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01.02.2018

Mobilität der Zukunft: E-Carsharing für den Enzkreis

Reges Interesse bei nahezu der Hälfte der Bürgermeister: E-Carsharing soll Mobilität im Enzkreis flexibel, umweltfreundlich und effizient machen.

„Zusammen mit Schiene und Bus kann E-Carsharing ein lückenloses Mobilitätsangebot schaffen, das die Zahl der Autos auf den Straßen verringert und so zur Steigerung der Lebensqualität insgesamt beiträgt“, sagt Erster Landesbeamter Wolfgang Herz. Bürgermeister aus 13 Städten und Gemeinden haben sich nun auf Einladung des Landratsamts über das Potential von Carsharing mit Elektrofahrzeugen im Enzkreis informiert.

Die Fahrzeugdichte ist im Enzkreis sehr hoch. Viele Autos stehen oft ungenutzt in der Garage und verursachen trotzdem hohe Kosten. Carsharing ermöglicht eine bessere Auslastung der Fahrzeuge. Gleichzeitig sparen die Fahrer, denn sie bezahlen nur für die Fahrzeugnutzung, brauchen sich aber um Wartung, Versicherung oder einen eigenen Stellplatz nicht zu kümmern – das übernimmt der Carsharing-Anbieter.

Die Nutzung ist einfach: Über eine Smartphone-App kann das Fahrzeug reserviert, geöffnet und bezahlt werden. Dazu müssen lediglich Ladestationen für E-Carsharing an zentralen Standorten in der Gemeinde installiert und mit Ökostrom versorgt werden. „Das Angebot ist sowohl für Einzelfahrten als auch für Pendler attraktiv, da die Nutzung mit Zeitkarten des ÖPNV verknüpft werden soll“, sagt Edith Marqués Berger, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung.

Vorgestellt wurden den Bürgermeistern unter anderem Konzepte, bei denen sich Verwaltung, örtlich ansässige Unternehmen und die Öffentlichkeit die Elektrofahrzeuge teilen. Auch die Einbindung von größeren Wohneinheiten ist denkbar. So könnten beispielsweise Apotheken ihre Transportfahrten oder Ehrenamtliche ein Bürgertaxi mit dem „geteilten Auto“ erledigen. „Fahrzeuge, die sonst den Großteil der Zeit ungenutzt sind, würden so effizienter ausgelastet – es wird weniger Parkfläche benötigt, Ressourcen effizienter genutzt und durch die Nutzung von Ökostrom für den Antrieb weder Emissionen noch Lärm verursacht“, so Marqués Berger.

Gemeinsam mit der Kommunalberatung des Energie- und Bauberatungszentrums (ebz) und interessierten Gemeinden soll nun ein passendes und schnell realisierbares Konzept gefunden werden. „Damit hätten wir im Enzkreis einen weiteren Baustein für zukunftsfähige Mobilität: flexibel, umweltfreundlich und effizient“, hofft Magdalena Langer, Klimaschutzmanagerin in der Kommunalberatung.

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