Unser Ziel im Klimaschutz: Enzkreis treibhausgasneutral bis 2040
Durch den menschengemachten Klimawandel heizt sich die Erde durch den Ausstoß von Treibhausgasen immer weiter auf. Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen gilt das 1,5°C-Ziel praktisch als verfehlt. Wir steuern auf rund 2,8°C Erwärmung zu – mit spürbaren Folgen auch im Enzkreis (mehr dazu unter Klimaanpassung). Auch wenn sich viel getan hat, ist die Lage ernst. Besonders kritisch sind Kippunkte: Werden sie überschritten, verstärken sie den Klimawandel weiter und sind meist nicht umkehrbar. Bei einer Erwärmung von 2,8°C ist davon auszugehen, dass solche Kipppunkte in Gefahr sind. Mit jedem Zehntelgrad steigt das Risiko, dass weitere Kipppunkte überschritten werden. Daher zählt jeder noch so kleine Beitrag zum Klimaschutz! (weitere Informationen zum aktuellen Forschungsstand zum Klimawandel finden Sie hier).
Klimaschutz hat im Enzkreis einen festen Platz – schon seit 2010 steht das Thema auf der Agenda und ist Teil der Gesamtstrategie für den Enzkreis. Der Enzkreis treibt das Thema engagiert voran.
Unser Ziel: Bis 2040 möchten wir unseren Beitrag zur Treibhausgasneutralität leisten, im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und Klimazielen Baden-Württembergs (KlimaG BW). Das bedeutet: Wir wollen Emissionen, die vor allem durch den Verbrauch fossiler Energien entstehen, so weit wie möglich vermeiden und verringern sowie die übrigen unvermeidbaren Emissionen kompensieren.
Im Enzkreis hat sich das Landratsamt Enzkreis und fast alle Kommunen zu diesem Ziel durch Unterzeichnung des Klimapakts Baden-Württemberg bekannt. Doch auch viele weitere Beteiligte, wie Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger im Enzkreis, spielen eine wichtige Rolle und müssen ihren Beitrag leisten – nur gemeinsam können wir die Energiewende schaffen und kommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt erhalten.
Wie erreichen wir unser Ziel?
Ein Absenkpfad gibt uns Orientierung, wie viele Emissionen sowohl das Landratsamt Enzkreis als auch der gesamte Enzkreis mit seinen Kommunen einsparen muss, um bis 2040 treibhausgasneutral zu werden. Ein regelmäßiges Monitoring überprüft den aktuellen Stand und zeigt, wo wir bereits auf dem richtigen Weg sind und wo wir noch nachsteuern müssen:
Energie- & CO2-Bilanz
Um bis 2040 treibhausgasneutral zu werden, müssen wir wissen, wie viel Energie wir verbrauchen und wie viel wir emittieren. Unsere Energie- & CO2-Bilanz zeigt diese Daten. Sie macht sichtbar, wie viele Tonnen Treibhausgase jährlich entstehen, sowohl im Landratsamt Enzkreis als auch im gesamten Landkreis. Wir schreiben die Bilanz regelmäßig fort, um bei Bedarf rechtzeitig nachsteuern zu können.
Unser Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie
Im Monitoring der Nachhaltigkeitsstrategie des Enzkreises zeigen messbare Indikatoren, in den SDGs 7 (»Bezahlbare und saubere Energie«), 12 (»Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster«)und 13 (»Maßnahmen zum Klimaschutz«), unseren jeweiligen Stand auf.
Leitstern Energieeffizienz
Der »Leitstern Energieeffizienz« ist ein Instrument des Landes Baden-Württemberg, das sowohl die Strategien des Landkreises, zum Beispiel umfassende Energie-, Radverkehrs- und Klimaschutzkonzepte, aber auch messbare Ergebnisse, etwa die Zahl durchgeführter Energieberatungen bewertet. Durch die Teilnahme erhalten wir nicht nur einen Zuschuss für bestimmte Förderprogramme, sondern auch aussagekräftige Daten und konkrete Handlungsempfehlungen, mit denen wir weitere Fortschritte erzielen können. Bei der letzten Teilnahme im Jahr 2024 hat der Enzkreis den 4. Platz erreicht und ist damit in die landesweite Spitze aufgerückt.
