftende Betriebe, reine Dauerkulturbetriebe und einzelne weitere Ausnahmen.

Die Anbaudiversifizierung sieht seit 2015 vor, dass Betriebe mit mehr als 10 ha Ackerfläche mindestens 2 Kulturen anbauen, wobei eine Kultur maximal 75% betragen darf. Betriebe mit mehr als 30 ha Ackerfläche müssen 3 Kulturen anbauen, wobei die Hauptkultur maximal 75% und zwei Hauptkulturen zusammen maximal 95% Flächenanteil betragen dürfen. Betriebe mit mehr als 75% Anteil Grünland an der landwirtschaftlichen Fläche (LF) oder mehr als 75% Anteil Futterpflanzen (außer Silomais) an der Ackerfläche sind davon befreit.

Der Erhalt von Dauergrünland ist in Baden-Württemberg durch das Grünlandumwandlungsverbot bereits jetzt verpflichtend, Änderungen ergeben sich durch die Greenning-Maßnahmen hierbei für Baden-Württemberg aktuell nicht.
Bei den ökologischen Vorrangflächen (öVF) ist vorgesehen, dass zunächst 5% der Ackerfläche als öVF bewirtschaftet werden muss. Zu den öVF gehören eine Reihe von Elementen wie Landschaftselemente, Pufferstreifen, Terrassen u.a. oder Brachen oder der Anbau von N-fixierenden Pflanzen (Leguminosen) oder Zwischenfrüchte. Betriebe unter 15 ha Ackerfläche oder mehr als 75% Grünland an der LF oder mehr als 75% Ackerfutter (ohne Silomais) an der Ackerfläche sind von dieser Vorgabe befreit.

Die jeweiligen Maßnahmen werden jedoch gewichtet (siehe unten). Neben den Elementen (s.o.) können die ökologischen Vorrangflächen auch durch den Anbau von Leguminosen oder durch den Anbau von Zwischenfrüchten nach der Ernte der Hauptkultur erbracht werden. Der Anbau von Leguminosen wird mit dem Faktor 0,7 gewichtet. Dies bedeutet, dass 7,15% der Ackerfläche ab 2015 mit N-fixierenden Pflanzen bestellt werden muss, um die Greening-Vorgabe von 5% rein mit Leguminosen zu erfüllen. Beim Zwischenfruchtanbau beträgt der Faktor 0,3. Wenn also allein mit Zwischenfrüchten die ökologischen Vorrangflächen erbracht werden sollen, müssen so 16,67% der Ackerflächen mit öVF-Zwischenfrüchten bestellt werden.

Hinweise und Erklärungen zur Antragstellung von Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) und zu den einzuhaltenden Auflagen können Sie im Infodienst der Landwirtschaft nachlesen!

Am 27. Oktober 2016 wurde die Änderung der
• Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und
• der InVekos-Verordnung

veröffentlicht.

Daraus ergeben sich Änderungen die bei der Umwandlung von Dauergrünland in andere landwirtschaftliche Nutzungen oder in nicht landwirtschaftliche Nutzungen dringend zu beachten sind.

Bei Fragen zur Umwandlung von Dauergrünland steht Ihnen Ihr Landwirtschaftsamt gerne zur Verfügung.

Des Weiteren sind ab sofort die neuen Formulare für die Beantragung der Umwandlung von Dauergrünland zu verwenden! Diese erhalten Sie beim Landwirtschaftsamt.

Bitte beachten Sie auch die Veröffentlichung in der Fachpresse und auf der Homepage vom Infodienst der Landwirtschaft. Hier werden wir auch regelmäßige Aktualisierungen durchführen, sobald neue Festlegungen erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.mepl.landwirtschaft-bw.de

www.foerderwegweiser.landwirtschaft-bw.de

Säule - MEPL (FAKT, etc.)

Die 2. Säule steht für Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014-2020 (MEPL III). Durch Förderung, wie etwa Kulturlandschaftspflege, Natur- und Umweltschutz, soll gesellschaftlichen Leistungen der Land- und Forstwirtschaft unterstützt werden.

MEPL III - kurz und bündig

Weitere Informationen zu MEPL III

Kurzübersicht Maßnahmen in FAKT

Landschaftspflege

Die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) ist Grundlage für Zuwendungen und Ausgaben der Landeshaushaltsordnung zur Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Landeskultur. Durch die Landschaftspflegerichtlinie soll die freie oder besiedelte Landschaft als Lebensgrundlage und Erholungsraum des Menschen geschützt, gepflegt und entwickelt werden.

Des Weiteren sollen freilebende Tiere und Pflanzen, insbesondere gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten geschützt, ihr Lebensraum erhalten und entwickelt werden. Hierzu werden fünfjährige Pflegeverträge mit Landwirten oder sonstigen Personen und Institutionen abgeschlossen oder gezielt einzelne Maßnahmen der Biotopvernetzung und des Artenschutzes finanziell gefördert.