Myslowice, Imielin und Chelm Slaski
Seit 1996 ist der Enzkreis mit den polnischen Kommunen Mysłowice, Imielin und Chełm Śląski partnerschaftlich verbunden. Die Beziehungen zu den Gemeinden im oberschlesischen Industriegebiet begannen 1986 mit dem Aufenthalt von Mysłowicer Kindern im Enzkreis, die ihre Sommerferien bei Gastfamilien verbrachten. 2002 verlieh der Stadtrat von Mysłowice dem damaligen Landrat Werner Burckhart die Ehrenbürger-Würde.
Dass der Enzkreis mit drei polnischen Kommunen eine Partnerschaft einging, ergab sich durch eine Umstrukturierung der dortigen Verwaltung: 1995 wurde Mysłowice Stadtkreis, die Gemeinden Imielin und Chelm Slaski, die früher Stadtteile von Mysłowice waren, sind seither selbständig.
Lage
Mysłowice, Imielin und Chełm Śląski liegen im sogenannten Dreikaisereck zwischen den Großstädten Katowice und Kraków (Krakau) sowie etwa 35 Kilometer entfernt von Oswiecim (Auschwitz). Myslowice gehört zu den ältesten Städten in Oberschlesien und war bereits im 13. Jahrhundert besiedelt. Bis heute sind einige interessante Bauwerke erhalten geblieben, die den mittelalterlichen Ursprung der Stadt belegen. Für die Restaurierung der Marienkirche im Herzen von Myslowice konnte der Enzkreis Mittel der Bundesregierung akquirieren.
Lange bildete der Steinkohlebergbau den wirtschaftlichen Schwerpunkt. Heute ist die Stadt im Wandel begriffen und strebt die Entwicklung zu einem modernen Produktions- und Dienstleistungszentrum an.
Partnerschaft
Der Schwerpunkt der Partnerschaft lag von Anfang an auf der Begegnung junger Menschen beider Nationen. Unter anderem lud der Enzkreis viele Jahre lang jeden Sommer polnische Oberstufenschüler, die in Gastfamilien untergebracht sind, zu einem zweiwöchigen Deutsch-Intensivkurs ein. Auch die Berufliche Schule Mühlacker pflegte einen regen Austausch mit einer polnischen Berufsschule. Studenten und Auszubildende aus den polnischen Partnerkommunen können im Enzkreis Auslandserfahrung sammeln. Kontakte auf Verwaltungsebene runden die Aktivitäten ab.