European Energy Award (eea)
Der eea ist ein Qualitätsmanagementinstrument für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Klimaschutz.
Kommunen, die 50 Prozent der möglichen Punkte erreichen, werden mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Wer mehr als 75 Prozent der Kriterien erfüllt, erhält den eea in gold.
Dabei werden wir regelmäßig in verschiedenen Kategorien bewertet:
-
- Entwicklungsplanung & Raumordnung
- Kommunale Gebäude & Anlagen
- Ver- & Entsorgung
- Mobilität
- Interne Organisation
- Kommunikation & Kooperation
Der Enzkreis wurde bereits zum vierten Mal in Folge mit der höchsten Stufe „Gold“ ausgezeichnet, zuletzt im Jahr 2024. Mit 79,2 Prozent konnten bei der aktuellen Prämierung erneut die Fortschritte bei der Klimaschutzarbeit nachgewiesen werden und bestätigt unsere kontinuierliche Arbeit und Erfolge im Klimaschutz.
Der Enzkreis erhielt 2024 europaweit als einziger Landkreis (neben dem Landkreis Ravensburg) die Auszeichnung in Gold. Mit mehr als 1.900 am Programm teilnehmenden europäischen Kommunen steht der Award für gemeinsame internationale Anstrengungen in der Klimaschutzarbeit. Am 28. November 2024 fand die internationale Preisverleihung in Bozen statt. Rund 130 Delegierte aus 30 Kommunen in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Frankreich, Monaco, der Schweiz und Italien nahmen an der Ehrung teil.
Erfolge & aktuelle Projekte
Energetische Sanierung des Rechenzentrums beim Landratsamt Enzkreis am Standort Pforzheim
Das Rechenzentrum des Landratsamt Enzkreis wird auf einen modernen und energieeffizienten Stand gebracht. Berechnungen haben ergeben, dass vor allem in der Kühltechnik ein erhebliches Verbesserungspotenzial steckt. Durch den Einsatz von Kaltwassersätzen und Freikühler kann einerseits der Energieverbrauch der Kühlung reduziert werden und andererseits durch Vermeidung konventioneller Kältemittel das Erderwärmungspotenzial reduziert werden. Neben der klimaneutralen Erzeugung mit dem Kältemittel R290 (Propan), soll auch die Kälteverteilung optimiert werden. Hierzu werden die Bereiche von kalter Zuluft und warmer Abluft strikt getrennt und die Kaltluft genau an der Stelle eingebracht wo sie benötigt wird, wodurch die Effizienz nochmal gesteigert wird. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen geleistet.
Das Projekt wird gefördert durch die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH.
Förderkennzeichen: 67K23789
Laufzeit: 01.07.2023 – 30.06.2024
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Nachhaltige Mobilität
Sind im Bereich der Energiewende leichte Fortschritte erkennbar, muss die Verkehrswende zum Erreichen der internationalen Klimaschutzziele noch massiv vorangetrieben werden. Zum einen sollen Angebote und Aktionen für die Mitarbeitenden im Landratsamt und die Einwohnerinnen und Einwohner im Enzkreis dazu anregen, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und auf umweltfreundlichere Alternativen umzusteigen. Zum anderen werden durch strategische und investive Maßnahmen umweltfreundliche Alternativen gefördert. Unter anderem gehören die Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe, ein Bike-Leasing-Angebot, Aktionen wie die Schritte-Challenge, die Bezuschussung des Deutschlandtickets wie auch das Erarbeiten eines Mobilitätskonzepts für das Landratsamt zu den Projekten, die zu einer Zunahme nachhaltiger Mobilität führen sollen. Im Flächenlandkreis zählen dazu beispielsweise die Umsetzung eines Radverkehrskonzepts, die Einrichtung das Mitfahrportal VPE mobi oder die jährliche Aktion STADTRADELN.
