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Leitbild, eea & Agenda 2030

 

Das Leitbild des Enzkreises

Mit dem Kreistagsbeschluss vom Juli 2017 bekennt sich auch der Enzkreis zu den 17 Zielen der Agenda 2030 und berücksichtigt diese in seinem Leitbild. Das Leitbild für den Enzkreis // Agenda 2030 wurde im Dezember 2018 vom Kreistag beschlossen und dient als Orientierungs- und Handlungsrahmen für Gegenwart und Zukunft. Es richtet sich in erster Linie an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. Die im Leitbild verankerten Zielsetzungen rücken zudem das Handeln im Enzkreis in einen globalen Zusammenhang.

Im Leitbild sind die großen Zukunftsthemen wie die Digitalisierungsstrategie und der Breitbandausbau enthalten. Zudem wurden die Belange des Umweltschutzes stärker berücksichtigt und die sozialen Themen, wie Integration, Bildung, Gesundheit und Inklusion überarbeitet oder neu aufgenommen.

Leitbild für den Enzkreis

Leitbild für den Enzkreis (Kurzfassung)

Leitbild in Leichter Sprache

mission statement

Ziel von Kreistag und Verwaltung ist es, den Enzkreis in Richtung einer nachhaltigen und „enkeltauglichen“ Zukunft zu entwickeln. Um dabei die komplette Bandbreite der 17 Ziele zu erfassen und alle Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung auszuschöpfen, sind alle aufgerufen, mitzumachen.

Nachhaltigkeitsstrategie


Die Nachhaltigkeitsstrategie des Enzkreises setzt das Leitbild für den Enzkeis um und orientiert sich wie dieses an den 17 Zielen der Agenda 2030. Die Strategie ist als dynamisches Programm zu verstehen, das den Menschen auch in Zukunft eine hohe Lebensqualität in einer gesunden Umwelt sichern soll.

Das Leitbild des Enzkreises formuliert die langfristigen (normativen) Ziele. Die Nachhaltigkeitsstrategie baut auf dem Leitbild auf und konkretisiert die Bemühungen der Fachämter und Stabsstellen für eine nachhaltige Entwicklung im Enzkreis. Sie enthält beispielhafte Maßnahmen und Projekte, die zu einer lebenswerten Zukunft im Enzkreis beitragen sollen. Die Nachhaltigkeitsstrategie für den Enzkreis // Agenda 2030 wurde dem Kreistag am 4. April 2022 vorgelegt und deren schrittweise Umsetzung vom Gremium befürwortet.

Die Energiewende und der Klimaschutz, die Kreislaufwirtschaft, das nachhaltige Bauen, die Verkehrswende, nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme, eine schadstofffreie Umwelt, der Schutz der natürlichen Ressourcen und der Biodiversität, die Digitalisierung, das menschliche Wohlbefinden, die Gesundheit sowie die soziale Gerechtigkeit, können nur gemeinsam und in Abstimmung mit den Entscheidungsträgern im Kreis und in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden gestaltet werden.  

Die schrittweise Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie ist ein dauerhafter Prozess.
Alle zwei Jahre soll in Indikatoren-Berichten über den Stand der Umsetzung informiert werden. Der erste Bericht soll im Frühjahr 2023 erscheinen und erste Schwerpunktsetzungen für die zukünftigen Handlungsbedarfe enthalten.

Nachhaltigkeitsstrategie für den Enzkreis // Agenda 2030

Anlage I-Indikatoren zur Nachhaltigkeitsstrategie

Anlage II-Ergebnisse der Beteiligung zur Nachhaltigkeitsstrategie

Voluntary Local Review (VLR) 2024

Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit beginnen vor unserer Haustür. Jede nachhaltige Entscheidung, die vor Ort getroffen wird, bedeutet daher auch einen Schritt in Richtung einer gerechteren und zukunftsfähigen Welt. Deshalb ist es so wichtig, dass diese Verantwortung in der täglichen Arbeit gelebt wird.

Als einer der drei ersten Landkreise in Deutschland hat der Enzkreis seinen ersten Voluntary Local Review (VLR) 2024 erarbeitet und diesen bei den Vereinten Nationen eingereicht. Der freiwillige Bericht zeichnet ein umfassendes Bild davon, was der Enzkreis gemeinsam mit den Städten und Gemeinden und den vielfältigen Kooperationspartnern zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leistet – lokal wie global.

Von sozialen Initiativen, Erfolgen bei der Gleichstellungs- oder Inklusionsarbeit, Gesundheitsvorsorge, über innovative Klimaschutzprojekte bis hin zu internationalen Partnerschaften, beispielsweise mit Masasi in Tansania, verdeutlicht der Bericht, wie vielfältig nachhaltiges Engagement im Enzkreis für eine lebenswerte Zukunft aussieht.