"Ausgewählte Klimaschutzmaßnahme" - Umstellung des Fuhrparks
Bereits seit 2012 wird der Fuhrpark sukzessive auf E-Mobilität bzw. Hybridautos umgestellt. Die Fahrzeuge werden im Haus mit Strom aus regenerativen Quellen betankt. Mittlerweile umfasst der Fuhrpark fünf Elektro- und drei Hybridfahrzeuge, die von den Mitarbeitenden des Landratsamts genutzt werden können. Die Ende 2017 veröffentlichte CO2-Bilanz zeigt bereits einen Erfolg bei der Reduzierung der CO2-Emissionen, so konnten von 2010 bis 2015 die CO2-Emissionen pro 100 km um 12 Prozent gesenkt werden. Der Fuhrpark wurde in 2018 um zwei Elektroroller und vier E-Bikes erweitert. Geplant ist eine weitere Umstellung von insgesamt vier Fahrzeugen auf Elektromobilität. Eine große Herausforderung für die Zukunft wird noch die Anpassung des Fuhrparkmanagements auf eine bedarfsgerechte Nutzung sein. Dafür ist ein Buchungssystem notwendig, das die Ladezeiten und Reichweiten der Elektroautos berücksichtigt. Im Rahmen der fachlich-inhaltlichen Unterstützung bei der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten durch die Klimaschutzmanager des Enzkreises besteht die Möglichkeit einen Zuschuss zur Umsetzung einer sogenannten Ausgewählten Maßnahme zu beantragen. Für eine Teilumstellung des kommunalen Fuhrparks und der Straßenmeisterei auf elektrisch betriebene Neufahrzeuge wurde eine Förderung vom Projektträger Jülich bewilligt. Die ausgewählte Maßnahme für den Enzkreis lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen: Der erste Teil ist eine bedarfsgerechte Teilumstellung des kreiseigenen Fuhrparks um insgesamt 4 Elektrofahrzeuge inklusive interner Ladeinfrastruktur. Damit erhöht sich der Elektroanteil von acht auf zwölf Elektrofahrzeuge. Der zweite Teil der Maßnahme befasst sich mit einer Umstellung eines dieselbetriebenen Rasenmähers durch einen elektrisch betriebenen Aufsitzrasenmäher. Die Maßnahme wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Informationen über das Förderprojekt
Im Rahmen der fachlich-inhaltlichen Unterstützung bei der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten durch die Klimaschutzmanager des Enzkreises besteht die Möglichkeit einen Zuschuss zur Umsetzung einer sogenannten Ausgewählten Maßnahme zu beantragen. Für eine Teilumstellung des kommunalen Fuhrparks und der Straßenmeisterei auf elektrisch betriebene Neufahrzeuge wurde eine Förderung vom Projektträger Jülich bewilligt. Die ausgewählte Maßnahme für den Enzkreis lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen: Der erste Teil ist eine bedarfsgerechte Teilumstellung des kreiseigenen Fuhrparks um insgesamt 4 Elektrofahrzeuge inklusive interner Ladeinfrastruktur. Damit erhöht sich der Elektroanteil von acht auf zwölf Elektrofahrzeuge. Der zweite Teil der Maßnahme befasst sich mit einer Umstellung eines dieselbetriebenen Rasenmähers durch einen elektrisch betriebenen Aufsitzrasenmäher. Verankert ist die Maßnahme im Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) aus dem Jahr 2015.Durch die Umsetzung der Maßnahme kommt der Enzkreis seinem Klimaziel ein Stück näher. Beide Maßnahmenteile werden im Betrieb eine CO2-Einsparung von 100 Prozent. Die Maßnahme wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Titel: KSI: Ausgewählte Klimaschutzmaßnahme: Teilumstellung des kommunalen Fuhrparks und der Straßenmeisterei auf elektrisch betriebene Neufahrzeuge im Landratsamt Enzkreis“
Förderkennzeichen: 03K02673M
Laufzeit: 01.02.2018 bis 31.01.2021
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Weitere Informationen zur Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Projektträger Jülich erhalten Sie unter:www.klimaschutz.dewww.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen
Weitere Informationen zur Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Projektträgers Jülich erhalten Sie unter:
CO2-Kompensation
Klimaneutralität ist im Wärme- und Mobilitätsbereich nur eingeschränkt möglich. Auch „graue Energie“, die bei der Herstellung, dem Transport, dem Verkauf und der Entsorgung von Waren und Dienstleistungen anfällt, bleibt außen vor. Unausweichlich bleibt ein Restbetrag an Treibhausgas-Emissionen bestehen. Um diesen global gesehen auszugleichen, gibt es für Organisationen, aber auch Privatpersonen, die Möglichkeit zur sogenannten freiwilligen Kompensation. Diese lässt sich realisieren über eine finanzielle Unterstützung von Klimaschutzprojekten. Die Menge der freigesetzten Emissionen wird ermittelt und durch gezielte Investitionen in Projekte zur Vermeidung und Verminderung von Emissionen bilanziell ausgeglichen.
- Klimafonds Enzkreis
Seit vielen Jahren erhalten wir Mittel seitens eines Enzkreis Unternehmens für die Kompensation von CO2-Emissionen. Dies werden jährlich an sechs bis achten Vereine oder Initiativen mit Projekten im Globalen Süden vergeben. Wichtig ist, dass die zur Verfügung stellten Mittel direkte Einsparungen an Treibhausgasemissionen bewirken, wie der Bau von Solarstrom- oder Solarthermie-Anlagen auf Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Waisenhäusern. Aber auch Solarlampen für Schüler, solare Wasserpumpen, Aufforstungen, Baukurse für Solar-Home-Systeme oder Umweltbildungsmaßnahmen können damit finanziert werden.
Bisher wurden Projekte in folgenden Ländern unterstützt: Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Malawi, Tansania, Kenia, Uganda, Äthiopien, Irak, Indien, Nepal, Kambodscha und Philippinen.
- Kompensation im Landratsamt
Im Hinblick auf die sogenannten Scope 3-Emissionen werden die Dienstfahrten und -reisen der Mitarbeitenden des Landratsamtes klimaneutral gestellt. Bei der Kompensation werden die Emissionen, die beispielsweise durch die Verbrennung von Kraftstoffen, den Energiebezug und Geschäftsreisen der Mitarbeitenden entstehen, ermittelt und mithilfe von Klimaschutzprojekten ausgeglichen. Die Kompensation erfolgt über ClimatePartner. Unterstützt werden zertifizierte Klimaschutzprojekte für den Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika (weitere Informationen dazu finden Sie hier). Darüber hinaus werden der Postversand und die Druckerzeugnisse des Landratsamtes kompensiert.
Bildung für den Klimaschutz
Bildung für nachhaltige Entwicklung spielt eine wichtige Rolle bei der Erreichung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die pädagogischen Angebote für Schulen und Kindertageseinrichtungen des Sachgebiets Klimaschutz sowie aller weiteren Abteilungen innerhalb der Kreisverwaltung sind in der Broschüre „Enzkreis im Quadrat“ zu finden. In allen Altersgruppen soll mit geeigneten Angeboten das Bewusstsein für die Problematik des Klimawandels und die Möglichkeiten des Klimaschutzes informiert werden. Mit den Angeboten des Enzkreises sollen für die Lehrerinnen und Lehrer ein handlungsorientierter Unterricht ermöglicht werden, der die Schüler ganzheitlich beansprucht, schüler-aktiv ist und in dem die zwischen dem Lehrer und den Schülern vereinbarten Handlungsprodukte die Organisation des Unterrichtsprozesses bestimmen. Das Pädagogische Konzept für Kindergärten und Schulen finden Sie hier. Folgende Programme stehen für Bildungseinrichtungen kostenlos zur Verfügung:
- Angebote für Kindergärten
Kamishibai – Ein japanisches Erzähltheater
Aus Japan stammt das Kamishibai, ein Erzähltheater auf Papierbögen. Der Geschichtenerzähler schiebt seine Bilder in einen Bühnenrahmen, öffnet die Flügeltüren und beginnt, Bild für Bild seine Geschichte zu erzählen. Dieses bildgestützte Erzählen ist im Kindergarten, aber auch in der Grundschule sehr beliebt, denn es ermöglicht den Kindern, Geschichten frei zu erzählen - ohne den roten Faden zu verlieren. Das funktioniert mit selbst erfundenen und gemalten Geschichten genauso gut wie mit fertigen Bildern, die der Enzkreis Kindergärten und Schulen kostenlos zur Verfügung stellt. Neben sechs Holztheatern bietet das Medienzentrum Pforzheim-Enzkreis inzwischen rund 700 Bildkartensets zu verschieden Themenbereichen an.