Nachhaltigkeit im Enzkreis ist damit ein echtes Gemeinschaftswerk von Politik, Verwaltung, Unternehmen und der Zivilgesellschaft und betrifft alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Der Bericht enthält zudem ein neues Bewertungssystem und ist daher ein wichtiger Kompass für die Strategische Steuerung des Enzkreises.

Hier gibt es den Voluntary Local Review 2024 als Download auf deutsch und hier in der englischen Fassung.

Zusätzlich war der Enzkreis, unter Federführung des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu) und mit anderen deutschen Kommunen, an der Erarbeitung eines Voluntary Regional Government Reviews (VLGR) beteiligt, der das kommunale Engagement in Deutschland unterstreicht. Dadurch haben der Enzkreis und weitere Kommunen auch einen Platz im Voluntary National Review (VNR), dem 3. Freiwilligen Staatenbericht der Bundesregierung, erhalten.

Hier geht's zum Voluntary Regional Government Review (VLGR)

Die Erfolge des Enzkreises wurden im Juli dem Hochrangigen Politischen Forum 2025 der Vereinten Nationen in New York (High-level Political Forum on Sustainable Development, kurz HLPF) vorgestellt.

Indikatorenbericht 2023

Der Enzkreis hat sich durch Beschluss des Kreistags zu den Zielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen bekannt und das Leitbild im Sinne der 17 Agenda-Ziele fortgeschrieben (2018). Ausgehend vom Leitbild wurde die Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet (2022), die das Enzkreis-Leitbild mit konkreten Maßnahmen mit Leben füllt und die nachhaltige Entwicklung über SDG-Indikatoren mess- und steuerbar macht.

Mit dem nun vorliegenden Indikatorenbericht messen wir die Erreichung der in der Nachhaltigkeitsstrategie formulierten Ziele für eine nachhaltige Kreisentwicklung mit
konkreten Zahlen. Diese zeigen, wo wir bereits gut aufgestellt sind und in welchen Sektoren nachgesteuert werden muss.

Der vorliegende Indikatorenbericht ist nicht nur Nachschlagewerk, sondern ebenso ein Steuerungsinstrument zur Kreisentwicklung für den Kreistag des Enzkreises und für die Verwaltungsspitze im Landratsamt. Er bildet ab, was wir bisher erreicht haben, und ist die Grundlage für unsere Überlegungen, welche Entwicklungen wir noch zukunftsorientierter und nachhaltiger gestalten können.

In vielen Bereichen sind wir auf einem guten Weg, auch dies zeigt der vorliegende erste Indikatorenbericht des Enzkreises. Die Zahlen bilden den Trend der vergangenen Jahre ab. Auf dieser Grundlage können wir uns landes- und deutschlandweit mit anderen Kommunen vergleichen.

Indikatorenbericht 2023 - Statusindikatoren einer nachhaltigen Entwicklung im Enzkreis

SDG-Dashboard für den Enzkreis

Das Dashboard dient als digitale Informationsplattform für die (Fach-)Öffentlichkeit. Es enthalt alle Indikatoren und deren Beschreibungen aus dem Indikatorenbericht und weitere Publikationen zum Thema.
Wesentlicher Vorteil der digitalen Informationsplattform ist die Möglichkeit der dynamischen Aktualisierung der Datenreihen und der flexiblen Ergänzung zusätzlicher Indikatoren.

https://agenda2030.enzkreis.de/

Agenda 2030 für Städte und Gemeinden

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Doch wie können sich Kommunen diesem großen Thema öffnen und eine nachhaltige Entwicklung konkret werden lassen?
Grundlage hierfür kann die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen sein.

Titelbild Broschüre Agenda für Städte und Gemeinden

Die Broschüre „Agenda 2030 – Informationen für Städte und Gemeinden“ soll Einblicke geben und Möglichkeiten aufzeigen, wie eine nachhaltige Kommunalentwicklung gelingen kann und wie sich Kommunen auf den Weg in eine enkeltaugliche Zukunft machen können.
Neben Hintergründen zu den globalen Nachhaltigkeitszielen und grundsätzlichen Informationen zum Nachhaltigkeitsmanagement, enthält die Broschüre die Ergebnisse der ersten digitalen Bürgerbeteiligung im Enzkreis zur Umsetzung der 17 Ziele, aufbereitet für die Städte und Gemeinden im Enzkreis.