Die Energiekiste
Zwei Experimentierkisten zum Thema Energie stehen am Medienzentrum Pforzheim-Enzkreis für Kindergärten zum Verleih bereit. Sie umfassen eine Vielzahl an Versuchen mit ausführlichen Anleitungen. Mit einfachsten Mitteln können damit physikalische Phänomene beobachtet und erklärt werden.
Puppentheater Lisa geht ein Licht auf
Schon seit vielen Jahren tourt das Puppentheater von Andreas Knab durch den Enzkreis. Hugo der Rabe und seine Freundin Lisa vermitteln dem jungen Publikum Wissenswertes rund um die Themen Energie und Klimaschutz.
- Angebote für weiterführende Schulen
Unterrichtseinheiten "Stand by"
Die Abfall- und Umweltberater des Landratsamtes bieten eine Unterrichtseinheit zum Thema Energie und Klimawandel an. Nach einer Einführung in die Theorie dürfen die Schüler schließlich selbst ein Stück „Energiewende“ in die Hand nehmen und mit Solarzellen experimentieren.
Energiesparunterricht an Schulen des Enzkreises
Ziel des Projektes ist es, den Verbrauch von Wärme, Strom und Wasser in den Bildungseinrichtungen nachhaltig zu senken und die Kinder und Jugendlichen zu sensibilisieren. Gemeinsam mit den Lernenden werden Schwachstellen in der Einrichtung ermittelt und die Handlungsmöglichkeiten zur Einsparung erarbeitet. Die Lernenden werden angeleitet, im Alltag auf verantwortungsvolles Heizen und Lüften, sowie auf den sparsamen Umgang mit Wasser zu achten. Um den Stromverbrauch zu reduzieren, achten die Lernenden darauf, Geräte und Beleuchtung auszuschalten, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Das Projekt schafft ein Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen lernen, was sie mit ihrem eigenen Handeln bewirken können.
- Ferienprogramme
Über die Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim keep gGmbH können ebenso Ferienprogramme rund um die Themen Energie und Klima von Kommunen beauftragt werden.
Information und Bewusstseinsbildung
- Zeitung Abfallwirtschaft und Klimaschutz
Zweimal im Jahr erscheint die Zeitung "Abfallwirtschaft und Klimaschutz im Enzkreis", eine gemeinsame Veröffentlichung der Abfallwirtschaft Enzkreis und des Sachgebiets Klimaschutz. Hier werden Bürger und Bürgerinnen über aktuelle Themen in Bezug auf Abfallvermeidung, Mülltrennung, Klimaschutz, Erneuerbare Energien, Energiespartipps und mehr informiert. Die Zeitung wird kostenlos an alle Haushalte im Landkreis verteilt. Hier finden Sie alle Ausgaben der Zeitung zum Nachlesen.
- Bewusstseinsbildung im Landratsamt Enzkreis
Wir informieren die Mitarbeitenden regelmäßig zu den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung und geben Tipps, wie sie im Büro aber auch Zuhause Energie (und Kosten) sparen und Emissionen vermeiden können. Dazu gehören Aktionen, beispielsweise im Rahmen der KLIMA.LÄND.TAGE Baden-Württemberg, Beiträge im „Hausblättle“ und Intranet, Präsentationen für die Auszubildenden und neuen Mitarbeitenden oder auch der Klimatag in der Kantine des Landratsamtes.
Für die Information und Bewusstseinsbildung der Mitarbeitenden im Landratsamt Enzkreis haben wir ein Kommunikationskonzept entwickelt, wie in unterschiedlichen Formaten verschiedene Zielgruppen anspricht, um diese zu klimafreundlicherem Verhalten zu motivieren.
Klimapartnerschaft mit Masasi in Tansania
Klimakonferenz
Mit dem Ziel die Themen Nachhaltigkeit und im Schwerpunkt den Klimaschutz stärker in den Mittelpunkt zu stellen hat der Enzkreis am 02.07.2024 zur ersten KlimakonferEnz ins Turmquartier der Sparkasse Pforzheim Calw eingeladen. Bei seiner „1. KlimaKonferEnz – Nachhaltigkeit und Klimaschutz gemeinsam gestalten“ kamen rund 100 Akteure aus Politik, Verwaltungen, der Forschung und Wirtschaft zusammen.
Neben der Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Thekla Walker, kamen Landrat Bastian Rosenau und Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt zu Wort und sprachen über Maßnahmen sowie die Notwendigkeit des Klimaschutzes in Baden-Württemberg und im Enzkreis. Dr.-Ing. Matthew Matimbwi, von der Tanzania Renewable Energy Association (TAREA) referierte über die Auswirkungen des Klimawandels und umgesetzte Maßnahmen in der Partnerkommune Masasi, in Tansania. Neben den Impulsvorträgen wurden die Teilnehmenden aus der Kommunalpolitik (Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, Kreistagsmitglieder), der Wissenschaft, der Verwaltung (auch aus anderen Landkreisen und Städten) und der Wirtschaft im En-ROADS Workshop, von Prof. Dr. Florian Kapmeier, von der ESB Business School an der Hochschule Reutlingen aktiv und konnten sich mit der Effektivität von Klimaschutzmaßnahmen im globalen Kontext auseinandersetzen. Am Ende der Veranstaltung fand noch eine Podiumsdiskussion zwischen Vertretungen aus Landes- und Kommunalverwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft statt.
Was kann ich tun?
Viele Menschen, sicherlich auch in Ihrem Umfeld, denken bereits um und handeln im Alltag klimafreundlich. Es gibt viele Dinge, große wie kleine, die Sie für den Klimaschutz tun können. Dabei geht es vor allem darum, sich bewusst zu hinterfragen und die Dinge umsetzen zu können, die für einen selbst möglich sind.
In Summe werden damit spürbare Effekte erzielt: So wurden mit dem Deutschlandticket viele PKW-Kilometer eingespart; allein im ersten Jahr entsprach die CO2-Einsparung der Menge an CO2, die in Kohlekraftwerken bei der Erzeugung des jährlichen Strombedarfs für zwei Millionen durchschnittliche Haushalte in Deutschland entsteht!
In der Abbildung unten sehen Sie mit welchen Hebeln, Sie Ihren CO2-Fußabdruck – das ist die Menge an Treibhausgasen, die durch Sie verursacht wird – reduzieren können. Wenn Sie konkret wissen möchte, wo Sie stehen, können Sie mit einem CO2-Rechner schnell und einfach ausrechnen, wie groß Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck ist. Weitere Tipps finden Sie beim Umweltbundesamt und bei der keep. Damit tun Sie nicht nur etwas für den Klimaschutz, sondern sparen oft auch bares Geld! Darüber hinaus können Sie sich bei der keep mit ein paar Klicks eine kostenfreie Energieberatung buchen. Die keep berät auch Unternehmen und Vereine. Weitere Anlaufstellen für regionales Einkaufen und nachhaltigen Konsum finden Sie in der Klimaschutzkarte.