Agenda 2030 - Informationen für Städte und Gemeinden

Nachhaltige Beschaffung


Im Zuge des Agenda 2030-Prozesses wurde mit der Überarbeitung der „Dienstanweisung für eine nachhaltige Beschaffung“ ein weiterer Meilenstein gesetzt.

Bei allen Beschaffungen im Landratsamt sind nun nach Möglichkeit, neben den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit, auch die globalen Ziele der Agenda 2030, insbesondere die Ziele des Umwelt- und Ressourcenschutzes, die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und die Prinzipien des fairen Handels zu berücksichtigen. Zum Download: Dienstanweisung für eine nachhaltige Beschaffung

Nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal!

Der Kurzfilm zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung wurde von der Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung im Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums (KNB) gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus und weiteren dreizehn Bundesländern veröffentlicht.


Fairtrade-Landkreis

Mit der Förderung des fairen Handels möchte der Enzkreis ein Zeichen für eine gerechtere Welt und faire Bedingungen setzen. Ausgangspunkt war die Klimapartnerschaft mit Masasi in Tansania. Durch den Kauf und die Verwendung von fair gehandelten Produkten trägt jeder Käufer dazu bei, dass die Produzenten in Lateinamerika, Afrika und Asien bessere Preise für ihre Produkte erhalten und sie somit ihren Familien ein menschenwürdiges Leben bieten können. Faire Produkte sind unter Einhaltung der ILO Arbeitsnormen und ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt worden. Der Enzkreis wurde 2017 erstmals als Fairtrade Landkreis zertifiziert und 2019, 2021, 2023 und 2025 rezertifiziert. Durch verschiedene öffentliche Aktionen wird Werbung für den fairen Handel gemacht.

Im Fairtrade Guide finden Sie Informationen zu Produkten und Labeln sowie Einzelhandelsgeschäften und Gastronomiebetrieben, die faire Produkte im Angebot haben sind unter Einhaltung der ILO Arbeitsnormen und ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt worden. Dieser ist im „Führer für Regionale Produkte im Enzkreis und Pforzheim“ enthalten.

Podcast zur Agenda 2030 und dem Leitbild des Enzkreises

Podcast "Transfer für die Ohren: Kommunale Bildungslandschaften neu gedacht!"
Interview mit Dr. Jannis Hoek, Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik im Enzkreis

Die Transferagentur Bayern, Regionalbüro Süd am Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI) diskutiert in einer neuen Podcastreihe mit Gästen aus Wissenschaft, Kommunen und Fachpraxis aktuelle Themen und innovative Ideen rund um die kommunale Bildungslandschaft und das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement (DKBM). In der ersten Episode #1 greift die Moderatorin Heike Großkurth unter der Überschrift "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) einen Themenschwerpunkt aus der kommunalen Praxis auf.
Im Gespräch mit Dr. Jannis Hoek vom Landratsamt Enzkreis wird erörtert, welche bedeutende Rolle dabei das Leitbild des Enzkreises zur Agenda 2030 hat und warum das Monitoring für eine nachhaltige Entwicklung im Landkreis wichtig ist.
Dr. Hoek gibt einen Einblick in sein spannendes Arbeitsfeld und erläutert das Nachhaltigkeitsmanagement des Enzkreises. An praktischen Beispielen wird aufgezeigt, wie sich die normative Zielsetzung, das Leitbild des Enzkreises, auf das Handeln der Verwaltung auswirkt, wie Multiplikatoren zum Thema BNE angesprochen werden und was jeder Einzelne für eine nachhaltige Entwicklung beitragen kann. Denn die Umsetzung der Agenda 2030 betrifft uns alle.

Das Agenda-Ziel 4 „Hochwertige Bildung“ ist eines der Schlüsselziele für den Erfolg der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Ein hohes individuelles Bildungsniveau befähigt Menschen einerseits zu einem selbstbestimmten Leben und gesellschaftlicher Teilhabe. Andererseits ermöglicht es Individuen ihr eigenes Handeln zu hinterfragen und selbst einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. Die Bewusstseinsbildung zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen, bspw. zur Ernährung, unserem Konsumverhalten, zum Klimaschutz oder dem ökologischen Wert unserer Wälder sind praktische Maßnahmen des Enzkreises zum Thema BNE.

In diesen Zeitfenstern finden Sie folgende Inhalte:
00:00:11 – Was bedeutet BNE im kommunalen Kontext und wie kann das DKBM bei der Verankerung unterstützen?
00:06:14 – Das Leitbild und die Agenda 2030 im Enzkreis: Gespräch mit Dr. Jannis Hoek, Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik im Enzkreis
00:27:49 – Die Learnings von heute…